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Musik

Mundart-Festival steigt am Wochenende

Beim 17. Mundart-Festival am 1. und 2. Juni wird Stadtamhof zur Bühne. Von Wirtshausmusik bis Reggae ist (fast) alles dabei.

Monika Zöchling präsentiert beim Mundart-Festival in Stadtamhof eine Melange aus Wienerlied, Chanson, Blues und Jazz.Foto: fretless
Monika Zöchling präsentiert beim Mundart-Festival in Stadtamhof eine Melange aus Wienerlied, Chanson, Blues und Jazz.Foto: fretless

Regensburg.Das Mundart-Festival geht am 1. und 2. Juni in die 17. Runde. Der neue Spitalmeister Wolfgang Lindner unterstützt die Musikveranstaltung auf dem St. Katharinenplatz in Stadtamhof ebenso wie sein Vorgänger Willi Koller, der Ende 2018 in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Und so lädt heuer wiederum die Spitalbrauerei zusammen mit der „MundArtAgeh“ vor den Toren des Spitalgartens zum Traditionsfestival ein.

Darüber hinaus belebt der neue Spitalmeister das Brauereifest der Spitalbrauerei wieder – mit traditioneller bayerischer Wirtshausmusik. Es startet ebenfalls am 1. Juni, bereits ab 14.30 Uhr auf dem St. Katharinenplatz. So können die Besucher an diesen beiden Tagen noch länger die Atmosphäre des Platzes vor der Kirche und dem Wirtshaus genießen. Die legendäre Intimität des Platzes und der Bühne sowie die Nähe von Künstler und Publikum bieten wie immer ideale Rahmenbedingungen für diesen Musik-Spielplatz mit seinem fast dörflichen Charakter. Das Festival bietet wieder die typische Mischung von laut und leise, besinnlich und groovig, ergänzt um traditionelle Klänge.

Kabarett und Liedermacherei

Start ist am Samstag um 14.30 Uhr mit dem Spitalbrauereifest mit traditioneller Wirtshausmusik, Bier und Schmankerln. Das Programm des Mundart-Festivals beginnt um 17:30 Uhr mit Wolfgang Berger, auch der Fälscher genannt. Er schaut den Menschen aufs Maul und verarbeitet das zu einer gesunden Mischung aus Kabarett und Liedermacherei. Neben aktuellen Stücken holt der Fälscher immer auch das Eine oder Andere aus der Vergangenheit für eine Art Best-of-Programm heraus. Weiter geht’s ab 18.30 Uhr mit Alex Mukke. „Kumma zamm“ ist seine Message. Musikalisch bewegt er sich in verschiedensten Stilrichtungen, aber immer steht seine Gitarre im Mittelpunkt – von Punkrocksongs, über Rock-Hymnen bis hin zu Easy-Listening-Feel-Good-Stücken.

Die Bands

  • Samstag:

    Um 14.30 Uhr beginnt das Spitalbrauereifest mit traditioneller Wirtshausmusik; 17.30 Uhr Wolfgang Berger; 18.30 Uhr Alex Mukke; 19.30 Uhr Chango; 20.30 Uhr Coitus Interius

  • Sonntag:

    14.30 Uhr Heike & Susi; 15.30 Uhr Tom Schmid und sei „Feine Bagage“; 16.30 Uhr Monika Zöchling; 17.30 Uhr Nattastoy; 18.30 Uhr Lukascher

Es folgt um 19.30 Uhr Chango mit Mundart-Noise und Chango-Beat – Stoner Rock aus dem Salzkammergut, der mit originellen Texten, ausgefallenen Arrangements und famosen Kompositionen punktet, originell, abwechslungsreich und einfach anders. Den Samstagbeschließen um 20.30 Uhr Coitus Interius, eine Band, tief in den musikalischen Nihilismus abgerutscht, lediglich hoffend, dass ihre Kunst, ein Ausdruck unablässigen Haderns mit der Gesellschaft im ständigen Konflikt mit dem eigenen Gewissen und in der Suche nach einem Platz in dieser kalten Welt, zumindest nach ihrem Ableben Anerkennung findet.

Am Sonntagnachmittag geht das Mundart-Festival um 14.30 Uhr mit Heike&Susi los, zwei Frauen mit wahnsinniger Freude an der Musik. Sie selbst ordnen sich irgendwo zwischen Unplugged, Akustik, Rock, Country und Bayerisch ein. Um 15.30 Uhr folgt ihnen Tom Schmid und sei „feine Bagage“. Der bayerische Liedermacher, Blues- und Folkmusiker und Balladenschreiber präsentiert geradlinige, authentisch-kräftige, bayerische Songs über das Leben – gut verpackt in deftigen Polkas, traurigen Balladen oder astreinem Rock ’n’ Roll. Monika Zöchling überzeugt um 16.30 Uhr ihr Publikum mit einer Melange aus Wienerlied, Chanson, Blues und Jazz. Musik, die berührt, aber auch den Humor nicht außen vor lässt.

Powerrock gegen Rassismus

Die nächste Band um 17.30 Uhr, Nattastoy, charakterisiert sich selbst als Liveband zwischen groovigem Powertrio-Rock und bluesrockigen Gitarrensoli, unterlegt von originellen Grooves am Schlagzeug. In Mostviertler Mundart stellen sie sich gegen Ungerechtigkeit, Hetze und Rassismus, obwohl sie sich selbst nicht als politische Band bezeichnen.

Zum Ende des 17. Mundart-Festivals am Sonntag fragt sich Lukascher um 18.30 Uhr, „warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?“. „Regional“ wird bei ihnen zu „Reggaeonal“ und der neue Blick nach innen, zu seinen eigenen Werten offenbart, dass Besinnung nicht gleich Ruhe bedeutet, sondern sich auch in jeder Menge tanzbarer Energie, Humor und Zeitkritik entladen kann. Dafür sorgt der St. Pöltner Mundartsänger und lässt so nicht nur jedes Reggaeherz auf dem St. Katharinenplatz höher schlagen.

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