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Wohnen

Start einer Wohnbau-Offensive

Die Baugenossenschaft St. Wolfgang feiert Richtfest am Ziegetsberg. Die 53 Wohnungen sollen aber nur ein erster Schritt sein.
Von Wolfgang Ziegler

Hoch oben auf dem Neubau formulierte Willibald Hasl, Senior-Chef von Holzbau Hasl aus Bodenwöhr, vor Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft den Richtspruch. Foto: altrofoto.de
Hoch oben auf dem Neubau formulierte Willibald Hasl, Senior-Chef von Holzbau Hasl aus Bodenwöhr, vor Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft den Richtspruch. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Nach nur sechs Monaten Bauzeit war es am Mittwoch so weit: In Anwesenheit von Vertretern aus Politik, Stadtverwaltung und Wirtschaft konnte die Wohnbau St. Wolfgang auf dem Ziegetsberg das Richtfest für drei neue Häuser mit insgesamt 53 Wohnungen feiern. Von diesen werden zwölf seniorengerecht konzipiert, elf sind für sozial schwächere Mieter vorgesehen. Mit ihrem Projekt in der Wolframstraße will die Baugenossenschaft sowohl jungen Familien als auch älteren, alleinstehenden Menschen ein neues Zuhause geben.

Um diesen Mieter-Mix zu realisieren, wird es in den Gebäuden Wohnungen der unterschiedlichsten Größen geben – vom Ein-Zimmer-Apartment bis zur Vier-Zimmer-Wohnung mit 90 Quadratmetern. Doch damit will es die Wohnbau St. Wolfgang nicht bewenden lassen: Auf dem 7000 Quadratmetern großen Grundstück gegenüber der Pfarrkirche St. Josef sollen schon möglichst bald der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen und noch einmal mindestens 60 Wohnungen geschaffen werden, wie die Vorstände Dieter Scheil und Markus Leberkern sagten. Damit rannten sie bei Bürgermeister Jürgen Huber offene Türen ein.

Geschäftspolitik wird geändert

Der freute sich in seinem Grußwort über den Beitrag der rührigen Baugenossenschaft, der Wohnungsnot in Regensburg entgegenzuwirken. Das Richtfest betrachtete Regensburgs Bürgermeister als „Übungslauf“, weil seine Bereitschaft groß sei, weitere Schritte mit der Wohnbau St. Wolfgang zu machen. „Wir werden noch mehr Veranstaltungen dieser Art feiern“, sagte er – und gab gleichzeitig die Garantie ab, dass genossenschaftliches Bauen in Regensburg zunehmen werde. „Unsere Stadt ist sehr beliebt. Täglich kommen Menschen, die hier leben wollen. Ihnen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist unser Ziel“, so Huber.

Die Vorstände der Wohnbau St. Wolfgang, Dieter Scheil (l.) und Markus Leberkern (2.v.l.), mit Bürgermeister Jürgen Huber Foto: altrofoto.de
Die Vorstände der Wohnbau St. Wolfgang, Dieter Scheil (l.) und Markus Leberkern (2.v.l.), mit Bürgermeister Jürgen Huber Foto: altrofoto.de

Diese Vorlage nahm Vorstand Markus Leberkern dankbar an, als er die Anfänge des Projekts schilderte, das auf eine Idee seines Vorstandskollegen Scheil aus dem Jahr 2015 zurückgeht, und einen Ausblick auf künftige Aktivitäten des Unternehmens gab. So werde sich nach seinen Worten die Geschäftspolitik der Baugenossenschaft deutlich verändern. In den nächsten acht bis zehn Jahren wolle die Wohnbau St. Wolfgang bis zu 200 Genossenschaftswohnungen bauen. Über ein „go“ der Stadtverwaltung für den zweiten Bauabschnitt in der Wolframstraße würde er sich daher sehr freuen.

In der Stadt Regensburg boomt die Baubranche, für sozial Schwächere wird es aber immer schwerer bezahlbaren Wohnraum zu finden. Mehr Artikel zum Thema Bauen und Wohnen in Regensburg finden Sie in unserem MZ-Spezial!

Acht Millionen werden investiert

Dort, auf dem Ziegetsberg, wird durch das Engagement der Baugenossenschaft, die bislang ihren Schwerpunkt in Kumpfmühl hat, ein neues Stadtviertel entstehen, wie es Pfarrer Horst Wagner formulierte. Er freute sich darüber, dass durch das Vorhaben die Pfarrkirche St. Josef „vom Feld ein bisschen in die Mitte gerückt“ werde.

Das Projekt

  • Wohnungen:

    Im ersten Bauabschnitt entstehen in drei Häusern 53 Wohnungen.

  • Größen:

    Die Gesamtwohnfläche beträgt rund 2700 Quadratmeter, die Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind 23 bis 90 Quadratmeter groß.

  • Ausstattung:

    Jedes Gebäude bekommt einen Aufzug und hat Zugang zur Tiefgarage.

Tatsächlich dehnt sich die städtische Bebauung durch die neuen Häuser ein Stück nach Süden aus, wo großzügige Außenanlagen mit einem Aufenthaltsbereich und einem Kinderspielplatz das Areal abrunden. Auch die Häuser selbst wurden nach modernsten Gesichtspunkten geplant. So bekommen sie eine Gaszentralheizung, die von einer Luft-Wärme-Pumpe unterstützt wird. Jede einzelne Wohnung hat Balkon oder Terrasse sowie eine feuchtegesteuerte Lüftungsanlage und Glasfaseranschlüsse mit Medienverteiler. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund acht Millionen Euro.

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