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Politik

Rieger: „SPD gab vermutlich Million aus“

Bei CSU-Veranstaltung geht der MdL auf die Affäre Wolbergs ein. Die SPD habe mehr Spenden als die 618 000 Euro erhalten.

Will die CSU-Spenden öffentlich machen: MdL Dr. Franz Rieger, hier mit der Bundestagsabgeordneten Astrid Freudenstein beim „Anfasseln“ am Sonntag.
Will die CSU-Spenden öffentlich machen: MdL Dr. Franz Rieger, hier mit der Bundestagsabgeordneten Astrid Freudenstein beim „Anfasseln“ am Sonntag. Foto: Geradtz

Regensburg. Beim „Anfasseln“, einer politischen Veranstaltung der Stadt-CSU am Sonntag, sagte der Landtagsabgeordnete Dr. Franz Rieger, seine Partei habe beim OB-Wahlkampf 2014 rund 400 000 Euro an Spenden erhalten. Die Sozialdemokraten dagegen hätten „vermutlich in Richtung eine Million“ bekommen. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte er am Telefon: 618 000 Euro hätten nach bisherigen Medienberichten die drei beschuldigten Bauträger gegeben. „Und wahrscheinlich flossen noch Einzelspenden.“

Wie berichtet, gibt es einen Anfangsverdacht wegen Vorteilsgewährung bzw. -annahme gegen Oberbürgermeister Joachim Wolbergs sowie die drei Bauträger Tretzel, Schmack und Immobilienzentrum Regensburg.

Lesen Sie hier sämtliche Berichte zur Affäre um Joachim Wolbergs.

Für den Montag kündigte Rieger beim sogenannten Anfasseln im Gasthaus Goldener Hirsch in Großprüfening an, die Regensburger CSU werde die Spenden offenlegen, die im vergangenen Kommunalwahlkampf an sie geflossen sind. „Wir werden Zahlen veröffentlichen, was wir selbst von den drei Bauträgern erhalten haben“, so Rieger. Zum Spendenskandal der SPD wolle er sich nicht weiter äußern. Rieger erklärte: „Zur Affäre Wolbergs sage ich nichts, da soll sich die Öffentlichkeit selbst ein Bild machen. Wir haben eine weiße Weste.“

SPD-Fraktionschef Norbert Hartl sagte am Sonntag in einer Stellungnahme auf Anfrage unserer Zeitung, er glaube „auf keinen Fall“, dass sich die Spendensumme in Richtung eine Million Euro bewegt habe. „Ich weiß nur, dass wir viele Spenden erhalten haben.“ Im OB-Wahlkampf 2014 seien aber mehr Einzelspenden von Privatleuten eingegangen als in früheren Wahlkämpfen. „Die Regensburger wollten einen Politikwechsel“, betonte Norbert Hartl.

In früheren OB-Wahlkämpfen habe die CSU stets „über die vierfache Summe der SPD verfügt“. Die Sozialdemokraten hätten immer 200 000 bis 250 000 Euro gehabt. (ko/mxg)

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