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Glaube

100 Stimmen zur Ehre Gottes

20 Priester am Alter und rund 100 Sänger feierten den Dekanatsjahrestag mit einer Eucharistie in der Pfarrkirche Teublitz.
Von Werner Artmann

Der Dekanatschor sang bei der Eucharistie unter der Leitung von Norbert Hintermeier die „Saltendorfer Marienmesse“. Fotos: Werner Artmann
Der Dekanatschor sang bei der Eucharistie unter der Leitung von Norbert Hintermeier die „Saltendorfer Marienmesse“. Fotos: Werner Artmann

Teublitz.Seit Jahrzehnten ist der Dekanatsjahrtag gleichzeitig der Dekanatskirchenmusiktag. Nicht nur alle Priester, sondern auch die Kirchenmusiker, Chorleiter, Organisten und Chormitglieder haben die Möglichkeit, daran teilzunehmen und aktiv mitzuwirken. Das Kapitels-amt ist ein Gottesdienst, der nicht auf eine Pfarrei beschränkt ist, sondern sich an das gesamte Dekanat wendet. Daher treffen sich viele Gläubige aus den verschiedenen Pfarreien und Chormitglieder der Kirchenchöre gestalten gemeinsam diesen Festgottesdienst. Verantwortlicher musikalischer Leiter ist dabei Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier.

Freude beim Singen

Seine Aufgabe ist es, die dargebotenen Lieder, Gesänge und Kirchenmusik auszuwählen. „Dies alles sollte den Sängern Freude beim Singen bereiten,“ sagte Hintermeier. „Oberstes Kriterium ist aber immer, dass die Kirchenmusik den liturgischen Anforderungen entspricht und auch vorbildlich ist.“ Die Gemeindelieder wurden mit eigenen Chorstrophen, die ebenfalls aus der Feder von Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier stammen, abwechselnd gesungen.

Begegnungen im Pfarrheimgarten mit Dekan Hans Amann (r.) Pfarrer Thomas Senft (2.v. r.), Pater John (l.) und Pfarrer Michael Hirmer (2.v.l.)
Begegnungen im Pfarrheimgarten mit Dekan Hans Amann (r.) Pfarrer Thomas Senft (2.v. r.), Pater John (l.) und Pfarrer Michael Hirmer (2.v.l.)

Auch konnten beim „Gloria“ und „Sanctus“ alle Gottesdienstteilnehmer mitsingen. Auch beim Antwortgesang „Halleluja,“ dem Lied während der Kommunion und beim Danklied, war diese Möglichkeit des Mitsingens gegeben.

Damit die musikalische Gestaltung noch ansprechender wurde, wirkten zusätzlich verschiedene Instrumentalisten mit. Nicht nur bei der Messe, auch bei den Liedeinspielen, als Zwischenstrophen, bei Vorsängerteilen musizierten in Teublitz folgende Musikerinnen und Musiker mit: Veronika Miller-Wabra (Harfe), Anke Schindlbeck und Eva-Maria Weiß (Querflöten), Volker Droge (Fagott), Wolfram Kangler (Violoncello) und Jan Schießl (Kontrabass). Norbert Hintermeier war auch selbst an der Orgel zugange.

Chronik der Dekanatsmusiktage

  • Gründung:

    Die Dekanatskirchenmusiktage begründete in der Diözese Regensburg 1968/69 der damalige Diözesankirchenmusikdirektor Joseph Caspers.

  • Gottesdienst:

    Immer stand ein Gottesdienst im Mittelpunkt dieser jährlich durchgeführten Veranstaltung. Da diese anfangs am Sonntag abgehalten wurden, konnten aus dienstlichen Gründen vielfach Priester, aber auch Kirchenmusiker nicht immer teilnehmen.

  • Kapitelsamt:

    Den Dekanatsjahrtag bzw. das Kapitelsamt gemeinsam mit Chormitgliedern aus dem gesamten Dekanat Schwandorf mitzugestalten, zeigt auch die Verbindung der Pfarreien untereinander und bildet jährlich einen schönen Abschluss vor der Urlaubs- und Ferienzeit.

  • Verantwortlicher:

    Musikalischer Leiter ist mittlerweile seit Jahrzehnten Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier aus der Pfarrei Herz-Jesu Teublitz.

Die beim Dekanatsjahrtag mitwirkenden Chorsängerinnen und -sänger kamen neben dem Chor der gastgebenden Pfarrei Herz Jesu Teublitz aus nachfolgenden Pfarreien: Schwandorf (Münsterchor Kreuzberg mit Chorleiterin Stephanie Jehl; Herz Jesu mit Volker Droge; St. Paul mit Marlene Scharf, Wackersdorf mit Rudi Mandl; Bodenwöhr mit Eva Blommer; Nittenau mit Rainer Blommer; Alten- und Neuenschwand mit Doris Götz; Rappenbügl mit Alois Rinner; Burglengenfeld St. Vitus und St. Josef mit Hans-Josef Doser; Fischbach mit Michaela Kangler-Lang sowie Sängerinnen und Sänger aus der Pfarrei St. Ägidius Bruck.

Der Liturgiebeauftragte des Dekanats, Pfarrer Andreas Weiß aus Bruck, besuchte auch die Chorprobe und sprach dabei den Mitwirkenden Dank aus. Auch Sängerinnen und Sänger aus Pfarreien außerhalb des Dekanats Schwandorf (z.B. aus Kallmünz) beteiligen sich immer wieder gerne bei diesen Gottesdiensten.

Großer Chor ist ein Erlebnis

Denn für viele Chormitglieder ist es auch ein Erlebnis, mit über 100 Sängerinnen und Sänger einen großen Chor zu bilden, um Gott zu loben. Dies will Dekanatskirchenmusiker Hintermeier richtig verstanden wissen: Ein Gottesdienst dürfe keine Aufführung einer Messe sein vergleichbar einem Konzert, sondern der Gottesdienst solle an vorderster Stelle sein und die Musik dazu sei „alles zur größeren Ehre Gottes“.

Dem Kapitelamt stand Dekan Monsignore Hans Amann vor. Gemeinsam mit ihm feierten 21 Pfarrer den Gottesdienst. Die Predigt übernahm Pfarrer Dr. Christian Hartl aus Freising, Hauptgeschäftsführer des bischöflichen Hilfswerkes Renovabis. Er referierte schon nachmittags bei der Dekanatskonferenz im Pfarrheim.

Pfarrer Hartl erinnerte in seiner Predigt an die Aufgabe der bischöflichen Hilfswerke, zu denen auch Adveniat, Misereor, Caritas international, Missio und die Sternsinger gehören. „Es geht um Solidarität mit den Menschen weltweit und es geht um den Sendungsauftrag Christi.“ Nach dem Gottesdienst traf sich die Gemeinde dann noch zu einer Begegnung im Pfarrheimgarten.

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