MyMz
Anzeige

Umbau

Schwabelweiser Kirche erstrahlt neu

Seit März wurde in St. Georg an allen Ecken und Enden gearbeitet. Für 1,5 Millionen Euro erfuhr die Kirche eine Erneuerung.
Von Martina Groh-Schad

Weihbischof Dr. Josef Graf während der Messe: Foto: Michael Alkhofer
Weihbischof Dr. Josef Graf während der Messe: Foto: Michael Alkhofer

Regensburg.Das Schwert von St. Georg, mit dem er den Drachen tötet, glänzt in Gold. Über den Kirchenbänken hat die Figur des Namensgebers des Gotteshauses in Schwabelweis seinen neuen Platz gefunden. Neun Monate wurde in der Kirche an allen Wänden, Böden und Heiligenfiguren gearbeitet und die Gläubigen mussten mit Pfarrer Michael Alkofer ins Gemeindehaus ausweichen. Am Sonntag feierte die Gemeinde die Weihe des neuen Altars durch Weihbischof Dr. Josef Graf und zog zurück in ihr Gotteshaus, das in neuem Glanz erstrahlt.

Innenraum ist heller als früher

„Wer die Kirche von früher kennt, dem wird auffallen, dass sie nun viel heller ist“, sagt Alkofer. Der 42-Jährige ist seit 2012 Pfarrer der rund 1500 Mitglieder zählenden Gemeinde. Alle Wände wurden gestrichen, es gibt neue Lampen, die goldenen Verzierungen an den Heiligenfiguren wurden erneuert, die Wandbilder und Deckenmalereien saniert und der gesamte Altarraum erneuert. „Besonders sticht der neue Altar ins Auge“, sagt Alkofer. Nach einem Wettbewerb entschied man sich hier für eine runde Variante, die den Pfarrer an den oberen Teil eines Kelches erinnert. Für den Architekten Michael Feil, der die gesamte Projektplanung inne hatte, ist der neue Altar eine perfekte Ergänzung in der Kirche. „Er passt sehr gut zu dem runden Deckenbild über dem Altar“, erklärt er. „Zudem schließt auch das Bild am Hochaltar gerundet ab.“

Insgesamt sei der Altarraum abgesenkt und damit eine Maßnahme aus den 1970er Jahren rückgängig gemacht worden. „Der Altarraum wurde so auf den Zustand der Erbauung rückgeführt“, erklärt Feil. „Der Priester wirkt so näher an der Gemeinde.“ Darüber hinaus wurde ein neues Ambo für die Wortverkündigung eingebaut, das vom Design und der Farbe mit dem neuen Altar in Weiß harmoniert. Neu gestaltet wurde auch der Taufbereich und es gibt einen neuen Beichtstuhl. Viele Bilder und Figuren haben andere Plätze in der Kirche gefunden. „Es ist aber noch alles da“, erklärt Alkofer. Im Mittelpunkt aller Arbeiten stand der Gedanke, den barocken Stil der Kirche stärker hervortreten zu lassen.

Neu gestaltet wurden auch die Sakristei und der darüber liegende Raum für die Ministranten. Es wurde eine Heizung eingebaut und die Stromleitungen erneuert. „Die Leitungen waren noch aus den 1950er Jahren“, sagt Alkofer. „Das war dringend nötig.“ Nun können das Licht sowie die Glocken der Kirche von der Sakristei zentral ein- und ausgeschaltet werden.

Archiv

Das wird aus Regensburger Christbäumen

Nach dem Fest verschwinden die Bäume langsam aus den Wohnzimmern. Doch damit ist ihr Dienst noch lange nicht getan.

Lange Planungsphase

Pfarrer Michael Alkofer freut sich auf Gottesdienste in der rundum erneuerten Kirche.  Foto: Martina Groh-Schad
Pfarrer Michael Alkofer freut sich auf Gottesdienste in der rundum erneuerten Kirche. Foto: Martina Groh-Schad

Die Planung der Baumaßnahme zog sich über mehrere Jahre hin und begann bereits im Jahr 2009. Während die Außenrenovierung bis 2012 abgeschlossen wurde, dauerte es noch mehrere Jahre, bis die Innenrenovierung in Angriff genommen werden konnte. Gründe waren der Bau des neuen Pfarrhauses 2013, unterschiedliche Meinungen zur Neugestaltung der Kirche und Überlegungen rund um den Denkmalschutz. „An vielen Stellen waren die Wände schon sehr düster“, erinnert sich Alkofer. Als die Sanierung schließlich genehmigt wurde, ging alles sehr schnell. „Die größte Herausforderung war die Kürze der Bauzeit und die Koordination der Arbeiten“, erklärt Feil. Zwischenzeitlich waren bis zu sechs verschiedene Firmen gleichzeitig am Werk. Hinzu kam, dass man bis Weihnachten fertig werden wollte. Zur Kindermette am 24.12. um 16 Uhr und zur Christmette um 22 Uhr rechnet Alkofer mit einem vollen Haus.

Insgesamt kostete die Innenraumsanierung 1,5 Millionen Euro. Etwa die Hälfte des Betrages wurde von der Diözese getragen. Die andere Hälfte konnte die Gemeinde selbst finanzieren. „Mein Vorgänger hatte im Hinblick auf die Sanierung bereits Rücklagen gebildet“, sagt Alkofer. Zudem habe er Spenden sammeln können. Nun hofft der Geistliche, dass der neue Glanz der Kirche viele Gläubige ins Haus locken wird, um gemeinsame Gottesdienste zu feiern.

Weitere Nachrichten aus Regensburg finden Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht