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Diskussion

Reichen die Plätze in Klassenzimmern?

Viele Schwabelweiser beschäftigt der Zuzug von Familien in ihrem Stadtteil und die Konsequenzen bei der Betreuung.
Von Curd Wunderlich, MZ

Die Schule in Schwabelweis ist derzeit einzügig ausgelegt, es gibt also in jeder Jahrgangsstufe nur eine Klasse. Um alle 44 Kinder aufzunehmen, die nächstes Jahr eingeschult werden, brauche es aber zwei erste Klassen. Foto: Steffen
Die Schule in Schwabelweis ist derzeit einzügig ausgelegt, es gibt also in jeder Jahrgangsstufe nur eine Klasse. Um alle 44 Kinder aufzunehmen, die nächstes Jahr eingeschult werden, brauche es aber zwei erste Klassen. Foto: Steffen

Regensburg.Schwabelweis wächst. Mehrere Neubaugebiete im nördlichen Regensburger Stadtteil sorgen dafür, dass zu den derzeit knapp 2200 Einwohnern in absehbarer Zeit einige hinzukommen dürften. Mit auferlegten Quoten sorgte die Stadt dafür, dass unter den Zuziehenden auch viele Familien mit Kinder sind. Den alteingesessenen und neuen Schwabelweisern brennt deshalb eine Frage unter den Nägeln: Reichen die Plätze in der örtlichen Grundschule im kommenden Schuljahr aus? Und wie sieht es mit der Kinderbetreuung nach dem Unterricht aus? Und was ist mit genügend Kindergarten- und Krippenplätzen?

Um diese Fragen drehte sich ein Großteil der Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung für Schwabelweis und die Gesamtstadt am Dienstagabend in der Turnhalle der Grundschule Schwabelweis. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hatte zunächst aktuelle Zahlen und Projekte der Stadt präsentiert. So habe die Verschuldung pro Kopf Ende 2016 bei 903 Euro gelegen und solle trotz stetiger Investitionen weiter sinken. Dass das möglich sei, liege auch an der rekordverdächtigen Arbeitslosenquote von derzeit rund 2,6 Prozent und den damit verbundenen hohen Steuereinnahmen.

44 Erstklässler im Jahr 2018?

Zur Sanierung der Steinernen Brücke vermeldete die Bürgermeisterin, dass deren Sanierung Ende des laufenden Jahres abgeschlossen werde. Im Juni 2018 soll es ein Brückenfest geben, bei dem auch die „Rückkehr des Bruckmandls“ gefeiert werden soll.

Die Turnhalle der Grundschule Schwabelweis war bei der Bürgerversammlung gut gefüllt. Foto: Wunderlich
Die Turnhalle der Grundschule Schwabelweis war bei der Bürgerversammlung gut gefüllt. Foto: Wunderlich

Anstehende Projekte in Schwabelweis seien unter anderem die Neuanschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs für die dortige Feuerwehr im kommenden Jahr und die Erneuerung der Außenanlage der Grundschule im Jahr 2019.

Doch dass diese Erneuerung alleine die Schule wohl nicht ausreichend zukunftsfähig mache, verdeutlichte Rektor Stefan Würdinger in einer Anfrage. Seine Schule sei derzeit einzügig ausgelegt, es gebe also in jeder Jahrgangsstufe nur eine Klasse. Derzeit gebe es in Schwabelweis aber 44 Kinder, die zum kommenden Schuljahr eingeschult werden könnten. Um die alle aufzunehmen, brauche es zwei erste Klassen. Und durch die vielen Zuzüge könne es sein, dass auch eine zweite dritte Klasse für das Schuljahr 2018/19 notwendig werde. Er wollte wissen, wie die Stadt plane, um den dafür erforderlichen Platz zur Verfügung stellen zu können. Vom Schulamt hieß es, dass Notfallpläne seien, Klassen an andere Schulen zu verlagern. Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer versprach Lösungen, bei denen die Kinder „nicht meilenweit fahren“ müssen.

Viele Eltern waren mit diesen Antworten nicht zufrieden. Schon im laufenden Schuljahr seien zusätzliche Räume in Containern zu spät zur Verfügung gestellt worden, bemängelte eine Mutter. Dieser Fehler solle nicht wiederholt und rechtzeitig mit der Planung begonnen werden.

Skateranlage soll bald kommen

Ebenso die jüngsten Schwabelweiser betrafen eine Reihe anderer Anfragen. Eltern wünschen sich mehr Betreuungsstellen nach der Schule. Die Mittagsbetreuung an der Schule selbst reiche nicht aus, da sie nicht in den Ferien stattfinde. Das sei für Berufstätige schwierig zu organisieren. Das neue Kinderhaus mit 24 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen wird vielen Eltern mit 2019 zu spät fertig. Einige befürchten zudem, dass es nicht ausreichen würde bei der großen Menge neu zuziehender Familien.

Stadtteilkümmerer Günter Edel fragte nach, wann die zugesicherte neue Skateranlage für Schwabelweis komme. Hier konnte das Gartenamt vermelden, dass die Bauarbeiten Anfang 2018 starten könnten – wenn denn eine ausführende Firma gefunden werde. Für Kritik sorgte, dass der neue Spielplatz im Grüngürtel des Neubaugebiets nördlich der Donaustaufer Straße erst 2021 realisiert werden soll. Hierzu wies Maltz-Schwarzfischer jedoch darauf hin, dass dies von Anfang an so geplant gewesen sei.

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