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Kirche

Pfarrei saniert im großen Stil

In Herz Marien in Regensburg sind Außenfassade und Außenbereich stark beeinträchtigt. Bis 2020 wird der Komplex runderneuert.
von Daniel Steffen

  • Pfarrer Heinrich Börner (l.) und Kirchenpfleger Anton Schels haben mit vielen baulichen Problemen des 1963 errichteten Pfarrzentrums zu kämpfen. Foto: Daniel Steffen
  • Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen
  • Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen
  • Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen
  • Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen
  • Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen

Regensburg.Fleißig verrichten die Bauarbeiter auf dem Gelände der Pfarrei Herz Marien ihre Arbeit, doch es gibt auch in Zukunft noch viel zu tun. Mit den baulichen Schwächen des 1963 errichteten Pfarrzentrums haben Stadtpfarrer Heinrich Börner und die Kirchenverwaltung schon seit langer Zeit zu kämpfen. Mit großem Eifer arbeiten sie daran, diesen Schwierigkeiten entgegenzuwirken. Aktuell ist die Pfarrei mit der Außensanierung des Gebäudekomplexes beschäftigt und leitet bereits die Neugestaltung der Außenanlagen ein.

Wie bei einem Ortsermin deutlich wurde, gestalten sich die Maßnahmen aufwändiger als es möglicherweise den Anschein hat. Abplatzungen, Risse und Korrosionsschäden an den Betonteilen der Außenwände machten eine intensive Sanierung notwendig. „Das Problem ist, dass der Beton damals sehr dünn aufgetragen worden ist“, sagt Kirchenpfleger Anton Schels.

Eine Frage der Statik

Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen
Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen

Demnach deutlich gestaltete sich an der Oberfläche der Zerfall. Dem soll künftig mit einer hydrophoben, also wasserabweisenden Schicht entgegengewirkt werden. Auch sei beabsichtigt, mehr Beton aufzutragen, als das 1963 der Fall war. An einem der Betonpfeiler hat man diese Vorgehensweise bereits probiert, diese soll dann an den übrigen Bauteilen fortgesetzt werden. „Diese Maßnahmen sind auch wegen der Statik unumgänglich“, erklärt Anton Schels.

„Die Aussenfassade hat seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1963 noch keine Sanierung gesehen.

Anton Schels, Kirchenpfleger von Herz Marien

Eine Gefahr für die Sicherheit bergen auch die Betonplatten im Außenbereich: Baumwurzeln haben die Platten stark angehoben, dass Passanten leicht über sie stolpern und stürzen können. Im westlichen Bereich vor der Kirche wurden die Betonplatten bereits entfernt, andere folgen im weiteren Verlauf der Arbeiten.

Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen
Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen

Ebenso wird derzeit der Abwasserkanal an der Kirche erneuert: Auch dort hatte sich die Kraft der Baumwurzeln bemerkbar gemacht, so dass die Rohre nicht mehr einwandfrei durchgängig waren. Zusätzlich sorgte Starkregen immer wieder dafür, dass sich das Rückstauwasser ansammelte und die Keller des Pfarrzentrums überflutet wurden. Eine so genannte Hebeanlage, die derzeit eingebaut wird, soll das künftig verhindern. Sind die Kanalbauarbeiten abgeschlossen, dann möchte die Pfarrei den Innenhof vor dem Pfarrbüro neu und barrierferfrei gestalten. „Wegen baulicher Verzögerungen müssen wir diese Maßnahmen jedoch auf das Frühjahr 2019 verschieben“, sagt Pfarrer Börner.

Diese Arbeiten sind notwendig

  • Baustelle:

    Das Gros der Bau- und Sanierungsarbeiten im Pfarrzentrum Herz Marien findet derzeit auf dem Innenhof und auf dem Kirchvorplatz an der Westseite des Gebäudes statt. Die Fassaden, Fenster und Türen wurden dort bereits erneuert.

  • Betonpfeiler:

    Pfarrer Heinrich Börner (l.) und Kirchenpfleger Anton Schels zeigen, wie die Betonpfeiler nach der Sanierung aussehen werden. Im unteren Teil eines Pfeilers sieht man, dass die Betonschicht runderneuert und verstärkt werden muss.

  • Rampe:

    An der Rampe, die hinauf zum Kircheneingang führt, nagt ebenfalls der Zahn der Zeit. Die Pfarrei möchte sie so erneuern, dass sie künftig rollstuhlgerecht sein wird. Dies geschieht etwa durch den Einbau von „Zwischenpodesten“.
    Ein Dorn im Auge ist der Pfarrei auch der Zustand der Buntglasfensterwand, die den Nachteil hat, dass sich zwischen den Scheiben innen und außen Feuchtigkeit bildet. Als Lösung wird eine Doppelverglasung angestrebt.

Daran angrenzend befindet sich der westliche Außenbereich der Pfarrkirche. Dieser wird ebenfalls ab Frühjahr 2019 umgestaltet. Wie Börner erklärt, soll der Kirchenvorplatz in seiner Funktion als Parkplatz klar gegliedert sein. So parken auf einem Teil des Kirchenvorplatzes die Autos, auf dem anderen Teil werden Fahrradparkplätze errichtet.

Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen
Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen

Ein Stellplatz für Menschen mit Behinderungen soll in umittelbarer Nähe des Pfarrbüros entstehen, ferner ist ein Stellplatz für Elektrofahrzeuge angedacht. Der Hausanstrich, die Wärmedämmung und die Erneuerung der Fenster und Türen sind an der Westfassade des Gebäudekomplexes bereits abgeschlossen. An der Gebäude-Nordseite wird noch ausgelotet, wie künftig eine Doppelverglasung davor schützen kann, dass Feuchträume hinter den Buntglasfenstern entstehen.

Kosten: 2,3 Millionen Euro

Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen
Impressionen von der Außenfassade und dem Außenbereich des Pfarrzentrums Herz Marien, das nun für 2,3 Millionen Euro saniert wird. Foto: Daniel Steffen

Die Gesamtkosten für die Außensanierung belaufen sich Börner zufolge auf 2,3 Millionen Euro. Davon muss die Kirchenverwaltung rund 800 000 Euro selbst tragen, die übrigen Kosten sind durch das Bischöfliche Baureferat, die Bischöfliche Finanzkammer und durch den Diözesansteuerausschuss gedeckt. Die Pfarrei geht davon aus, dass alle Maßnahmen bis spätestens Ende 2020 abgeschlossen sind.

Bereits in den vergangenen Jahren wurde in und am Gebäude umfangreich saniert: So ließ die Pfarrei Herz Marien 2015 das damals undichte Kupferdach erneuern, ebenso wurde in den Jahren 2004 und 2005 der Sakristeibau saniert. Unter anderem entstanden dort neue sanitäre Anlagen sowie eine neue Heizungsanlage für das komplette Pfarrzentrum.

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