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Versorgung

Gashochdruckleitung unter dem Regen

Die Rewag hat nahe der Frankenbrücke in Regensburg auf einer Strecke von 200 Metern einen Gasschlauch in dem Fluss verlegt.

Der Gas-Hochdruckschlauch wird in den Düker eingebracht. Foto: Tino Lex
Der Gas-Hochdruckschlauch wird in den Düker eingebracht. Foto: Tino Lex

Regensburg.Als Gasversorger ist die Rewag nicht nur dafür zuständig, ihre Kunden zuverlässig zu beliefern. Sie muss auch gewährleisten, dass die Versorgungsleitungen sicher und geschützt sind. Muss so eine Gasleitung einen Fluss überwinden, wurde das bislang oft mittels Leitungen an Brücken gelöst. Ein Unfall an der Regensburger Protzenweiherbrücke am Regen hat gezeigt, dass diese Methode risikobehaftet ist. Am 13. März 2008 hatte ein niederländisches Frachtschiff, dessen Ladekran nicht vollständig eingefahren war, die Gasleitung an der Brücke zerstört, dadurch eine Gas-Explosion ausgelöst und einen Schaden von rund 3,5 Millionen Euro verursacht der bis heute die Gerichte beschäftigt.

Was sich bei der Trinkwasserversorgung bewährt hat, wurde nun auch bei der Gasversorgung umgesetzt, wie die Rewag in einer Pressemitteilung informiert. Vom Busparkplatz in der Bäckergasse zur Thurnknopfstraße untertunnelt nun auf einer Strecke von 200 Metern ein weiterer Düker den Regen. In diesen haben die Experten vergangene Woche die neue Gashochdruckleitung eingeführt. Die Rewag greift hier auf ein innovatives Verfahren der Firma Rädlinger prims line GmbH aus Cham zurück.

Zunächst wurde mittels eines sogenannten Spülbohrverfahrens der Tunnel für den Düker gebohrt und dieser verlegt. In den Düker kam nun vergangene Woche ein Hochdruck-Gasschlauch der innen mit modifiziertem thermoplastischem Polyurethan (TPU) beschichtet ist. Diese Beschichtung ist speziell für Gashochdruckleitungen geeignet.

Ein Vorteil der Kombination aus Düker und TPU-Schlauch besteht darin, dass Kosten und Zeit gespart werden. Gashochdruckleitungen werden gewöhnlich aus Sicherheitsgründen in Stahlrohren verlegt. Bei einer Flussunterquerung ist das schwierig. Dadurch, dass Stahl nur bedingt gekrümmt werden kann, wäre die zu überwindende Strecke sehr lang. Kein Problem bei einem Düker aus Kunststoff. Mit der aktuellen Methode fallen nur wenige Grabungsarbeiten an. Das bedeutet, dass weniger in Natur und Infrastruktur eingegriffen werden muss.

Rund 550 000 Euro investiert die Rewag in diese Baumaßnahme und damit in die Versorgungssicherheit.

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