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Fall Wolbergs

Polizei richtet Ermittlungsgruppe ein

Im Fall Wolbergs hat die Kripo Regensburg Personal gebündelt und am Montag eine 13-köpfige Ermittlungsgruppe gegründet.
Von Dagmar Unrecht, MZ

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs bei einer Pressekonferenz anlässlich der Vorwürfe gegen ihn.
Oberbürgermeister Joachim Wolbergs bei einer Pressekonferenz anlässlich der Vorwürfe gegen ihn. Foto: Ried

Regensburg.Vor einer Woche wurde der Fall Wolbergs bekannt, jetzt hat die Kriminalpolizei Regensburg eine eigene Ermittlungsgruppe (EG) dazu eingerichtet. Nach Auskunft von Theo Ziegler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg, gibt es seit Montag im Fall Wolbergs eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Spende“. In dem insgesamt 13-köpfigen Polizeiteam arbeiten laut Ziegler auch Kräfte aus anderen Kommissariaten mit. Ziel einer solchen Gruppe – ab 20 Ermittlern würde man von einer Sonderkommission (Soko) sprechen – ist es, „die Personalstärke in einem Fall zu erhöhen“, so Ziegler weiter. Ermittlungsgruppen werden laut Polizei dann eingerichtet, wenn der Ermittlungsaufwand umfangreich ist. So gibt es zum Beispiel im Fall Maria Baumer ebenfalls eine Ermittlungsgruppe namens „Maria“.

Im Fall Wolbergs wird nach Auskunft der Regensburger Staatsanwaltschaft mit Hochdruck ermittelt. Derzeit würden weitere Unterlagen ausgewertet, die Ermittlungen werden laut Ziegler noch Wochen dauern. Weitere Details zum derzeitigen Ermittlungsstand gibt die Staatsanwaltschaft nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt wegen eines Anfangsverdacht der Vorteilsgewährung bzw. -annahme gegen Oberbürgermeister Joachim Wolbergs im Zusammenhang mit Spenden von drei Unternehmen aus der Immobilienbranche. Das Immobilienzentrum Regensburg hat die Spenden gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Die anderen beiden Spender – es soll sich um Volker Tretzel und Ferdinand Schmack handeln – haben sich bisher trotz mehrfacher Nachfragen unserer Zeitung nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Lesen Sie mehr: Laut dem CSU-Landtagsabgeordneten Franz Rieger spendeten drei Bauträger 90 550 Euro für den Wahlkampf an seine Partei – viel weniger als an die SPD.

Auf einer Pressekonferenz hat Joachim Wolbergs in der vergangenen Woche Stellung genommen zu den Vorwürfen gegen ihn, wie unser Video zeigt:

Stellungnahme von OB Wolbergs

Die Affäre Wolbergs hat Sprengkraft, schreibt MZ-Redakteurin Claudia Bockholt in ihrem Leitartikel. Die Medien haben dabei eine besondere Verantwortung.

Kommentar

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