MyMz
Anzeige

Wohnraum

Auch Holzheim soll wachsen

Das Baugebiet Grubstraße mit 40 Parzellen ist bereit für die Bebauung. Die ersten Plätze sind bereits verkauft.
Von Ralf Strasser

Die Infrastruktur des Baugebietes „Grubstraße“ ist schon deutlich erkennbar. Die ersten Grundstücke sind bereits verkauft. Foto: Ralf Strasser
Die Infrastruktur des Baugebietes „Grubstraße“ ist schon deutlich erkennbar. Die ersten Grundstücke sind bereits verkauft. Foto: Ralf Strasser

Holzheim am Forst.Die Unterschriftstinte des Erschließungsvertrages ist längst trocken, die Baumaschinen sind wieder abgezogen, die ersten Schritte der Erschließung sind abgeschlossen. Die Bepflanzung ist angelegt, Teerdecke vorhanden, die Straßenbeleuchtung ist vorbereitet, Flutbecken realisiert. „Es kann losgehen, das Baugebiet Grubstraße ist bereit für die Bebauung“, stellt Bürgermeister Andreas Beer zufrieden fest.

„Die Nachfrage ist bei uns tatsächlich groß, nur konnten wir in der Vergangenheit nichts anbieten.“ Zwar habe man 48 Baulücken in der Gemeinde, doch 46 davon stehen nicht zur Verfügung. Mit der Ausweisung von zwei Baugebieten (darunter die Grubstraße) sei man auf dem richtigen Weg. Holzheim soll also wachsen, und der Trend hin zum urbanen Wohnen im Eigenheim gibt dem Bürgermeister Recht. Und das Interesse ist enorm, die ersten Plätze sind bereits verkauft.

Der Erschließungsträger Johann Schmalzl aus Regenstauf hat das knapp 33 000 Quadratmeter große Areal in der Verlängerung von „Grubstraße“ und „Auf der Röth“ für 40 Parzellen vorbereitet. Primär für Mehrfamilienhäuser auf Grundstücksgrößen von 360 bis 800 Quadratmeter, aber auch zwei Mehrparteienhäuser mit je vier Mietwohnungen werden entstehen.

Bezahlbarer Wohnraum

„Wichtig ist dabei, dass die Grundstücke und auch der Mietraum bezahlbar bleiben“, betont Bürgermeister Beer. Als Basis ist ein unteres Segment für das Schaffen von Eigentum vorgesehen. So sind Preise im oberen zweistelligen Bereich für den Quadratmeter geplant, ließ der Erschließungsträger bereits zum Spatenstich anklingen. „Auch wenn die Gemeinde da keinen Einfluss hat, kann ich den Wunsch nach erschwinglichen Preisen auf jeden Fall mittragen“, sagt Bürgermeister Beer.

Das Baugebiet

  • Historie:

    Das Areal wurde vor über elf Jahren bereits überplant und mit sieben Grundstücken bebaut. Der Rest wurde an die Firma Schmalzl Massivbau verkauft, die eine Änderung des bestehenden Bebauungsplanes anstieß und einen Städtebauvertrag mit der Gemeinde Holzheim abgeschlossen hat.

  • Infrastruktur:

    50 öffentliche Stellplätze und eine verkehrsberuhigte Straßenführung.

Und man will flexibel bleiben, meinen die politischen Entscheidungsträger in der Gemeinde. Bauzwang ja, aber offen bleiben für die Wünsche der Bauherren. Zudem ist ein fußläufiger Spielplatz vorhanden und mit den guten Busanbindungen sei man auf einem familienfreundlichen Weg, so Beer. „Die Infrastruktur passt, Holzheim wächst und die Entfernungen nach Kallmünz, Regenstauf oder Regensburg sind moderat.“ Auch wenn man auf die vorhandenen Strukturen setzen kann, die durchaus auf Familien zugeschnitten sind, will man sie auf breitere soziale Stufen stellen.

Durch die neuen Baugebiete in Holzheim entstehen kurzfristig mit dem Gebiet „Am Kirchfeld“ an die 55 Parzellen. „Wir wollen familienfreundlich wachsen“, betont Beer, der dabei die Betreuungsangebote wie Kindergarten und Kinderkrippe in Kallmünz im Blick hat.

Holzheim ist hier eine von drei Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft, man finanziert und gestaltet die Einrichtungen mit. „Zudem haben wir eine sehr gute Busverbindung zur Schule und Kinderbetreuungseinrichtung, da sind wir sehr gut aufgestellt.“ Der Markt Kallmünz, die Gemeinde Duggendorf und die Gemeinde Holzheim betreiben gemeinsam mit der Kirchenstiftung einen 40 Jahre alten Kindergarten, bei dem demnächst eine Teil- oder Generalsanierung im Raum steht. „Durch diesen Umstand und in der Verbindung mit der Ausweisung von Baugebieten wollen wir den Betreuungsbedarf in der VG über das Jahr hinaus neu ermitteln.“

Neue Kindergartenplätze nötig?

Die Frage, ob zusätzliche Plätze in Kindergarten und Kinderkrippe entstehen müssen, soll von jungen Familien oder Paaren, die mit Nachwuchs planen, beantwortet werden. Je nachdem, wie sich diese Nachfrage entwickelt, werde man verschiedene Optionen untersuchen, so Beer.

„Wir stehen in intensiven Gesprächen mit dem Landratsamt und mit Pfarrer Andreas Gierl als verlängerter Arm der Kirchenstiftung Kallmünz und des Ordinariats Regensburg, um Lösungen zu finden.“

Doch dazu benötige man eben fundierte Zahlen, deshalb die dringende Bitte des Bürgermeisters: Die Eltern und Partner sind aktiv gefordert. Bedarfsmeldungen an die Verwaltung zu Kinderbetreuung per Mail an VG Kallmünz (vg.kallmuenz@realrgb.de) oder (09473) 940120.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht