MyMz
Anzeige

Dialog

Pfarreiengemeinschaft startet mit Elan

St. Josef Reinhausen und Mariä Himmelfahrt sind nun gemeinschaftlich verbunden. In Sallern wurden erste Neuerungen erläutert.
Von Daniel Steffen, MZ

Stadtpfarrer Josef Eichinger (M.) aus Reinhausen übernimmt nun auch die Seelsorge für die Pfarrei Sallern. Gemeinsam mit Gemeindereferent Berthold Pirzer (4. v.r.) stellte er sich den Sallerner Senioren vor.
Stadtpfarrer Josef Eichinger (M.) aus Reinhausen übernimmt nun auch die Seelsorge für die Pfarrei Sallern. Gemeinsam mit Gemeindereferent Berthold Pirzer (4. v.r.) stellte er sich den Sallerner Senioren vor. Foto: Steffen

REINHAUSEN. „Mutter“ und „Tochter“ sind seit dem 1. September wieder vereint. Nun gelte es, diese Verbindung mit Leben zu füllen, sagte Pfarrer Josef Eichinger. Anlässlich der neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft Reinhausen/Sallern stattete er zunächst den Senioren in Sallern einen Besuch ab, um über Möglichkeiten der Kooperation zu sprechen.

Keinesfalls gehe es darum, dass „der eine den anderen einnimmt“, stellte er im Sallerner Pfarrheim vor rund 60 Gästen klar. Als älteste Pfarrei im Stadtnorden komme Mariä Himmelfahrt in Sallern die Rolle der „Mutter“ zu. So gehen die Wurzeln der Pfarrei auf das 12. Jahrhundert zurück. Der enorme Bevölkerungszuwachs Anfang des 20. Jahrhunderts machte es notwendig, in Reinhausen eine eigene Pfarrei zu gründen. Das war 1912 der Fall.

„Der Kreis schließt sich“

Nun schließe sich der Kreis wieder, sagte Eichinger. Die aktuelle Zahl der Pfarrei-Mitglieder bezifferte er auf 4600 Katholiken in St. Josef und 1600 Katholiken in Sallern. „Das sind zusammen 6200 Katholiken. Für sie alle bin ich als Stadtpfarrer zusammen mit Vikar P. Alex und unserem Gemeindereferenten Berthold Birzer verantwortlich.“

Darüber hinaus helfe Prälat Hans Strunz, der in den Ruhestand getreten ist, im Pfarrteam mit. Birzers Aufgabe indes sei vornehmlich die Jugendarbeit in beiden Pfarreien.

Bevor die Pfarreiengemeinschaft gegründet wurde, habe es mehrere Gespräche zwischen beiden Pfarrgemeinderäten gegeben, sagte Eichinger. Diese seien durchweg positiv verlaufen, ferner habe man „viele Dinge beschließen“ können.

Eine neue Gottesdienstordnung

So etwa eine neue Gottesdienstordnung. Während in St. Josef Reinhausen die Sonntagsmesse um 9 Uhr entfällt, gibt es in Sallern am Sonntag nur noch die Messe um 9 Uhr. Die beiden verbliebenen Sonntags-Gottesdienste in Reinhausen beginnen wie gewohnt um 10.30 Uhr und um 17.30 Uhr. Ferner wurde in Sallern die Frühmesse von Montag auf Dienstag 9 Uhr verlegt, teilte Eichinger mit. „Wir haben versucht, die Änderungen so klein wie möglich zu halten.“

Dass die Neugier aufeinander in beiden Pfarreien groß sei, machte er anhand der Gottesdienste aus. „Ich habe an einem Ferienwochenende noch nie so viele Gläubige in der Kirche gesehen wie jetzt in Reinhausen und Sallern“, sagte Eichinger.

Besonders für den Jugendbereich schweben Eichinger frische Ideen vor. „Ich habe vor, den Sallerner Kindergarten mit in den Gottesdienst einzubinden“, sagte er. Geplant sei ebenso, dass die Ministranten beider Pfarreien sich zusammen auf Tour begeben.

Für die Pfarrei-Ausflüge und die Seniorenfahrten gelte dasselbe. „Die Gemeinschaft müssen wir jetzt stärken“, appellierte der Pfarrer an die Sallerner Senioren. „Wenn wir diesen Weg als Christen gemeinsam gehen, dann wird uns Christus sicher auf den rechten Weg führen“, sagte Pfarrer Eichinger.

Gemeindereferent Berthold Birzer stellte sich im Pfarrheim ebenfalls vor. Der 48-jährige dreifache Vater übernimmt ab dem kommenden Schuljahr in den dritten Klassen der Grundschule Sallern den Religionsunterricht.

Ein Logo für die Pfarreiengeminschaft gibt es bereits, ebenso einen gemeinsamen Pfarrbrief, in dem sowohl die Termine in Reinhausen als auch in Sallern eingetragen sind. Beide Pfarrgemeinderäte bleiben zunächst unverändert bestehen.

Weitere Nachrichten aus Regensburg lesen Sie hier!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht