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Wachstum

Neues Baugebiet entsteht am Haid-Park

In Neutraubling soll die „Kastanienallee“ mit bis zu 150 Wohnungen sowie mit Gewerbe entstehen. Ein Planer stellte es vor.
Von Petra Schmid

Auf diesem Areal soll das Wohngebiet „Kastanienallee“ entstehen.  Foto: Archiv/Petra Schmid
Auf diesem Areal soll das Wohngebiet „Kastanienallee“ entstehen. Foto: Archiv/Petra Schmid

Neutraubling.Die Wirtschaftsstadt Neutraubling entwickelt sich stetig weiter. An der Haidauer Straße schräg gegenüber dem Stadtpark soll ein neues Baugebiet entstehen. Das Planungsgebiet trägt den Namen „Kastanienallee“. Das Konzept sieht einen Mix aus Wohnbebauung und nicht störendem Gewerbe vor. Zwischen 120 und 150 Wohnungen sollen dort entstehen. Auch beispielsweise Büros oder Arztpraxen sind vorgesehen.

Die Stadt Neutraubling, voran Bürgermeister Heinz Kiechle, setzt darauf, die Bürger frühzeitig einzubinden und stellte deshalb zusammen mit einem Planer die ersten Konzeptentwürfe vor. Der Experte erklärte aus seiner Sicht die Anforderungen an eine heutige Stadtplanung bei der Schaffung von lebenswertem Wohnraum. Ökologische Nachhaltigkeit, im Sinne der Vermeidung von unnötiger Versiegelung und der Nutzung innerörtlicher Baulücken, sei ebenso wichtig, wie auf die veränderte Lebens- und Arbeitswelt einzugehen, erklärte er. Das Konzept der Planung könne man mit „Wohnen und Arbeiten am Haid-Park“ umschreiben, sagte er und erklärte die Details der Planung.

Autos unter die Erde

Es seien sechs viergeschossige Gebäudekörper inmitten eines hohen Anteils an Park- und Grünflächen bei geringer Flächenversiegelung und offener Bauweise vorgeschrieben, beschrieb der Experte. Das Konzept sehe vor, vorrangig in Tiefgaragen die Fahrzeuge unterzubringen, freilich gebe es aber auch Stellplätze im Freien. Die Zufahrt von fünf der sechs Gebäudekörper erfolge über die Haidauer Straße und innerhalb des Grundstückes über eine Ringstraße. Zum sechsten Gebäudekörper komme man voraussichtlich über die Max-Plank-Straße, außerdem wolle man den Birkenfelder Weg als Fuß- und Radweg städtebaulich in Gebiet integrieren, führte der Planer aus.

Die Anforderungen an den Lärm- und Umweltschutz löse man städtebaulich durch die Gewerbebauten, die der Wohnbebauung vorgelagert seien. So ergebe sich eine Synergie zwischen Wohnen und Arbeiten zu einem modernen und zukunftsorientierten, innerstädtischen „Work-Life“-Konzept, warb der Architekt.

Die bestehende Wohnbebauung des Siemenswegs verfügt über fünf bis sieben Geschosse. Und an der Südgrenze befinde sich im Höhenprofil der Haid-Park mit bis zu fünf Meter hohen Hügeln und angrenzend der Gewerbebetrieb HP Pelzer mit einer etwa dreigeschossigen Bebauungshöhe, beschrieb der Planer das Umfeld. Die Viergeschossigkeit der geplanten Neubauten ergebe einen städtebaulich abschließenden Übergang zu den Gewerbebetrieben im Westen, sowie dem Haid-Park im Osten des Grundstückes, betonte er.

Im Jahr 2017 überplante das katholische Siedlungswerk bereits das Areal und man habe ausgehend von der damaligen Planung ebenso die Durchlässigkeit und Blickbeziehung der Wohnbebauung entlang des Siemenswegs Richtung Süden beachtet. Darüber hinaus wolle man diese Sichtbereiche durch Grünflächen aufwerten, betonte der Experte. Der Birkenfelder Weg werde nur als Geh-, Radfahrer- und Rettungsweg genutzt und man wolle den Eingriff auf die Kastanienallee auf ein Minimum reduzieren, versicherte er.

Gewerbe als Schallschutz

Es solle Wohnraum für alle Altersgruppen in Kombination mit Gewerbe- und Büroflächen als städtebaulicher Schallschutz geschaffen werden, um ein modernes und zukunftsorientiertes Arbeits- und Lebensumfeld entstehen zu lassen, fasste der Planer zusammen. Vor den Besuchern der Infoveranstaltung gab es keine kritischen Nachfragen, vielmehr zeigten viele der Gäste Interesse daran, wie die Gebäude und die einzelnen Wohnungen ausgestattet würden und ob Barrierefreiheit geplant sei.

Nächste Schritte

  • Bebauungsplan:

    Der Vorentwurf wurde von dem von der Stadt beauftragten Planungsbüro TB Markert aus Nürnberg ausgearbeitet und dem Gremium vorgestellt. Der Stadtrat billigte diesen mehrheitlich.

  • Beteiligung:

    Die Verwaltung wurde mit der Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, den Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange beauftragt.

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