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Straubing.

Schüler liefern zukunftsorientierte Ideen

Stiftung prämiert Facharbeiten zum Thema Nachwachsende Rohstoffe. Gymnasialpreis 2009 schüttete 1500 Euro an Schüler von zehn Gymnasien aus.

Ministerialdirigent a. D. Reinhold Erlbeck (Zweiter von rechts) hielt die Laudatio für die Preisträger. Unter ihnen Karin Braumandl, Christian Hebel und Filip Meier (von links). Foto: Haas

Von Johann Haas, MZ

1500 Euro wurden am Mittwochnachmittag für Facharbeiten zum Thema Nachwachsende Rohstoffe ausgeschüttet. Die Stiftung Nachwachsende Rohstoffe hat damit auch 2009 wieder die besten Arbeiten zu diesem Thema prämiert. Unter den ersten zehn Preisträgern erhielten die ersten sechs einen Geldbetrag ausgehändigt. Der erste Preis ging an das Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium in Cham. Die folgenden neun Plätze belegen Gymnasiasten aus den Schulen in Straubing und Bogen.

Bereits seit 2006 schreibt die Stiftung diesen Gymnasialpreis aus. „Dieses Jahr wurden erfreulicherweise mehr Facharbeiten als je zuvor eingereicht“, bilanzierte Ministerialdirigent a. D. Reinhold Erlbeck, der Mitglied im Stiftungsrat und Vorstandsvorsitzender von C.A.R.M.E.N. e. V. ist. Hinzu käme, dass sich diese Arbeiten auch noch durch ihre Qualität ausgezeichnet hätten.

Christoph Habel aus Cham hatte sich mit dem Thema „Lignin – vom Holz zum Kunststoff“ beschäftigt und landete damit auf Platz eins. Er konnte 500 Euro Preisgeld mit nach Hause nehmen. Habels Facharbeit beschäftigt sich mit der Verwertbarkeit der Holzkomponente Lignin, insbesondere in der Kunststoffchemie. Ministerialdirigent a. D. Reinhold Erlbeck sprach von „einer äußerst gelungen Kombination aus Theorie und eigenen Versuchen“. Seine eigenen Experimente seien sehr wissenschaftlich ausgeführt und aufbereitet worden.

So dokumentiere der Theorieteil ein gutes Verständnis des Themas und sei aufgelockert durch viele Abbildungen, Formeln und Reaktionsmechanismen. Ausgehend von der Beschreibung des Aufbaus von Holz seien die beiden wichtigsten Baukomponenten Cellulose und Lignin genauer analysiert und ein Überblick über bestehende Verwendungsmöglichkeiten gegeben worden.

Im praktischen Teil seien die einzelnen Arbeitsschritte sehr detailliert erklärt und mit vielen Fotos des Versuchsaufbaus belegt worden. „In seiner Zusammenfassung wurde bei Habel deutlich, dass Holz als Nachwachsender Rohstoff nicht nur zur Cellulosegewinnung von Bedeutung ist, sondern auch Lignin kein Abfallstoff sein muss und darf“, resümierte Erlbeck.

„Die fossilen Energien neigen sich dem Ende zu“, bewerteten Bürgermeisterin Maria Stelzl und Landratsvertreter Josef Laumer die aktuelle Situation auf dem Energiesektor. Alternativen seien daher notwendig, waren sie sich einig und freuten sich über das Engagement der Schüler, sich mit dem Thema Nachwachsende Rohstoffe näher auseinanderzusetzen. Der Einsatz von Nachwachsenden Rohstoffen ist heutzutage für die Stiftung rentabel. „In einigen Bereichen der Umwelttechnologie ist Deutschland führend“, unterstrich Erlbeck. Zukunftsorientierte Ideen und Projekte mit Nachwachsenden Rohstoffen benötigen Unterstützung und die Umsetzung.

Leitgedanke der „Stiftung Nachwachsende Rohstoffe“ ist es, bei der Verwirklichung zu helfen und Mittel so einzusetzen, dass die Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen durch die Wirtschaft schnell und flexibel ermöglicht wird. Daher ist für Erlbeck der Gymnasialpreis von großer Bedeutung für die zukünftigen Generationen.

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