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Zeugensuche

15-Jährige bei Unfall schwer verletzt

Autofahrer übersieht die Fußgängerin im Regensburger Stadtnorden und fährt sie an. Sie kommt in kritischem Zustand in Klinik.

Der Rettungsdienst brachte die 15-Jährige nach der Erstbehandlung durch den Notarzt ins Krankenhaus. Foto: André Baumgarten
Der Rettungsdienst brachte die 15-Jährige nach der Erstbehandlung durch den Notarzt ins Krankenhaus. Foto: André Baumgarten

Regensburg.Schon wieder ein Unfall in der Donaustaufer Straße mit einer Schwerverletzten: Das 15-jährige Mädchen wollte am frühen Dienstagabend, 30. Oktober, gegen 18.30 Uhr auf Höhe des Weichser Wegs an der Ampelanlage bei der Lanzinger Tanke die Straße überqueren, als sie ein 38-jähriger Mann mit seinem Auto erfasste. Er war gerade in Richtung Gewerbepark unterwegs. Die Fußgängerin wurde auf die Straße geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch musste sie reanimiert werden und kam in kritischem Zustand ins Krankenhaus. Sie habe bislang zur Sache nicht vernommen werden können, hieß es.

Polizei sucht dringend Zeugen

Wie es zu dem Unfall kam, ist noch nicht endgültig geklärt. Die Polizeiinspektion Regensburg-Nord sucht daher Zeugen des Geschehens. Sie sollen sich unter der Rufnummer (09 41) 506-2221 melden. Vor Ort waren die Berufsfeuerwehr Regensburg, ein Gutachter sowie ein Notarzt und zwei Rettungsfahrzeuge im Einsatz.

Erst im Juni war es ganz in der Nähe zu einem schweren Fahrradunfall gekommen. Ein Lastwagen hatte am Gewerbepark beim Abbiegen von der Donaustaufer Straße in die Vilsstraße einen 77-jährigen Radfahrer übersehen. Der Mann war bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert worden. In den Monaten davor hatten im Stadtnorden drei weitere schwere Unfälle mit Fahrradfahrern für Schlagzeilen gesorgt. Zwei davon passierten, als Lastwagen nach rechts abbogen.

Immer wieder Unfälle im Stadtnorden

Dr. Klaus Wörle, der Vorsitzende des Kreisverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), sagte damals unserer Zeitung, er wundere sich nicht, dass es dort zu einem solchen Unfall kam. Die Kreuzung dort habe das gleiche Design wie die DEZ-Kreuzung. Im November hatte dort an der Kreuzung Nordgaustraße/Walhallastraße ein rechtsabbiegender Sattelzug einen Radler erfasst. Der 37-jährige Mann starb. Sechs Wochen vorher war ein Betonmischer beim Rechtsabbiegen in die Frankenstraße mit einem Radanhänger zusammengestoßen, in dem sich ein einjähriges Kind befand. Es wurde schwer verletzt.

Wörle setzt sich für ein anderes „Kreuzungsdesign“ ein. Der Krümmungsradius sei an Kreuzungen wie an diesem Unfallort extrem groß. Engere Radien würden Auto- und Lkw-Fahrer dazu zwingen, langsamer abzubiegen. Das Problem werde nach seinen Worten dadurch weiter verschärft, dass die allermeisten Lkw-Kabinen durch ihre Höhe keine Sicht auf Radfahrer oder Fußgänger im Umfeld erlaubten. (zi)

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