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Bauen

Neue Ideen für Sulzbacher Baugebiet

Über Details der Pläne denken die Markträte aus Donaustauf noch nach. Planvarianten sollen nun weiterhelfen.
Von Petra Schmid

Hier soll das neue Baugebiet in Sulzbach entstehen – rund 45 Wohneinheiten in etwa 30 Parzellen werden geplant.  Foto: Theresia Luft
Hier soll das neue Baugebiet in Sulzbach entstehen – rund 45 Wohneinheiten in etwa 30 Parzellen werden geplant. Foto: Theresia Luft

Donaustauf.Das in Sulzbach neu geplante Baugebiet sorgt seit einiger Zeit für Unmut im Marktrat. Während die einen Bedenken haben, dass das Areal vom Kreistag aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden muss, haben die anderen Probleme mit der Diskussionskultur, die im Marktrat zu diesem Thema herrscht.

In der jüngsten Sitzung forderte in diesem Zusammenhang die SPD-Fraktionssprecherin Ursula Hildebrand den Rücktritt der dritten Bürgermeisterin Brigitte West (die MZ berichtete). Diese hatte von Anfang an moniert, dass nicht zuerst der Marktrat über das neue Baugebiet beraten habe und dann erst ein Planer und Erschließungsträger damit beauftragt wurde. In einer Sondersitzung im Mai sprach West von „Seilschaft“ zwischen Verwaltung, Bürgermeister, Planer und Erschließungsträger. Damals stellte Architekt und Marktrat Bernd Strathmeyer die Planung vor. Es sollen auf der rund 28 000 Quadratmeter großen Fläche rund 45 Wohneinheiten entstehen. Geplant waren ursprünglich 29 Einfamilienhäuser, zwei Mehrfamilien- und vier Doppelhäuser. Im Mai wurden mehr Doppelhäuser und ein Spielplatz mit Freizeitfläche von den Markträten gewünscht.

Mehr Doppelhäuser geplant

Nun stellte Strathmeyer die abgeänderte Planung mittels der ebenfalls gewünschten Visualisierung vor. Er erklärte, dass man dem Wunsch nachgekommen sei und mehr Doppelhäuser eingeplant habe. Zu den am nördlichsten „Zipfel“ des Areals geplanten zwei Mehrfamilienhäusern sagte er, dass dort eine Lärmschutzwand mit drei Metern Höhe und für die oberen Stockwerke passiver Lärmschutz notwendig sei.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Weigert betonte, dass der Wunsch nach Geschosswohnungsbau gegeben sei, aber er die Situierung der zwei großen Gebäude für nicht optimal empfinde. Der Spitz rage in die Landschaft und er bedauerte, dass die Planer nicht seinem Vorschlag folgten, hier den Spielplatz zu planen. Er bat darum, die Mehrfamilienhäuser anders zu platzieren und den Spitz nicht so hoch zu bebauen. Brigitte West schlug in die gleiche Kerbe und appellierte, die Planung dahingehend zu ändern, dass dort keine Lärmschutzwand notwendig würde. Ihrer Meinung nach entspreche die Planung einer städtischen Bebauung und dies füge sich dort nicht ein.

So geht ese weiter

  • Varianten:

    Planer Bernd Strathmeyer schlug vor, bis zur nächsten Beratung aus den Anregungen des Marktrats zwei weitere Planvarianten auszuarbeiten und diese dann in der Sitzung vorzustellen.

  • Beratung:

    Der Planer appellierte, dass dann vom Marktrat eine Entscheidung getroffen werde, wie es weitergeht. Es würden dann drei verschiedene Varianten nach den Wünschen des Marktrats vorliegen.

Demgegenüber sah Ursula Hildebrand die Mehrfamilienhäuser im vorgesehenen Bereich als Lärmschutz für die künftige Bebauung. Mit dem Baugebiet habe man die Chance, eine nicht gleichförmige Bebauung zu erhalten, sondern ein aufgelockertes, „buntes“ Wohngebiet, hoffte sie. Die SPD-Fraktionssprecherin stellte sich die Frage, ob man in dem Wohngebiet überhaupt einen Spielplatz und eine Freizeitfläche brauche, zumal diese Kosten auf den Grundstückspreis geschlagen würden.

An dem Spitz, wo die Mehrfamilienhäuser vorgesehen seien, würden sich wohl die Geister scheiden, meinte Bürgermeister Jürgen Sommer. Auch er frage sich, ob man dort einen Spielplatz brauche, da in fußläufiger Entfernung eine Spielfläche mit Geräten beim Sportplatz sei und das künftige Baugebiet umgeben von Natur sei, zählte der Rathauschef auf. Der Erschließungsträger brachte letztendlich eine Idee von West ins Spiel. Diese sieht vor, einen Teil der an das Wohngebiet anschließenden Ausgleichsfläche zu bebauen. Man schiebe die Bebauung nach unten, lasse ein Mehrfamilienhaus entfallen, erklärte er.

Wohnungen werden gebraucht

Bernd Kellermann sprach sich gegen diese neue Idee aus. Er habe die Reaktionen im Publikum beobachtet und könne deren Empfinden verstehen, dass nichts vorwärtsgehe und immer neue Ideen ins Spiel gebracht würden. Er sprach sich dafür aus, die Mehrfamilienhäuser beizubehalten, denn es würden auch Wohnungen gebraucht und er sehe in der Platzierung kein großes Problem. Man solle nicht aus den Augen verlieren, dass man sage: „Die modernste Idee von heute, sei der alte Schnee von morgen“, so Kellermann augenzwinkernd.

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