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Verkehr

OB: Keine E-Busse über Grieser Steg

Der Regensburger Oberbürgermeister Wolbergs reagierte auf Beschwerden: „Es ist nicht gewollt, also ist das Thema beerdigt.“
Von Mathias Wagner, MZ

Auch nach einem Neubau des Grieser Stegs, werden keine Busse über die Brücke fahren.
Auch nach einem Neubau des Grieser Stegs, werden keine Busse über die Brücke fahren. Foto: MZ-Archiv/Kellermeier

Regensburg.So schnell löst sich eine Idee in Luft auf: OB Joachim Wolbergs hat am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung im Stadtteil Stadtamhof verkündet, dass auch nach einem Neubau des Grieser Stegs keine Elektro-Busse über die Brücke verkehren werden. Hintergrund seien zahlreiche Beschwerden, die ihn erreichten, nachdem das Thema öffentlich wurde.

Die Brücke muss aus statischen Gründen in den kommenden Jahren erneuert werden. „Bei einem Hochwasser kann es nämlich sein, dass es die Brücke wegreißt“, so der OB in der Bürgerversammlung. Die Feuerwehr habe ihn darum gebeten, die Brücke bei einem Neubau breiter anzulegen, damit Einsatzfahrzeuge diese Trasse zwischen der Wöhrdstraße und Stadtamhof künftig nutzen können. Aktuell plane man mit einer Breite von 6,5 Metern, so Wolbergs.

Bei Überlegungen des Arbeitskreises Altstadtbus, wie man den ÖPNV in der Altstadt attraktiver machen könnte, war der Vorschlag aufgekommen, dann auch kleinere E-Busse, welche die Stadt anschaffen will, über die neugebaute Brücke fahren zu lassen. Wolbergs hatte darauf angekündigt, diesen Vorschlag prüfen zu lassen.

Das habe jedoch zu Protesten geführt, unter anderem aus dem Kreis der Eltern von Schülern der Gerhardingerschule in der Andreasstraße. Durch die Straße wären die Busse bei einer Realisierung der Trasse gefahren. Auch Anwohnerparkplätze hätten dort wegfallen müssen.

Beim Juni-Hochwasser im Jahr 2013 stand das Wasser dem Grieser Steg buchstäblich bis zum Hals.
Beim Juni-Hochwasser im Jahr 2013 stand das Wasser dem Grieser Steg buchstäblich bis zum Hals. Foto: MZ-Archiv

„Es ist nicht gewollt, also ist das Thema beerdigt“, verkündete Wolbergs bei der Stadtamhofer Bürgerversammlung.

Als Alternative hatte die Regensburger Bundestagsabgeordnete und Stadtamhofer-CSU-Vorsitzende Dr. Astrid Freudenstein vor mehreren Wochen vorgeschlagen, künftig wieder eine ÖPNV-Linie über die Steinerne Brücke zu führen. Wolbergs erteilte dieser Idee eine Absage: „Das geht nicht.“

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