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Feuerwehr

Der Weichser Löschzug rückte 71 Mal aus

Die Floriansjünger aus Regensburg haben ein bewegtes Jahr hinter sich. Sogar an Heiligabend löschten sie einen Wohnungsbrand.
von Daniel Steffen

Bei regelmäßigen Übungen frischen die Kameraden vom Löschzug Weichs ihren Kenntnisstand auf. Fotos: Markus Bauer/Steffen
Bei regelmäßigen Übungen frischen die Kameraden vom Löschzug Weichs ihren Kenntnisstand auf. Fotos: Markus Bauer/Steffen

Regensburg.Bei 71 Einsätzen war der Löschzug Weichs im vergangenen Jahr gefragt. 21 Brände gab es zu löschen, was nach Auffassung von Löschzugführer Markus Bauer eine ungewöhnlich hohe Anzahl ist.

Den wohl terminlich ungünstigsten Einsatz mussten die Weichser Floriansjünger an Heiligabend leisten: Damals brannte in der Donaustaufer Straße eine Wohnung – und der Löschzug rückte zur „Bescherungsstunde“ mit 15 Frauen und Männern zum Einsatzort an.

Mehrfamilienhaus brannte

Daran erinnerte Bauer im Rahmen der Hauptversammlung des Löschzugs, die im Gerätehaus in der Gärtnerstraße stattfand. Auf Trab hielt die Feuerwehrleute auch ein Brand zu Jahresbeginn, bei dem ein Mehrfamilienhaus komplett evakuiert werden musste.

Im November vergangenen Jahres legten Weichser, Winzerer und Kneitinger Feuerwehrleute gemeinsam eine Leistungsprüfung ab.
Im November vergangenen Jahres legten Weichser, Winzerer und Kneitinger Feuerwehrleute gemeinsam eine Leistungsprüfung ab.

In Sachen Ausbildung haben die Weichser Floriansjünger ebenfalls viel geleistet. So nahmen Emilia Eichinger, Anna Höfler, Anna Imhofer, Philipp Poppe und Katja Schlögl im vergangenen Jahr ihr Zeugnis für die bestandene Grundausbildung entgegen. Den Lehrgang für Atemschutzgeräteträger absolvierte Georg Hofmeister, ferner nahmen sieben Maschinisten an einem Fahrertraining beim ADAC teil.

Die Leistungsprüfung THL (Technische Hilfeleistung) legten im November 2018 neun der Kameraden ab. In diesem Zusammenhang erwähnte bauer die „kameradschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Wehren“, zumal die Prüfung gemeinsam mit dem Löschzug Winzer und der Freiwilligen Feuerwehr Kneiting durchgeführt wurde. Einen guten Kontakt pflege der Löschzug Weichs auch mit den „Nachbarn“ der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), mit denen Übungen ebenfalls gemeinsam durchgeführt würden. Der gute Kontakt zahle sich bei gemeinsamen Einsätzen immer wieder aus, bilanzierte Bauer. Unter dem Strich investierten die aktiven Kameraden 1381 Stunden in ihre Ausbildung.

135 Jahre Tradition

  • 16. November 1884:

    Die Gemeindeverwaltung Weichs berichtet dem Königlichen Bezirksamt Stadtamhof von der Einrichtung einer „Freiwilligen Feuerwehr Weichs“. Dieser Tag wird als Gründungstag des Löschzuges Weichs angesehen.

  • Herbst 2009:

    Der Löschzug Weichs feiert sein 125-jähriges Bestehen. Bereits seit dem Jahr 2000 ist Markus Bauer Löschzugführer.

Vorstand Matthias Wartlsteiner berichte indes über das „aktive Vereinsleben“ des Löschzugs. Bei zahlreichen Aktionen, wie etwa die Johannifeier, das Grillfest beim Gerätehaus oder die örtliche Fronleichnamsprozession, mache sich das Zusammenleben in dem kleinen Stadtteil bemerkbar, bilanzierte er. Freuen könne sich der Löschzug auch darüber, dass der Förderverein stetig an Mitgliedern gewinnt. Ein positives Resümee zogen auch die Jugendwarte Sabrina Seltmann und Philipp Homeier: Sehr erfreut zeigten sie sich darüber, dass alle Teilnehmer der „Jugendflamme“ ihre Prüfung bestanden hatten.

Neues Gerätehaus ersehnt

Zu den Ehrengästen der Veranstaltung zählte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer: Sie zollte den Weichser Feuerwehrleuten großen Respekt für die geleistete Arbeit und sprach auch das Thema neues Gerätehaus an. So sei es ihr Wunsch, dass der bereits für 2018 geplante Bau des neuen Gerätehauses 2019 endlich angestoßen werden könne. Die beteiligten Ämter arbeiteten mit Hochdruck daran, einen Standort für den ersehnten Neubau zu finden, versicherte sie.

Zum Abschluss ernannte Stadtbrandrat Schmidbauer die Kameraden Christian Gall, Anthony Hyson, Sabrina Seltmann und Philipp Homeier zum Oberfeuerwehrmann beziehungsweise zur Oberfeuerwehrfrau.

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