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Korruptions-Prozess

Wolbergs greift Staatsanwalt scharf an

In einem Video äußert sich der suspendierte Regensburger OB zu Vorfällen im Gerichtssaal. Der Clip ist 30 Minuten lang.
von Christine Strasser

Joachim Wolbergs hat sich erneut zum Korruptionsprozess geäußert. Foto: Uwe Moosburger/altrofoto.de
Joachim Wolbergs hat sich erneut zum Korruptionsprozess geäußert. Foto: Uwe Moosburger/altrofoto.de

Regensburg.Der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat sich am Freitagabend erneut auf Facebook zu Wort gemeldet. In einer halbstündigen Videobotschaft äußert sich Wolbergs zu Vorfällen im laufenden Korruptionsprozess vor dem Landgericht und greift dabei Oberstaatsanwalt Markus Pfaller scharf an. Dessen Vortrag am Montag bezeichnet Wolbergs als „Showveranstaltung“, die in ihrer Form eine reine Inszenierung für die Medien gewesen sei. Pfaller hatte den „inakzeptablen und unwürdigen“ Umgang mit den zuständigen Staatsanwältinnen kritisiert. Und er hatte betont: „Man wird uns hier nicht mürbe machen.“

Mehr Botschaften sollen folgen

Mit Sachaufklärung hatte Pfallers Auftritt laut Wolbergs nichts zu tun. „Ich werde mir das nicht mehr gefallen lassen“, sagt er in dem Clip. Der suspendierte OB kündigt ferner an, dass er sich nun künftig öfter per Videobotschaft melden werde. Er wolle seine Eindrücke vom Verfahren schildern, sich aber auch zu den Ermittlungen und den Umständen, die zu seiner Inhaftierung führten, äußern. „Die Haft war rechtswidrig und dabei bleibe ich und ich werde dafür kämpfen so lange ich kann, dass ich irgendwann juristisch dafür eine Bestätigung erhalte. Diese Haft, das war von der Staatsanwaltschaft beabsichtigt, sollte nur dazu führen, dass ich aufgebe“, führt Wolbergs aus. Diesen Gefallen werde er der Behörde jedoch niemals tun. Die Untersuchungshaft habe sein Leben zerstört.

Extrem verhärtete Fronten

Wolbergs wirft der Staatsanwaltschaft vor, gar nicht nach Recht und Gerechtigkeit zu suchen. Es gehe ihr vielmehr lediglich darum, als „Sieger aus dem Verfahren“ hervorzugehen. Mehr als zwei Jahre lang habe die Staatsanwaltschaft „mit vollster Absicht das Bild von Schwerverbrechern in der Öffentlichkeit gezeichnet“. Schon am Donnerstag hatte sich im Sitzungssaal zwischen Wolbergs‘ Verteidiger Peter Witting und der Staatsanwaltschaft geknallt. Er hatte die anwesende Oberstaatsanwältin aufgefordert, „Ihren Sauhaufen“ zusammenzukehren.

Hier sehen Sie die Videobotschaft von Joachim Wolbergs:

Justiz

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