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Wirtschaft

Spital braut Bio-Bier für Regensburg

Die älteste Brauerei der Stadt geht neue Wege. Nachhaltigkeit ist die Devise. Die Tragerl werden in Handarbeit gefertigt.
Von Tino Lex

Josef Wetzstein, Jürgen Huber, Wolfgang Lindner und Anton Miller stoßen auf den Erfolg des Biobieres an. Foto: Lex
Josef Wetzstein, Jürgen Huber, Wolfgang Lindner und Anton Miller stoßen auf den Erfolg des Biobieres an. Foto: Lex

Regensburg.Bier, vor allem das bayerische, wird meistens nach dem Bayerischen Reinheitsgebot gebraut. Was soll dann an einem Bio-Bier noch mehr Bio sein? Der Schlüssel liegt laut dem neuen Spitalmeister Wolfgang Lindner in der besonderen Nachhaltigkeit. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte Lindner bei Weißwürsten und Brezen das neue Bier zusammen mit Braumeister Anton Miller und Regensburgs Umweltbürgermeister Jürgen Huber vor. Mit dabei war auch Josef Wetzstein von Bioland. Die Organisation hat das Unternehmen geprüft und wird auch weiterhin prüfen, ob alle Kriterien eingehalten werden. Das beginnt bei den Mehrweg-Holzkistln für die 0,33-Liter-Gebinde. Das Holz dafür wird aus dem spitaleigenen Wald (rund 44 Hektar vor den Toren Regensburgs) gewonnen. Verarbeitet wird es von den Jugendlichen aus der Regensburger Lernwerkstatt der KJF, die diese nachhaltigen „Tragerln“ in Handarbeit fertigen.

Das „Branding“ dafür lieferte Isabell Käser von Spital. Und Mälzer Josef Herrmann hat nur wenige Minuten zur Brauerei. „Mein Ansporn ist es, dass sich Ökologie, Okönomie und soziales Gedankengut nicht mehr ausschließen dürfen“, betonte der Spitalmeister. Dies sei für ihn der Grund gewesen, mit diesem Projekt anzufangen. Doch dabei soll es nicht bleiben: Bereits jetzt heizt die Brauerei mit Hackschnitzeln, weitere energetische Maßnahmen werden folgen. An Umweltbürgermeister Huber gerichtet sagte Lindner, die Stadt solle darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll sein könne, dass die Kühlanlage von Spital vielleicht doch mit Solarpaneelen ausgestattet wird – es sei ja nicht der Salzstadl.

Auch Huber konnte der Idee etwas abgewinnen. „Wir leben in Regensburg auf der Insel der Glückseligen“, sagte er. Man habe gute Luft, ein Dach über dem Kopf und gutes Wasser, das nun durch Spital nochmals verfeinert werde. Regensburgs drei Stiftungsbrauereien seien ein Segen für die Stadt. „Für mich ist so ein Produkt ein Traum – es steht ja schon mal Mehrweg drauf“, so Huber.

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