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Gemeinderat

Vom Mischgebiet zum Wohngebiet

In der Regensburger Straße in Obertraubling entstehen Wohnungen. Der Gemeinderat beschäftigte sich mit dem Bebauungsplan.

An der Regensburger Straße in Obertraubling. Archiv-Foto: Petra Schmid
An der Regensburger Straße in Obertraubling. Archiv-Foto: Petra Schmid

Obertraubling.Das Gelände beim ehemaligen Netto-Markt an der Regensburger Straße steht immer wieder im Mittelpunkt der Beratungen des Gemeinderats der Großgemeinde Obertraubling. Lange Zeit wurde verhandelt und diskutiert, weil auf dem Areal wieder ein Supermarkt angesiedelt werden sollte. Die Eigentümer folgten diesem Wunsch allerdings nicht und so wurde letztendlich ein Wohngebiet dort geplant.

Wie bei der Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplans üblich, können die Experten der entsprechenden Fachstellen und auch die Bürger ihre Bedenken zum geplanten Vorhaben äußern. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Obertraubling beschäftigte sich das Gremium mit den eingegangenen Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung der Bebauungsplan-Änderung „Obertraubling Mitte“.

CSU kann nicht zustimmen

Jürgen Hofer erklärte für die CSU-Fraktion im Gemeinderat, dass man den Würdigungen, die von den Planern auf die eingegangenen Stellungnahmen vorbereitet wurden, nicht zustimmen könne. Aus Sicht seiner Fraktion, würden diese zu wenig Sicherheit für gesunde Wohnverhältnisse bieten. Bereits in der Septembersitzung hatte sich der Gemeinderat mit den ausgearbeiteten Abwägungen zu einem Bebauungsplan unzufrieden gezeigt. Hofer erklärte mit Verweis darauf, dass es auch dieses Mal so sei und deshalb die CSU nicht zustimmen könne.

Karl Span regte bezüglich des in den Stellungnahmen befürchteten „wilden Parkens“ an , dass während der Bauphase ein entsprechender Nachweis an Ausweichparkflächen im Bauantrag aufgenommen werden solle. Bürgermeister Rudi Graß entgegnete, dass dem nichts entgegenstehe. Mit 11:8 Stimmen wurden die vorgeschlagenen Abwägungen zu den Stellungnahmen angenommen. Ohne Gegenstimmen hatten die Gemeinderatsmitglieder zuvor die Änderung des Flächennutzungsplans „Obertraubling Mitte“ beschlossen. Das Gelände des ehemaligen Netto-Marktes wird dabei vom Mischgebiet zu einem allgemeinen Wohngebiet umgewandelt.

Anpassung bei den Dächern

Ebenfalls ohne Gegenstimmen stimmten sie für die Abwägungen zu den eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan „Anno Santo III“. Die entsprechende Satzung wurde einschließlich der noch vorgebrachten Änderungswünsche einstimmig beschlossen. Eingearbeitet werden dabei die Anregungen unter anderem hinsichtlich des Dachüberstandes, der Dachgauben und der Farbe der Dachdeckung. Franz Aukofer hatte vorgebracht, dass es Auswirkungen auf das Ortsbild habe, wie groß der Dachüberstand bei einem Satteldach sei. Man solle sich hier am Bestand orientieren, forderte Aukofer. Schließlich lehne man sich beispielsweise auch bei der Höhe der Häuser an den bestehenden Gebäuden an.

Bürgermeister Graß entgegnete, dass er mit dieser Anpassung leben könne und er davon ausgehe, dass einzelne Bauherren sowieso mit einem Antrag zur Befreiung der Festsetzungen kommen werden. Dominik Bäumel regte an nachzufragen, ob es möglich sei, die Aufforstung der Ausgleichsfläche mit Laubwald in anderer Form durchzuführen. Denn es gebe schon viel Waldfläche in Obertraubling und dort seien derzeit viele Rehe oder Hasen.

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