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Flutmauer trübt die SG-Freuden nicht

Am Sportplatz der SG Walhalla baut der Freistaat einen Hochwasserschutz. Der Vereinspräsident zieht daraus mehrere Vorteile.
Von Daniel Steffen

Die im Bau befindliche Hochwasserschutzmauer entlang des Fußballplatzes der SG Walhalla hat keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Foto: Steffen
Die im Bau befindliche Hochwasserschutzmauer entlang des Fußballplatzes der SG Walhalla hat keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Foto: Steffen

Steinweg.Allenfalls einen „kleinen Umweg“ müssen die Fußballer von der SG Walhalla in Kauf nehmen, um zum Sportplatz zu gelangen. Ansonsten, so sagt Vereinspräsident Erich Büchl, bleiben sie von Einschränkungen im Spiel- und Trainingsbetrieb verschont. Mit dem Ist-Zustand auf dem Vereinsgelände hätten sie keinerlei Probleme, auch wenn dort derzeit eine Fülle von Arbeiten zu erleidigen ist.

Im Wesentlichen konzentrieren sich die Arbeiten um den Bau einer Hochwasser-Schutzmauer, die parallel zum Spielfeldrand verläuft. Auf rund 800 Quadratmetern Fläche errichtet dort der Freistaat Bayern eine Wand, die die Anwohner vor einem hundertjährlichen Hochwasser (HW 100) schützen soll. Zusätzlich entsteht längs der Mauer ein Betriebsweg, in dem bei Bedarf Wartungsarbeiten durchgeführt werden können.

Versorgungsgebäude: Im nördlichen Bereich der Mauer, unweit der Straße Am Holzhof, entsteht bis 2019 ein Versorgungsgebäude. Dort will die SG Walhalla ihre Garten- und Mähgeräte unterbringen. Für das Obergeschoss hat der Verein ein Kiosk vorgesehen.
Versorgungsgebäude: Im nördlichen Bereich der Mauer, unweit der Straße Am Holzhof, entsteht bis 2019 ein Versorgungsgebäude. Dort will die SG Walhalla ihre Garten- und Mähgeräte unterbringen. Für das Obergeschoss hat der Verein ein Kiosk vorgesehen.

32 neue Stellplätze entstehen

Büchl betont: „Diese 800 Quadratmeter große Fläche bekommen wir vom Freistaat ersetzt.“ Somit konnte sich der Verein auf einer vormalig dem Freistaat gehörenden Fläche nach Süden ausdehnen und hat vor, dort 32 Pkw-Stellplätze zu errichten. „Diese benötigen wir für unseren Sportbetrieb und andere Veranstaltungen“, sagt Büchl.

Die in Bau befindliche Hochwasser-Schutzmauer erstreckt sich über die komplette Länge des Vereinsgeländes von rund 170 Metern. An ihrem nördlichen Ende mündet sie in einen bestehenden Wall, der bereits einen natürlichen Hochwasserschutz biete.

Im südlichen Bereich der Mauer, unweit der Straße Am Holzhof, entsteht derweil ein neues Versorgungsgebäude. „Dort wollen wir unsere Garten- und Mähgeräte unterbringen. Im Obergeschoss des Gebäudes richten wir für unseren Sportbetrieb ein kleines Kiosk ein“, erklärt Büchl. Er geht davon aus, dass die Arbeiten an der Mauer bis Jahresende und solche am Versorgungsgebäude im kommenden Jahr abgeschlossen sind.

Turnhalle: Vor einem Monat feierte die SG Walhalla mit rund 200 Gästen die Einweihung der neuen Turnhalle. Diese wird jetzt umfangreich genutzt – unter anderem von der neu gegründeten Karate-Abteilung und den Ju-Jutsu-Sportlern.
Turnhalle: Vor einem Monat feierte die SG Walhalla mit rund 200 Gästen die Einweihung der neuen Turnhalle. Diese wird jetzt umfangreich genutzt – unter anderem von der neu gegründeten Karate-Abteilung und den Ju-Jutsu-Sportlern.

Wie die fertige Flutmauer aussehen wird, lässt sich ein Stück weiter südlich beobachten: Dort sind bereits weite Teile der Hochwasser-Schutzmaßnahme fertiggestellt. Es ist nur ein Teil des großen Ganzen: In seiner Gesamtheit umfasst der Hochwasser-Schutzabschnitt L Steinweg/Pfaffenstein sowohl das Nordufer des Europakanals (ab Höhe Protzenweiherbrücke bis zur Einmündung in den Regen) als auch das rechte Regenufer bis in Höhe der Köhlerstraße. Der Sportplatz der SG Walhalla dient dabei als natürliche Überschwemmungsfläche im Hochwasserfall.

