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Marktrat bindet Bürger ein

Das Lappersdorfer Gremium beschließt Sondersitzung zum Flächennutzungsplan mit Beteiligung der Bürgerschaft.
Von Josef Dummer

Neu aufgenommen in den beabsichtigten Flächennutzungsplan wurde das Gebiet am Waldweg in Lappersdorf. Foto: Dummer
Neu aufgenommen in den beabsichtigten Flächennutzungsplan wurde das Gebiet am Waldweg in Lappersdorf. Foto: Dummer

Lappersdorf.In der jüngsten Marktratssitzung waren so viele Zuhörer im Sitzungssaal des Rathauses anwesend, wie kaum jemals zuvor. Immer wieder mussten Stühle hereingetragen werden, um allen interessierten Besuchern eine Sitzgelegenheit anbieten zu können.

Grund dafür war für die meisten wohl der Tagesordnungspunkt „Neuaufstellung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans“ mit Behandlung der eingegangenen Stellungnahmen sowohl von den Fachstellen wie von den Bürgern.

Bürgermeister Christian Hauner sprach eingangs über viele Eingaben, auf Nachfrage unseres Medienhauses sollen es über einhundert gewesen sein, von Seiten der Träger öffentlicher Belange und auch aus der Bürgerschaft.

Aufgrund dieser Fülle von Stellungnahmen schlug die CSU-Fraktion gleich zu Beginn vor, zunächst nur über die Einlassungen zu diskutieren und erst in einer der nächsten Sitzungen darüber abzustimmen.

Sondersitzung im Aurelium

Auch die SPD-Fraktion war der Meinung, sich für eine solche weitreichende Zukunftsplanung entsprechend Zeit zu lassen. Schließlich stimmten alle Markträte geschlossen dem Vorschlag von Stefan Königsberger (SPD) zu, unter Beteiligung der Öffentlichkeit in nächster Zukunft eine Sondersitzung im Aurelium einzuberufen.

Zusätzlich sollte sich auf Wunsch des Marktrats das Team-Büro (TB) Markert Gedanken über Möglichkeiten der Bürger-Info schon vor dieser Sondersitzung machen, was die Vertreter des Büros mit den Worten zusagten: „Wir werden uns was einfallen lassen“.

Sowohl aus den Reihen der Markträte wie auch vom Team-Büro Markert kam bei der Vorstellung der Eingaben mehrmals der Hinweis, dass bei einem Flächennutzungsplan „eine Absichtserklärung und noch lange kein Bebauungsplan“ beschlossen werde.

Eine grundsätzliche Stellungnahme kam von der Regierung der Oberpfalz, die für den Markt Lappersdorf einen zusätzlichen Ausweisungsbedarf für Wohngebiete von rund 35 Hektar sah, während erste Planungen des Team-Büros von 50 Hektar ausgingen.

Bei der neuen Vorlage seien jetzt rund 40 Hektar, davon knapp acht Hektar für Gewerbeflächen, ausgewiesen, berichtete Adrian Merdes vom TB-Markert, an denen aber auch festgehalten werden sollte.

Weitere Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, wie von der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz, dem Bayerischen Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt Regensburg, auch vom Stadtplanungsamt Regensburg in Hinblick auf den geplanten Umbau des Lappersdorfer Kreisels, bewerteten die Bürovertreter teils als positiv, teils aber auch als negativ.

Die privaten Belange betrafen in erster Linie Anträge auf Ausweisung weiterer Wohnbauflächen, so in den Ortsteilen am Schlag, Schwerdnermühle oder Lorenzen. Das Büro Markert stand diesen Einzelvorhaben aber meist skeptisch gegenüber.

Baugebiet an der Autobahn

Aufgenommen im Flächennutzungsplan werden kleinere Gebiete in Einhausen und am südlichen Ortsrand von Hainsacker, und größere Ausweisungen zwischen Gymnasium und Friedhof Schwerdnermühle, ein zu den früheren Planungen jetzt stark reduziertes Gebiet nördlich von Kareth in der Nähe des Friedhofs und nordöstlich vom Hohensand.

Trotz Probleme beim Immissionsschutz soll auch ein Gebiet südöstlich von Kareth bei der Autobahn in die Planung miteinbezogen werden. Dagegen empfehlen die Bürovertreter nach vielen Eingaben der Bürger, das beabsichtigte Gelände südlich von Kareth aus der Planung herauszunehmen. Neu hinzugekommen ist auf Wunsch des Marktrats das Gebiet am Waldweg in Lappersdorf.

Die Hinweise vom TB-Markert wurden mit Blick auf die Sondersitzung von den Markträten ohne große Diskussion zur Kenntnis genommen.

Marktrat bindet Bürger ein

  • Zielführung:

    Im Flächennutzungsplan wird die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde in den Grundzügen dargestellt.

  • Planung:

    Besondere Bedeutung hat der Flächennutzungsplan für die Ausweisung von Neubaugebieten in den Kommunen. (ldk)

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