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Korruptionsverfahren

Prozess: So fielen die Urteile aus

Suspendierter OB Wolbergs wird in zwei Fällen schuldig gesprochen. Tretzel bekommt Bewährungsstrafe, Freispruch für Hartl.

Joachim Wolbergs sitzt im Verhandlungssaal im Landgericht. Foto: Armin Weigel/dpa
Joachim Wolbergs sitzt im Verhandlungssaal im Landgericht. Foto: Armin Weigel/dpa

Regensburg.Im Regensburger Korruptionsprozess ist der suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs in zwei Fällen der Vorteilsannahme schuldig gesprochen worden. Von einer Strafe werde aber abgesehen, entschied das Landgericht Regensburg am Mittwoch.

Der 48-Jährige musste sich seit vergangenem Herbst vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer wegen Vorteilsannahme und Verstoßes gegen das Parteiengesetz verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm zudem Bestechlichkeit zur Last gelegt und eine Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren gefordert. Seine Verteidiger plädierten auf Freispruch.

Korruptionsverfahren

Wolbergs: Nächster Prozess ab Oktober?

So sieht der weitere Zeitplan aus. Bei Schaidinger und Rieger zieht sich der Abschluss der Ermittlungen hin.

Bewährung für Volker Tretzel

Der mitangeklagte Bauunternehmer Volker Tretzel wurde wegen Vorteilsgewährung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, dessen früherer Mitarbeiter Franz W. wegen mehrerer Vorwürfe zu Geldstrafen.

Hier sehen Sie die Bilder vom Tag der Urteilsverkündung:

Das Urteil im Wolbergs-Prozess ist gefallen

Eine Pressemitteilung der Verteidiger von Volker Tretzel lesen Sie hier!

Der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Norbert Hartl, wurde freigesprochen.

Es ging in dem Prozess unter anderem um die Frage, ob Spenden des Bauunternehmers Tretzel an die SPD im Kommunalwahlkampf 2014 und an den Sportverein Jahn Regensburg bei der Vergabe eines Bauprojektes an Tretzels Firma eine Rolle gespielt haben.

Justiz

Viel Lärm um Tretzels „schrägen Scherz“

Im Korruptionsprozess hat sich Regensburgs suspendierter OB Wolbergs nochmals geäußert. Die Wogen schlugen danach hoch.

Joachim Wolbergs bestritt Vorwürfe

Die Ankläger sahen dies als erwiesen an. Ihrer Überzeugung nach profitierte Wolbergs zudem durch vergünstigte Renovierungsarbeiten an einem Ferienhaus, seine Mutter und Schwiegermutter bekamen durch Preisnachlässe beim Kauf von Eigentumswohnungen. Wolbergs hat die Vorwürfe stets bestritten.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung des Landgerichts zur Urteilsverkündung.

Wolbergs war 2014 als SPD-Kandidat in einer Stichwahl mit großer Mehrheit zum Oberbürgermeister gewählt worden. Im Juni 2016 begannen die Ermittlungen gegen ihn, Anfang 2017 musste er für sechs Wochen in Untersuchungshaft und wurde vorläufig vom Amt suspendiert.

Der Prozess begann Ende September 2018. Im April 2019 trat Wolbergs aus der SPD aus. (dpa)

Unser Video vom Tag der Urteilsverkündung:

Korruptionsprozess: Schuldspruch ohne Strafe für W


Mehr Infos zur Urteilsverkündung finden Sie in unserem Ticker:

Aktuelles zum Regensburger Korruptionsverfahren

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