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Brauchtum

Trachtlernachwuchs feiert sich

A Liedl, a Muse und a Tanzl dazua war das Motto beim Tag der Trachtenjugend im Saal der Gaststätte Arberhütte in Regensburg.
Von Josef Eder

Manche der Kleinsten sangen und tanzten zum ersten Mal vor großem Publikum. Foto: Eder
Manche der Kleinsten sangen und tanzten zum ersten Mal vor großem Publikum. Foto: Eder

Regensburg.Beim Tag der Regensburger Trachtenjugend, der unter dem Motto „A Liedl, a Muse und a Tanzl dazua” im vollen Saal der Gaststätte Arberhütte stattfand, wurden Arthur und Elfriede Zankl zu Ehrenmitgliedern der Interessengemeinschaft Regensburger Trachtenvereine (IG) ernannt.

Stadtrat Erich Tahedl, Geschäftsführer des Bayerischen Trachtenverbandes, Vorsitzender des Gauverbandes Oberpfalz der Heimat- und Volkstrachtenvereine und Jugendleiter und Musikant im Trachtenverein Regensburg „Stamm“ überreichte die Urkunden.

„Das Brauchtum weitergeben“

Tahedl sagte: „Die IG will das bayerische Brauchtum nicht nur erhalten, sondern weitergeben.“ Die Schritte zum Zusammengehörigkeitsgefühl der vier im Stadtgebiet beheimateten Vereine: Alpiner Verein Regensburg, Almrausch „Stamm“, Egerländer Gmoi „Josef Hoffmann“ und Regensburg „Stamm“ sind vielversprechend. Zukünftig wird die Kooperation noch mehr intensiviert. Dreimal im Jahr sollen bei den Tanzproben, die dann jeweils ein anderer Verein ausrichtet, alle dabei sein. Beim Bürgerfest 2020 wird die IG am Katharinenplatz dabei sein. Stadträtin Dagmar Kick als Vertreterin der Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer freute sich über die vielen jungen Menschen, die mitwirkten.

Die dreijährige Anna tanzte bei den Volkstänzen fleißig mit. Foto: Eder
Die dreijährige Anna tanzte bei den Volkstänzen fleißig mit. Foto: Eder

Ein buntes Programm aus Musik, Tanz und Gesang, das von den Kindern und Jugendlichen aus den Regensburger Trachtenvereinen gestaltet wurde, hatte die IG zusammengestellt. Carolin Glast, Vorsitzende der Regensburger Trachtenjugend, war erfreut über den voll besetzten Saal. Die Besucher ab einem Jahr bis zum Seniorenalter waren begeistert. Manche der Kleinsten sangen und tanzten zum ersten Male vor großem Publikum. Die „Almis“ Fabian (Steirische), Laura (Geige), Manuel (Blockflöte) und Anton (Querflöte), so nennt sich die Nachwuchsformation der Stubenmusi von Almrausch Stamm, hatten den Premierenauftritt.

Beim Auftanz zur Eröffnung mischten schon die Kleinsten mit. Die Moderation übernahm Juliane Glas mit Co-Moderatorin Paula Fischer, beide Alpiner Stamm. Paula beendete alle Anmoderationen mit den Worten: „A guade Unterhaltung. Seid’s staad.“ Natürlich tanzte und musizierte sie auch mit. Kikeriki, Siebenschritt, Trampelpolka wurden gezeigt. Solisten und Gruppen waren gesanglich und instrumental zu hören. Der ganze Saal wurde zum Mitsingen motiviert. Zum Abschluss zeigte der Almrausch Stamm mit seiner Miesbacher Tracht den Ruhpoldinger Plattler. Der Verein ist der einzige, der im Stadtgebiet plattelt. Auch der Jüngste im Saal, ein Einjähriger, schon zünftig in Lederhose gewandet, versuchte es. Die dreijährige Anna tanzte bei den Volkstänzen fleißig mit.

Ein Projekt der Stadt

Romy, Schülerin der 8. Klasse aus der Burgweintinger Otto-Schwerdt-Mittelschule, war begeistert. Die junge Dame war im Rahmen Youngagement dabei, einem Projekt der Stadt. Die Heranwachsenden können in den Regensburger Vereinen deren Innenleben kennenlernen. Das Youngagement dauert 50 Stunden. Vor 15 Jahren wurde es ins Leben gerufen. Am Ende gibt es ein Zertifikat für die Schule. Romy unterstützt die Jugendleiterin vom Regensburger Stamm.

„Aus meiner Schule machen acht Mitschüler bei diesem Projekt bei verschiedenen Vereinen mit. Am liebsten hätte ich auch Dirndl angezogen. Aber so schnell war eines in der passenden Größe nicht vorhanden. Es macht Spaß, wahrscheinlich will ich weitermachen“, sagt sie. Begonnen hatte der Tag mit einer Messe in St. Josef Reinhausen.

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