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Politik

14 neue Bauplätze in Holzheim

Der Gemeinderat hat das Baugebiet „Am Kirchfeld“ als Satzung beschlossen. Der Bedarf bei der Kinderbetreuung wächst.
Von Ralf Strasser

Im neuen Baugebiet Kirchfeld in Holzheim stehen demnächst 14 Parzellen zur Verfügung. Foto: msr
Im neuen Baugebiet Kirchfeld in Holzheim stehen demnächst 14 Parzellen zur Verfügung. Foto: msr

Holzheim.Das Baugebiet „Am Kirchfeld“ ist auf dem Weg. Die Gemeinderäte hatten sich in ihrer jüngsten Sitzung mit den Stellungnahmen und Einwendungen beschäftigt, um den Bebauungsplan als Satzung final festlegen zu können. Das Gremium beschloss, an den bisherigen Planungen festzuhalten. Bis auf marginale und redaktionelle Änderungen konnte das Konzept in vollem Umfang übernommen werden. Lediglich beim anfallenden Oberflächenwasser gab es eine Nachfrage, die in der Umsetzung auch im Interesse der Gemeinde liegt.

Der Erschließungsträger lässt das Oberflächenwasser über eine Dienstbarkeit über sein Grundstück ableiten, im Bebauungsplan sei ohnehin ein Rückhaltebecken sowie eine Flutmulde vorgesehen, so Bürgermeister Andreas Beer. Beim Schmutzwasserkanal ist ein Planungsbüro beauftragt, neuralgische Punkte zu eruieren.

Das Baugebiet mit 14 Parzellen hat nun den zweiten Anlauf genommen. Ursprünglich war das Areal um fünf Parzellen größer, erinnerte Beer, doch diese stünden aktuell für eine Bebauung nicht zur Verfügung. Im nun überplanten Bereich befinden sich zudem noch vier alte, bereits verkaufte Parzellen, für die nun ebenfalls Planungssicherheit besteht. Entwickelt wird im sogenannten schnellen 13b-Verfahren, das keine Ersatzflächen vorsieht.

Abwasserrinne im Fokus

Eine Regenrinne sorgte erneut für Diskussion: Bei der zweiten Zufahrt des Baugebiets Grubstraße als Bindeglied der Staatsstraße und der Ludwig-Hirschberger-Siedlung stand zur Debatte, ob auf Antrag des Gemeinderats Walter Humbs eine Regenrinne entfernt werden sollte. In einem der Gemeinderatssitzung vorgelagerten Ortstermin erklärte Gerhard Frauenstein vom Planungsbüro EBB die fachliche und rechtliche Situation. Aus Sicht der Verkehrsleitung sei die Rinne notwendig, so Frauenstein. „Wenn wir diese Rinne verändern oder entnehmen, hätten wir einen verstärkten Abfluss.“ Im Zweifel könne die Gemeinde haftbar gemacht werden. Der einstimmige Beschluss lautete daher: Die Wasserrinne bleibt bestehen.

Aus dem Gemeinderat

  • Kinderbetreuung:

    Die drei Kommunen sind sich einig, dass Kinder aus der VG in allen drei Einrichtungen bevorzugt untergebracht werden sollen.

  • Bedarf:

    In Holzheim sind es 37 Kindergartenplätze und neun Krippenplätze.

  • Kallmünz:

    Für das Wohngebiet am Spindelberg erteilte die Gemeinde Holzheim ihr Einvernehmen.

Die drei Kommunen in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) wachsen. Mit diesem Wachstum wird auch der Bedarf an Kindergarten- und Kinderkrippenplätzen größer. Längst ist klar, dass das Angebot erweitert werden muss. Pfarrer Andreas Gierl stellte für die Kinder- und Altenheimstiftung im Detail vor, wie die bauliche Gestaltung für eine Kindergartengruppe mit 25 Kinder und zwei Kinderkrippengruppen mit jeweils zwölf Kinder aussehen könnte. „Das ist der zusätzliche, förderfähige Bedarf, den die drei Kommunen gemeinsam bräuchten“, so Beer.

Der Markt Kallmünz hat den ermittelten Zusatzbedarf bereits angenommen, Holzheim zog nun mit dem Beschluss nach. Die Gemeinde hat einen Gesamtbedarf von 37 Kindergartenplätzen und neun Kinderkrippenplätzen. Einig ist man sich, dass die Kinder aus der VG immer bevorzugt in den jeweiligen Betreuungseinrichtungen unterkommen. Noch nicht geklärt sind die Ausgestaltung und die Trägerschaft. Im Gespräch sind verschiedene Varianten in Kallmünz bzw. Holzheim, auch im Bereich der Trägerschaft, etwa durch die Kirchenstiftung, Johanniter oder eben die Kinder- und Altenheimstiftung. Möglich wäre auch ein eigenes Haus in der Gemeinde Holzheim. „Über all das werden die Gremien gemeinsam im April Gespräche führen, die Mitte des Jahres in einer Entscheidung münden“, erläuterte Bürgermeister Beer auf Nachfrage der Mittelbayerischen.

Radweg noch nicht beschlossen

Abschließend berichtete Beer über eine Anliegerversammlung mit allen 20 Grundstückseigentümer am geplanten Fahrradweg von Holzheim nach Kallmünz. Zusammen mit dem Kallmünzer Bürgermeister Ulrich Brey, und Manfred Rieger vom Staatlichen Bauamt eruierte Beer die Möglichkeiten einer Realisierung. Der Freistaat würde nur einen Weg entlang der Staatsstraße finanzieren. Einzelgespräche müssen noch geführt werden, um den mitunter schwierigen Grunderwerb sicherzustellen. Beer: „Wir versuchen, eine Lösung zu erreichen.“

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