MyMz
Anzeige

Planung

Brücke zum Grieser Spitz soll kommen

Ein Anwohner im Regensburger Stadtteil Stadtamhof machte seinem Ärger über den geplanten Fahrradsteg Luft – und blitzte ab.
Von Daniel Steffen, MZ

Vom Grieser Spitz aus betrachtet: Der geplante „Holzgartensteg“ würde im mittleren Bereich des Reinhausener Damms den Regensburger Norden mit Stadtamhof verbinden.
Vom Grieser Spitz aus betrachtet: Der geplante „Holzgartensteg“ würde im mittleren Bereich des Reinhausener Damms den Regensburger Norden mit Stadtamhof verbinden. Fotos: Steffen

Regensburg.„Wenn der Holzgartensteg machbar ist, dann kommt er auch.“ Bezüglich einer Fuß- und Radfahrverbindung zwischen dem Stadtnorden und der Altstadt hat OB Joachim Wolbergs eine klare Vorstellung. Er plädiert für eine Querung über die Donau, schließlich hätten ihn alle Radfahrverbände dazu gedrängt. Auch im Stadtrat sei man sich weitgehend einig, machte er bei der Bürgerversammlung für den Bezirk Stadtamhof deutlich. Reger Beifall in der eher spärlich besuchten Turnhalle der Gerhardinger-Schule zeugte von einer Zustimmung für das Projekt.

Walter Cerull, Vorstand der „Donauanlieger“, hatte zur Verblüffung einiger Stadtamhofer eine Kehrtwende eingelegt und sich nun gegen das Bauvorhaben gewendet. Er argumentierte damit, dass alleine die Rampe zum Steg seiner Berechnung nach rund 120 Meter lang sein würde und die Brücke „mindestens vier Meter hoch und breit sein“ müsse. Das würde das Bild am Grieser Spitz doch sehr beeinträchtigen. Auch die Zweckmäßigkeit solch einer Brücke zweifelte Cerull an, zumal sie auf Reinhausener Seite „ins Nichts“ führe.

Der Grieser Spielplatz bietet den Kindern zu wenig Platz, meint ein Anwohner, der auf die wachsende Bevölkerung verweist.
Der Grieser Spielplatz bietet den Kindern zu wenig Platz, meint ein Anwohner, der auf die wachsende Bevölkerung verweist.

„Spielplatz muss erweitert werden“

In die Bürgerversammlung brachte Cerull noch eine Reihe weiterer Anregungen ein. Unter anderem ging es ihm um den Grieser Spielplatz, den Cerull gern erweitert hätte.

Seiner Auffassung nach sei der Spielplatz immer voll von Kindern – und da reichten die bestehenden Spielgeräte nicht aus. Zumindest solle der Spielplatz mit einem zweiten Sandkasten und einem neuen Klettergerüst ausgestattet werden, forderte Cerull, der der Auffassung ist, dass solch eine Maßnahme flott zu machen sei.

Dem widersprach Gartenamtsleiter Hans Dietrich Krätschell vehement. „Einen Spielplatz kann man nicht so einfach vergrößern.“ Es gebe stapelweise Regelwerke und Normen, was die Sicherheit angeht. Zudem brauche es Abstands- und Sicherheitsflächen, argumentierte er. Darüber hinaus gehöre das Grundstück dem Freistaat, von dem die Stadt eine Genehmigung einholen müsse. „Für einen Ausbau wären mehrere 10 000 Euro fällig.“

Seinen Frust ließ ein Anwohner aus der Salzgasse heraus. Warum sich die Stadt nicht um die Straße kümmere, bemängelte er. Wohl wissend, dass es sich um eine private Straße handelt, prangerte er die vielen Schlaglöcher an. Zudem störte er sich daran, dass dort das Parken verboten sei, obwohl es sich um eine öffentlich zugängliche Straße handele.

Wildparker in Stadtamhof

  • Wildparker:

    Bezüglich des „Wildparkens“ am Brückenbasar in Stadtamhof versprach der OB eine rasche Lösung. So sollen dort – im Zuge des Möblierungskonzepts für die Altstadt – vier Bänke aufgestellt werden, damit die Aufenthaltsqualität gesteigert werde.

  • Geschäftsleute:

    Vorher gelte jedoch, mit den örtlichen Geschäftsleuten zu sprechen – unter anderem wegen des Anlieferverkehrs und der Kunden, die in Geschäftsnähe einen Parkplatz suchen. (mds)

Lösung erst mit Hochwasserschutz

Tiefbauamtsleiter Peter Bächer konnte so schnell keine Abhilfe versprechen. Im Zuge des geplanten Hochwasserschutzes in Stadtamhof wolle die Stadt jedoch die Möglichkeiten ausloten. Dies werde sich aber noch zwei bis drei Jahre hinziehen, wenn die Baumaßnahme in Angriff genommen werde.

Die möglichen Filial-Schließungen der Sparkasse in Stadtamhof und Steinweg kamen ebenso zur Sprache. Warum diese geplant seien, wollte ein Anwohner wissen. OB Wolbergs, der kraft Amtes auch Vorsitzender des Sparkassen-Aufsichtstrats ist, begründete: „Viele Filialen rechnen sich heute nicht mehr.“ Das liege einerseits daran, dass viele Kunden heute primär das Online-Angebot nutzen. Andererseits „macht den Sparkassen und den Genossenschaftsbanken der Niedrigzins zu schaffen“, sagte Wolbergs.

Der OB räumte ein, dass die Schließung noch nicht hundertprozentig sicher seien. Eine Geldautomaten-Lösung sei in Stadtamhof sehr wahrscheinlich – und einige ältere Menschen würden „im Zweifelsfall privat betreut“.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht