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Projekt

Köfering will weiter wachsen

Der Ort investiert kräftig und baut Infrastruktur und Gewerbegebiete aus. Bürgermeister Dirschl stellt die Projekte vor.
Von Josef Eder

Der neue Kreisel an der B15 soll im Frühjahr begrünt werden. Auch die Mithilfe der Bürger ist erwünscht. Foto: Eder
Der neue Kreisel an der B15 soll im Frühjahr begrünt werden. Auch die Mithilfe der Bürger ist erwünscht. Foto: Eder

Köfering.An allen Ortsenden der Gemeinde Köfering liefen oder werden demnächst Baumaßnahmen laufen. Der Gemeinderat der 2700 Einwohner zählenden Kommune mit Bürgermeister Armin Dirschl an der Spitze will bis 2030 enorm wachsen sowie an Wirtschaftskraft zunehmen.

Wer den Ort auf der Bundesstraße 15 in Richtung Landshut gequert hat, der muss unwillkürlich den neu gebauten Kreisverkehr befahren. Dieser wurde Ende November fertiggestellt. Mehrmonatige Baumaßnahmen belasteten die Bürger. Der Verkehr wurde während der Bauphase halbseitig durch Ampelschaltung vorbeigeführt. Der Zweckverband zur Wasserversorgung Landkreis Regensburg Süd verlegte zeitgleich neue Leitungen. Die Gestaltung des Kreisels beschäftigte den Gemeinderat erstmals vor der Sommerpause. Im Frühjahr wird mit der Gestaltung begonnen. Bei der Bepflanzung sollten Gemeindebürger mit Hand anlegen. Wichtig dabei sei, dass das Gemeindewappen mit installiert wird.

Lidl investiert in Gebäude

Im Mai wurde die Bauleitplanung Änderung Bebauungsplan „Strassäcker Ost II“ mit Grünordnungsplan und Änderung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan auf den Weg gebracht. Der Discounter Lidl wird in den nächsten Jahren sein Gebäude zukunftsfähiger machen. Die Verkaufsfläche wird sich von 900 auf 1500 Quadratmeter vergrößern. Das alte Gebäude soll einem neuen weichen. Wann es soweit ist, steht noch nicht definitiv fest. Der Gehweg wird verlängert. Die Straßenquerung mit einem Zebrastreifen zwischen den beiden Ein-/Ausfahrten gesichert. Eine absorbierende Lärmschutzwand zum Mischgebiet (maximale Höhe 5 Meter) wird kommen. Ein Regenrückhaltebecken wird gebaut. Im Gesamten gibt es eine kleine Verschiebung entlang der B15.

Das Gewerbegebiet West ist einer der Wachstumspunkte im Ort. Foto: Eder
Das Gewerbegebiet West ist einer der Wachstumspunkte im Ort. Foto: Eder

Die etwa 0,8 Millionen Euro teure Baumaßnahme wurde vom Staatlichen Bauamt Regensburg und von der Gemeinde Köfering finanziert. Die Verkehrssicherheit an der Kreuzung deutlich verbessert. So sind jetzt an allen Straßenästen Querungshilfen geschaffen, die das sichere Queren der B 15 auch der einmündenden Straßen ermöglichen. Das Linkseinbiegen sowie das Kreuzen der Hauptverkehrsader ist mithilfe des Kreisverkehrs sicherer.

Zwischen dem Discounter und der Bahnhofstraße ist eine Gewerbeeinheit geplant. Im Erdgeschoss Gewerbe und im Obergeschoss Wohnungen. Im Lückenschluss gibt es Baugrundstücke für zwei Einfamilienhäuser und vier Doppelhaushälften. Weiter ist ein Seniorenwohnheim mit 60 Pflegeplätzen sowie betreutes Wohnen geplant. Die Erschließung soll 2020 erfolgen. Die geplante Eröffnung ist für 2021 terminiert. Intensive Verhandlungen mit einem Betreiber werden geführt. Baurecht besteht seit 2015.

Im Gebiet Strassäcker West auf der gegenüberliegenden Seite der B15 ist die Bautätigkeit nahezu abgeschlossen. Im sogenannten Vierzeiler gibt es 74 behindertengerechte, barrierefreie Wohneinheiten (WE). 36 WE werden durch das bayerische Rote Kreuz betreut. Nichts ist auf ein Haus limitiert. Durch den Hausnotruf besteht eine 24-Stunden Rufbereitschaft. Im Erdgeschoss sind vier Gewerbeeinheiten (GE). Sparkasse, Fitnessstudio und die Kronenapotheke sind eingezogen.

Blick in Gegenwart und Zukunft

  • Projekte:

    Kreiselbau; Anbau der Schule und offene Ganztagsschule für notwendige die Infrastruktur bei stetigem Wachstum. Baubeginn war im Januar 2017. Gesamtkosten 2,5 Millionen Euro. Staatlicher Zuschuss 1,2 Euro. Zusätzlich 200 000 Euro für die Sanierung. An das Schulgebäude ist auch das Rathaus angebaut. Indienststellung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges 20 (HLF), Sanierung der Sportanlagen. Aufstellung von Ortseingangstafeln, Pfarrjugend: Kleider für die Faschingsgarden.

  • Geplant:

    Neuer Kindergarten. Bereits dreimal wurde die Baumaßnahme Dorfmitte ausgeschrieben. Bisher kein Interesse der Firmen zur Abgabe eines Angebots. Der Wertstoffhof wird 2019 erweitert. Das Kostenvolumen beträgt 170 00 Euro. Bauleitplanverfahren „Am Schlossweg“ öffentlich geförderter Wohnungsbau. Bauleitplanverfahren „GE Waldbreite II“ und „Weiherbreite Erweiterung. Deckensanierungsprogramm Buchenstraße. Ansiedlung eines Seniorenwohnheimes (Vorverträge in Aussicht). (lje)

Edeka kann dort durch die Umwandlung in ein Sondergebiet (SO) seine Fläche (Wandversetzung) vergrößern. Im Norden wird das Gewerbegebiet Waldbreite II anstelle des einstmals im Südosten geplanten Solarparks Köfering zwischen der Bahnstrecke und der B 15 entstehen. Der Gemeinderat hat die Änderung des Bebauungs- und Grünordnungsplans auf den Weg gebracht. Die Fläche umfasst 91000 Quadratmeter. Es bekommt einen direkten Anschluss zur B15. Auf der gegenüberliegenden Seite wird die seit Jahren geplante R30 in die B15 münden. Archäologen sondieren die Waldbreite II derzeit.

50 neue Wohneinheiten

Ab der Ortsgrenze hat die Köferinger Firma Estermann im Gebiet Waldbreite I, dem sich, nur getrennt durch eine schmale Straße Waldbreite II anschließt, mit den Fundamentarbeiten begonnen. Am Schloßweg heute noch ein gut ausgebauter Feldweg mit Zufahrt zum Spiel- und Bewegungspark werden 50 Wohneinheiten (EFH/DHH), davon fünfzehn staatlich geförderte Wohnungen (90 – 120 Quadratmeter) in Reihenhäusern entstehen.

Im Süden bei Egglfing (Richtung Gebelkofen) gibt es in den nächsten zwölf Jahren die Megaerweiterung auf noch landwirtschaftlich genutzten 24 ha. 550 Wohneinheiten (Weiherbreite) sollen entstehen. Damit die Infrastruktur nicht außen vor bleibt, wurden die Planungen für einen erweiterbaren dreigruppigen Kindergarten (Dr. Bruno Sahliger Straße) auf den Weg gebracht. Damit im Rathaus genug Platz ist, gibt es Vorgespräche mit dem gräflichen Haus von Lerchenfeld, dass der ehemalige Rinderstall, zum Amtsgebäude umgebaut wird.

Dirschl liegt die Umgestaltung des Dorfplatzes (0,6 Millionen Euro) am Herzen. Die Förderzusagen I und II sind da. Die bisherigen Ausschreibungen waren zu teuer. Jetzt läuft ein weiterer Versuch (freihändige Ausschreibung).

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