Ähnlich verhält es sich bei den Sportplätzen des SV Sallern, die sich am gegenüberliegenden Ufer des Flusses Regen befinden. Von den Baumaßnahmen unberührt ist der Fußballplatz der SG Walhalla. Er ist weiter in einem tadellosen Zustand und zeigt sich in einem satten Grün. Büchl erklärt dies mit der Beregnungsanlage, die Vereinsmitglieder bereits vor 15 Jahren installiert hatten.

Viel Fleiß haben die Sportler von der SG Walhalla auch im Zusammenhang mit dem Turnhallenbau bewiesen. Um die Baukosten von 2,2 Millionen möglichst niedrig zu halten, steckten die Vereinsmitglieder „tausende Stunden ehrenamtliche Arbeit“ in das Projekt. Allein 17 Mitglieder der Ju-Jutsu-Abteilung hätten an einem Tag eine große Fläche an der neuen Halle in Eigenregie gepflastert, lobt Büchl.

Schutzmauer: Wie die Hochwasser-Schutzmauer am Sportplatz der SG Walhalla aussehen wird, lässt sich ein Stück weiter nördlich erkennen. Dort sind Teile der Mauer des Abschnitts L Steinweg/Pfaffenstein bereits fertig. Die Maßnahme soll vor einem hundertjährlichen Hochwasser schützen.
Schutzmauer: Wie die Hochwasser-Schutzmauer am Sportplatz der SG Walhalla aussehen wird, lässt sich ein Stück weiter nördlich erkennen. Dort sind Teile der Mauer des Abschnitts L Steinweg/Pfaffenstein bereits fertig. Die Maßnahme soll vor einem hundertjährlichen Hochwasser schützen.

Vor einem Monat hatte der Verein gemeinsam mit 200 geladenen Gästen die Einweihung der zweistöckigen Turnhalle gefeiert. Auf 807 Quadratmetern Fläche bietet die Halle gleich mehreren Abteilungen eine neue Heimat. So kehrte die Ju-Justu-Abteilung aus dem Gewerbepark an die Heimatadresse zurück, ebenso konnte dank der neuen Räume und auf Initiative von Jürgen Stampka eine Karate-Abteilung gegründet werden, die in nur wenigen Wochen auf 50 Mitglieder angewachsen ist.

Spaß am Hip-Hop-Tanz

Frisch ins Leben gerufen wurde ebenfalls die Sparte Hip-Hop, die für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren gedacht ist. Aktuell trifft sich die Gruppe von Monika Kurz jeden Samstag um 11 Uhr, ausgenommen davon sind die Sommerferien. Von Vorteil ist die neue Halle auch für die SG-Fußballer, die mit etwa 350 Mitgliedern die größte Abteilung des Vereins stellen: Für sie gibt es im Keller des Gebäudes Umkleidekabinen. Da ein Ausgang des Gebäude direkt zum Fußballfeld führt, verkürzt sich der Abstand zwischen Kabinen und Sportplatz erheblich. Die Hochwasser-Schutzmauer ist ihnen nicht im Weg, da diese an der entsprechenden Stelle geöffnet ist. Im Bedarfsfall, so erklärt Büchl, werde die Lücke mit mobilen Hochwasser-Schutzelementen geschlossen.

Dojo-Raum: Diese Aufnahme zeigt den großen Dojo-Raum der Ju-Jutsu-Abteilung. In der neuen Turnhalle gibt es insgesamt zwei Dojo-Räume für die Kampfsportler der SG Walhalla. Bevor die Turnhalle eröffnet wurde, hatte das Training lange Zeit im Gewerbepark stattgefunden.
Dojo-Raum: Diese Aufnahme zeigt den großen Dojo-Raum der Ju-Jutsu-Abteilung. In der neuen Turnhalle gibt es insgesamt zwei Dojo-Räume für die Kampfsportler der SG Walhalla. Bevor die Turnhalle eröffnet wurde, hatte das Training lange Zeit im Gewerbepark stattgefunden.

Wünsche werden dem Verein nach den Neuerungen kaum offenbleiben, sagt Büchl. „Wenn alles weiter nach Plan läuft, dann sind wir mit unserer Sportanlage sehr zufrieden.“ Bisher habe die Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt als zuständige Behörde für den Bau der Hochwasser-Schutzmauer „hervorragend geklappt“, betont der Präsident.

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