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Wachstum soll verträglich sein

Mit der Ausweisung von Wohnraum will Zeitlarn die Entwicklung vorantreiben. Planungsgemeinschaft ist beauftragt.
Von Ralf Strasser

Zusätzliche Bahnhaltepunkte im Gemeindebereich Zeitlarn sollen zu einer Entzerrung der Verkehrslage in den Randgebieten beitragen. Foto: Lex
Zusätzliche Bahnhaltepunkte im Gemeindebereich Zeitlarn sollen zu einer Entzerrung der Verkehrslage in den Randgebieten beitragen. Foto: Lex

Zeitlarn.Der Flächennutzungsplan für die Gemeinde Zeitlarn nimmt konkrete Formen an. Viel Zeit hatten sich Verwaltung, Gemeinderat und Stadtplaner Bernhard Bartsch genommen, um die Entwicklung der Gemeinde mit einer Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes nachhaltig auf zukunftssichere Füße zu stellen.

Vor allem mit der Neuausweisung von Wohnraum will man die Entwicklung vorantreiben, will aber zugleich sicherstellen, dass das Wachstum auch für alle verträglich bleibt. Dazu hat die Verwaltung die Planungsgemeinschaft GEO.VERS.UM beauftragt, Verkehr- und Schallbelastungen zu untersuchen.

Wie verhält es sich mit der Fahrzeugdichte? Wie wird sich der Verkehr bei Neuausweisungen entwickeln? Welche Auswirkungen hat der Lärm und sind geplante Wohngebiete aus Sicht der zu erwartenden Belastung überhaupt möglich? Die gute Nachricht auf diese Frage: „Sie können alle Ausweisungen angehen, wenn verschiedene Schutzmaßnahmen ergriffen werden“, erklärte Horst Pressler von der Planungsgemeinschaft in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dennoch werden neue Wohnbaugebiete auch zusätzlichen Verkehr generieren, der sich etwa zentral im Bereich des Rathauses auf 14 000 Fahrzeuge täglich kumuliert. „Dazu kommt noch der Verkehr aus Regenstauf oder Ponholz, auch die im Raum stehende Weiterführung der Bundesstraße 16 wird sich auswirken“, so Pressler.

Bahnhaltepunkte angestrebt

Interessant ist dabei der Antrag der CSU-Fraktion, die auf zusätzliche Bahnhaltepunkte im Gemeindebereich drängt. „Das kann zu einer Entzerrung der Verkehrslage in den Randgebieten beitragen, im zentralen Bereich wird sich am hohen Verkehrsaufkommen aber wenig ändern“ Dazu Bürgermeister Franz Kröninger: „Die Angelegenheit ist in Arbeit.“

Wie sieht es mit der Lärmbelastung in den Gebieten mit Wohnzuwachs aus, welche Faktoren spielen hier eine Rolle? Im Fokus der Untersuchungen steht vor allem die Erweiterung in Laub, die relativ nah an die Bahnstrecke heranrückt. Hier sei die Elektrifizierung geplant, so Pressler, und diese könne eine Lärmschutzmaßnahme seitens der Bahn auslösen, zumal das Versprechen der Politik im Raum steht, für aktiven Lärmschutz sorgen zu wollen. „Fakt ist, dass ein aktiver Schutz entstehen muss“, betonte der Experte. Die gute Nachricht auch hier: Die Neubebauung und der Lärmschutz wirken sich positiv auf den Altbestand aus. In allen anderen Plangebieten ist die Belastung der Untersuchung zur Folge „unproblematisch“, allenfalls seien passive Maßnahmen erforderlich.

Das Ausleuchten der Verkehrs- und Lärmprognosen und die Anregungen von GEO.VERS.UM werden in den Flächennutzungsplan eingearbeitet, so Bernhard Bartsch, der die Menge der Ausweisungen betonte. „Wir sind hier sicherlich an die Grenzen gegangen. Aber es bleibt ein Angebot, das nicht eins zu eins so umgesetzt werden muss.“ Der Gemeinderat billigte die eingearbeiteten Änderungen, der Flächennutzungsplan wird nun ein weiteres Mal öffentlich ausgelegt.

Gewerbegebiet ist auf dem Weg

Weiter ist man hingegen beim Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Neuhof-Mühlhof, für den die eingegangenen Stellungnahmen abgewägt wurden. Vieles sei unproblematisch, so Bernhard Bartsch, der dem Gemeinderat die Einwendungen im Detail und sehr ausführlich vorstellte. Es gebe keinen gravierenden neuen Aspekt. Die Wasserschutzmaßnahmen sind eingearbeitet, lediglich Höhenfestsetzungen, geänderte Abstandsflächen oder abgrenzende Grünflächen wurden angepasst.

Nicht nur die Fachstellen hatten sich gemeldet, auch Grundeigentümer haben Änderungen angemahnt. So wird etwa die Sortimentsbeschränkung moniert. „Hier verfolgen wir Städtebauliche Ziele und lassen bis auf Angebote wie Nahrungsmittel und Getränke alles zu.“ Nach einer erneuten Auslegung für vier Wochen hofft die Gemeinde, den Startschuss für das Gewerbegebiet geben zu können.

Gemeinderat in Kürze

  • Straßensanierung:

    Die Prioritätenliste wird abgearbeitet. Als nächstes Projekt wird die Siebenbürgerstraße saniert.

  • Datenschutz:

    Das Gremium stimmte den Änderungen im Zweckverband zu und damit einem Aufstocken für eine weitere Personalstelle.

  • Regensburg:

    Der Gemeinderat stimmte der Bebauungsplanaufstellung für „Sallern-Nord“ zu.

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