MyMz
Anzeige

Baupläne

Mehr Wohnfläche in Pentling

Beim Rathaus kann gebaut werden. In Großberg werden 4,2 Hektar neu überplant, unter anderem mit Wohnbebauung.
Von Gabi Hueber-Lutz

Auf dieser Fläche beim Rathaus Pentling entstehen drei Geschosswohnungsbauten. Der Gemeinderat fasste den Satzungsbeschluss. Foto: Eder
Auf dieser Fläche beim Rathaus Pentling entstehen drei Geschosswohnungsbauten. Der Gemeinderat fasste den Satzungsbeschluss. Foto: Eder

Pentling.Zwei Bebauungspläne wurden bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von den Gemeinderäten auf den weiteren Weg gebracht. Für das Baugebiet Breitwiesen III beim Rathaus fasste der Rat einstimmig den Satzungsbeschluss. Hier entstehen nun drei Geschosswohnungsbauten, die zu 60 Prozent Wohnungen für den sozialen Wohnungsbau enthalten.

Größere Diskussionen gab es bei der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes in Großberg zwischen Jahnstraße und Regensburger Straße. Bei vier Gegenstimmen fasste das Gremium hier den Aufstellungsbeschluss, nachdem es in der Novembersitzung seine Zustimmung mehrheitlich verweigert hatte. Wenn die Planung verwirklicht wird, gibt es eine zweite Verbindung zur Heinrichsstraße, die Schule kann direkt an die Regensburger Straße angebunden werden und bei der Jahnstraße wird die Lücke geschlossen. Auf der Fläche ist Platz für ein Gerätehaus der Feuerwehr Großberg vorgesehen und wenn nötig, auch noch für eine Kinderkrippe. Bedenken wegen der Lärmbelastung durch die B 16 habe man mit einem Gutachten ausräumen können, sagte Bürgermeisterin Barbara Wilhelm. Im Planungsausschuss sei angeregt worden, den Straßenverlauf zu verändern. Das habe zu einer Verbesserung bei der Bussituation an der Schule geführt und sei außerdem wirtschaftlich vorteilhafter.

Parkplätze an der Schule

Planerin Susanne Spieß vom Büro Altmann führte aus, mit 46 geplanten Parkplätzen an der Schule sei jetzt auch genügend Platz für die Eltern und die Vereine geschaffen sei. Dazu kommen noch 28 weitere Stellplätze für Lehrer. Es sei gut, dass der Beschluss letztes Mal verschoben worden sei, kommentierte Gerhard Sadler. Das letzte Mal habe seiner Fraktion die Straßenführung nicht gefallen, sagte er für den größten Teil der CSU. Nun sei man zufrieden. Ganz grundsätzlich gegen die Planung war die Fraktion der Grünen/Aktiven. Dr. Christian Hartl hielt ein ausführliches Plädoyer gegen den Plan. Es gehe um die Glaubwürdigkeit des Gemeinderats, sagte er. Außerdem sei bei der ganzen Entwicklung des Gebiets die Transparenz auf der Strecke geblieben. Die Planung löse keine Verkehrsprobleme, sondern führe eher zu mehr Verkehr. Man habe zum Beispiel oft gesagt, dass es nicht sinnvoll sei, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen.

Mehr Artikel rund um das Thema Bauen und Wohnen in der Region Regensburg finden Sie in unserem MZ-Spezial!

Dr. Hartl kritisierte auch den Umfang der Bebauung. Eigentlich habe man doch den Konsens erarbeitet, dass es jetzt reiche mit neuem Bauland. Er habe diesen Aussagen geglaubt. 72 000 Quadratmeter Fläche habe man in den letzten drei Jahren verbaut, nun kämen nochmal 42 000 Quadratmeter dazu. „Wir dürfen das Gemeindegebiet nicht ohne Maß und Ziel zubauen!“, so Dr. Hartl. Bürgermeisterin Barbara Wilhelm hielt dem entgegen, dass sie immer gesagt habe, sie möchte die Situation an der Schule ändern, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommt. Es sei aus ihrer Sicht ein Gewinn, dass die Gemeinde nun Flächen von sieben Eigentümern bekomme. Die Vereinbarung sieht vor, dass jeder der Grundstücksbesitzer 25 Prozent von seinem Grundstück als Bauland behalten darf.

Grundstücke aufheben?

Sadler forderte, dass die Gemeinde die Grundstücke, die ihr verbleiben, nur in dem Maße verkauft, wie sie die Infrastruktur für das Gebiet errichten kann. Der Rest sollte für Großberger aufgehoben werden. An dieser Stelle machte Kämmerer Christoph Limmer deutlich, dass die Gemeinde nicht so viel Geld habe, dass sie viele Grundstücke horten könnte. Bürgermeisterin Wilhelm sagte, der Gemeinde blieben um die 25 Parzellen und der Gemeinderat müsse ja sowieso den Verkauf jeder einzelnen Parzelle genehmigen.

Eine knappe Mehrheit von 11:9 Stimmen fanden diesmal die Pläne zur Sanierung eines Mehrfamilienhauses an der Regensburger Straße. Das Dachgeschoss wird mit zwei Wohnungen ausgebaut, sechs Wohnungen werden angebaut. In der Planung wird deutlich weniger Wohnfläche entstehen als in der bisherigen. Drei Garagen, fünf Carports und neun Stellplätze an der Regensburger Straße sind geplant.

Trinkwasser

  • Aktuell: Die Chlorierung des Wassers in Pentling, Großberg und einigen anderen Ortsteilen dauerte länger an als ursprünglich geplant. Es wurden zur Reinigung des Wassers Siebe im Wasserturm eingebaut.

  • Ausblick:

    Nach dem Einbau der Siebe, die bis nach Weihnachten andauerte, konnte die Chlorierung des Trinkwassers eingestellt werden. (lhl)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht