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Volksfest

Maidult nimmt allmählich Gestalt an

Die Vorbereitungen laufen: Geisterschloss-Chef Kunz tüftelt gruselige Attraktionen aus, Festwirt Glöckl baut eine neue Küche.
Von Daniel Steffen, MZ

Das Riesenrad steht zwar schon, dreht sich aber noch nicht. An den Fahrgeräten der Maidult wird derzeit tüchtig gewerkelt.
Das Riesenrad steht zwar schon, dreht sich aber noch nicht. An den Fahrgeräten der Maidult wird derzeit tüchtig gewerkelt. Fotos: Steffen

Regensburg.Der Countdown läuft – und die Maidult wächst und wächst. Gut eine Woche vor der offiziellen Eröffnung füllen sich auf dem Festgelände am Oberen Wöhrd die Reihen. Das Fischzelt von Otto Maier steht bereits, einige Würstlbuden und Süßwarenstände haben ihren zugeteilten Platz eingenommen. In den beiden Festzelten wird derweil fleißig geklopft, ihr Innenleben nimmt allmählich Gestalt an. Von Stress und Hektik keine Spur, doch das könnte in ein paar Tagen schon ganz anders aussehen. Erfahrungsgemäß reisen einige Schausteller erst kurz vor Festbeginn an, um dann ein paar Extraschichten einzulegen, damit bis zum Beginn alles steht.

„Nur keine Hektik“, sagt sich indes Andreas Kunz. An seinem „Geisterschloss“ will gut Ding Weile haben, schließlich tüftelt er hie da noch ein paar Extras aus. „Interaktive, amerikanische Effekte“, wie er sagt.

Nur keine Langeweile

Schließlich müsse man ja seinen Kunden immer mal was Neues bieten. Zum Beispiel Zombies, die durch einen Bretterverschlag dringen und den Fahrgästen einen ordentlichen Schreck verpassen sollen. Dank neuer Multimedia-Technik soll die Szene so echt wie möglich aussehen. Aber noch ist Andreas Kunz dabei, das Ganze zu programmieren. Mit der 250 Meter langen Geisterbahn-Strecke muss er sich nicht mehr abmühen. Die Schienen sind bereits montiert.

Am Nachmittag, da darf die Arbeit für eine Weile ruhen. Sohnemann Alexander hat Geburtstag – und der soll im Familienkreis ordentlich gefeiert werden. Vor exakt einem Jahr wurde der Bub geboren – ein echtes „Dult-Baby“, wie der stolze Vater sagt.

Festwirt Alfred Glöckl schaut derweil in seinem Zelt nach dem Rechten. Auf den ersten Blick wird klar: Hier hat sich so einiges getan. Nagelneu ist zum Beispiel die Küche, die Glöckl um gut 15 Quadratmeter verkleinern ließ. Dies aus dem Grund, damit das Dult-TV-Studio ganz vorn im Zelt Platz bekommt. „Klar kosten die Sendungen eine Stange Geld. Dafür ist das mal was anderes“, sagt Alfred Glöckl. Er steht voll hinter dem Projekt, das auf der Maidult in die dritte Runde geht.

In unserer Fotostrecke gibt es mehr Bilder vom Dultaufbau:

Regensburger Maidult wächst und wächst

Die Domspitzen müssen weichen

An der Küche wird derweil fleißig gewerkelt. Ein Regensburg-Panorama thront über der neuen Holzfront. Die Domspitzen, so bedauert Glöckl, müssen leider unten bleiben: Sie sind zu hoch für den Aufbau, der sich denkbar knapp unter der Decke befindet.

Ansonsten gibt es in puncto Hygiene einige Neuerungen: „Die Lampen sind alle in die Decke eingebaut – und die Kabel hängen nicht mehr von oben herab.“ Die Leitungen verlaufen nun alle unterhalb des Küchenbodens, erklärt Glöckl. Auch hat er große Teile des Zeltbodens ausgewechselt, ferner gibt es neue Tischdecken für die rund 400 Tische. In den nächsten Tagen geht es in den Endspurt: Schreiner, Dekorateure, Techniker und Elektrikern haben dann Hochkonjunktur.

Erwin Pointinger ist bereits mittendrin beim Aufbau. Klar wird es der gestandene Musiker mit seinen „Heckflossen“ auf der Bühne im Hahn-Zelt wieder krachen lassen, doch muss die Bühne erst einmal stehen. Und genau das ist nun sein Job. Als selbstständiger Veranstaltungstechniker kümmert er sich um die komplette Licht- und Tontechnik im Zelt.

Auf Mittelbayerische Maps gibt einen Überblick über die Maidult:

Das Innere des 2200 Quadratmeter großen Hahn-Zelts füllt sich allmählich. Der Kraxelbaum in der Mitte steht schon – und ein großer Lichterkranz mit echten Hopfenpflanzen ist als neuer Hingucker fest unter der Decke montiert. Die rund 300 Biertisch-Garnituren werden nächsten Montag geliefert, verrät ein Arbeiter.

Weitaus gemächlicher geht es bei „Warendultler“ Erich Biller zu. Mit nackter Brust genießt er den Sonnenschein und macht sich in aller Seelenruhe daran, das Pagodenzelt seines Gewürzstandes aufzubauen. „Mit vier Mann ist der Aufbau in gut vier Stunden fertig“, sagt er. Am Dienstag will er die Ware einräumen. Und hofft, dass das Wetter auf der Maidult „so schön bleibt wie jetzt“.

Dult startet am 13. Mai

  • Termin:

    Die Regensburger Maidult findet in diesem Jahr vom 13. bis zum 29. Mai statt. Die Vergnügungsdult ist dann täglich von 13 bis 23 Uhr – und die Warendult von 11 bis 22 Uhr geöffnet.

  • Festzug:

    Am 13. Mai um 17 Uhr setzt sich in der Maximilanstraße der Eröffnungs-Festzug in Bewegung. Zahlreiche Ehrengäste, Musikkapellen, Trachtenvereine sowie die Brauereien mit ihren Pferdegespannen sind dann mit von der Partie. Den Fassanstich nimmt OB Wolbergs um 18.30 Uhr im Hahn-Zelt vor. (mds)

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