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Bauen

Abriss des Jahnstadions beginnt bald

Regensburgs Stadtrat beschließt den Neubau der Kreuzschule. Am 20. Februar rollen die Bagger zum Abbruch des Stadions an.
von Susanne Wiedamann, MZ

Noch hat kein Bagger an dem alten Jahnstadion in der Prüfeninger Straße geknappert.
Noch hat kein Bagger an dem alten Jahnstadion in der Prüfeninger Straße geknappert. Foto: Wiedamann

Regensburg.Heute wird der Bildungsausschuss des Stadtrates den Maßnahmenbeschluss für den Neubau der neuen Kreuzschule in der Prüfeninger Straße fassen. Damit ist der Weg frei für den Baubeginn – fast. Denn noch fehlen einige Genehmigungen, so zum Beispiel die für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn seitens der Regierung der Oberpfalz. Und noch ist der Baugrund nicht frei. Das alte Jahnstadion steht seit mehr als eineinhalb Jahren unberührt. Doch nun soll es losgehen.

„Wir hoffen, dass wir im Mai die Ausschreibungen veröffentlichen dürfen und noch vor der Sommerpause mit dem Neubau begonnen werden kann.“

Planungsreferentin Christine Schimpfermann

„Wir starten am 20. Februar 2017 mit dem Abriss“, sagte Planungsreferentin Christine Schimpfermann auf Anfrage unserer Zeitung. „Der Abbruch hatte sich verschoben, weil wir die Chance nutzen wollten, das Abbruchmaterial gleich vor Ort wieder zu verwenden. Da die umfangreichen Beprobungen positiv verlaufen sind, liegt inzwischen die Zusage des Umweltamtes vor, dass das Material vom Tiefbauamt für den Brückenbau im Bereich der Klenzebrücke verwendet werden darf, was aus ökologischer und ökonomischer Sicht sehr sinnvoll ist.“

Abriss ist bei jedem Wetter möglich

Seit Mitte 2015 ist der Eingang zum Stadion in der Prüfeningerstraße verschlossen.
Seit Mitte 2015 ist der Eingang zum Stadion in der Prüfeningerstraße verschlossen. Foto: Wiedamann

Eine weitere Verzögerung wird es laut Schimpfermann voraussichtlich nicht geben. „Die Beschlüsse liegen vor, ebenso die Abbruchanzeige beim Bauordnungsamt.“ Im Prinzip kann auch bei jedem Wetter abgerissen werden. Der Abbruch selbst wird laut Schimpfermann etwa drei Monate in Anspruch nehmen. Auch mit dem Abbruchmaterial wird es wohl keine Probleme geben. „Der Bestand wurde ausführlich untersucht und beprobt. Wenige Dämmstoffe werden getrennt entsorgt“, sagte Schimpfermann. Eine Sanierung des Geländes ist deshalb nicht notwendig. „Das Gelände wird aber im Bereich der Schule und der Freianlagen angepasst und um etwa 50 Zentimeter angehoben.“

Noch stehen einige Genehmigungen für die Neubaumaßnahme aus. Doch Schimpfermann ist zuversichtlich: „Wir hoffen, dass wir im Mai die Ausschreibungen veröffentlichen dürfen und noch vor der Sommerpause mit dem Neubau begonnen werden kann.“

Das alte Jahnstadion soll mit Ausnahme des Jahnturms abgerissen werden. Dafür fallen laut Verwaltung circa 500 000 Euro an Kosten an. Für die Instandsetzung des Jahnturms, der in das Freigelände integriert werden soll und später von der Schule genutzt wird, sind 57 000 Euro eingeplant.

Der Maßnahmenbeschluss selbst über das 28-Millionen-Euro-Projekt dürfte im Ausschuss keine lange Diskussion erfordern. Der Umfang des mit rund 25,59 Millionen Euro veranschlagten Neubaus der künftig fünfzügigen Schulanlage, mit einer Zweifach-Sporthalle sowie Außen- und Freisportanlagen wurde vom Stadtrat in verschiedenen Sitzungen und Ausschüssen intensiv vorberaten und beschlossen. Rund 500 Schüler, davon zahlreiche aus den Neubaugebieten im Inneren Westen wie dem Dörnbergviertel, sollen dort ab 2020 von circa 45 Lehrkräften unterrichtet werden.

Offene und gebundene Ganztagsschule

Das Areal des alten Stadions, das für den Neubau der Schule, des Kinderhorts und der erforderlichen Sport- und Außenanlagen genutzt wird, beträgt laut Stadt rund 21 500 Quadratmeter.
Das Areal des alten Stadions, das für den Neubau der Schule, des Kinderhorts und der erforderlichen Sport- und Außenanlagen genutzt wird, beträgt laut Stadt rund 21 500 Quadratmeter. Foto: Wiedamann

Der allgemeine Schulbetrieb wird in 22 Klassenzimmern der zweigeschossigen Schulgebäude stattfinden, für die offene und gebundene Ganztagsbeschulung mit inklusiver Ausrichtung sind ebenfalls 22 Differenzierungsräume vorgesehen. Hinzu kommen Bereiche für Lehrer und Verwaltung, Elternsprechzimmer, spezielle Unterrichtsräume wie der Musikraum, ein Arbeits- und Rückzugsraum für Lehrer im Ganztagsbetrieb, damit diese die Zeiten zwischen Unterrichtsstunden sinnvoll für die Unterrichtsvorbereitung oder Korrekturen nutzen können.

Die Grundschule Kreuzschule wird zwei gebundene Ganztagszüge und drei Kurzgruppen offene Ganztagsbetreuung haben, außerdem zwei Übergangsklassen in gebundener Form. Deshalb wird es eine Schulküche und eine Mensa geben. Der Pausenhof wird um einen Spielbereich für die Ganztagsklassen ergänzt.

Der Maßnahmenbeschluss betrifft nicht nur den Neubau der Grundschule, sondern umfasst auch den Bau eines dreigruppigen Kinderhorts sowie den Bau einer Quartierstiefgarage.

Altes Jahnstadion

  • Das Areal

    Von seiner Eröffnung 1926 bis zur Eröffnung der Continental Arena im Juli 2015 trug der SSV Jahn Regensburg im Jahnstadion in der Prüfeninger Straße seine Heimspiele aus.Auf dem Gebiet des alten Stadions wird nun mit der Kreuzschule die größte Grundschule im Stadtgebiet entstehen. Rund 500 Schüler gehen dort ab 2020 zur Schule.

  • Abbruch

    Der Abriss des alten Jahnstadions beginnt am 20. Februar. Für den rund eine halbe Millione Euro teueren Abbruch wird ein viertel Jahr veranschlagt. Das Gelände muss nicht saniert werden, aber wird um etwa 50 Zentimeter angehoben. Die Fläche für die Schule mit Hort und allen Außenanlagen, jedoch ohne Wohnbaufläche im Norden, beträgt rund 21 500 Quadratmeter.

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