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Kunst

1000 Tauben mit neuer Mission

Die Tauben der Ahoj-18-Ausstellung kommen herum. Zurzeit sind sie in Tschechien.

Die Friedenstauben aus der Ahoj-18-Kunstausstellung sind in der Wallfahrtskirche in Neratov gelandet. Dort bleiben sie bis zur Adventszeit ausgestellt.  Foto: Wunder
Die Friedenstauben aus der Ahoj-18-Kunstausstellung sind in der Wallfahrtskirche in Neratov gelandet. Dort bleiben sie bis zur Adventszeit ausgestellt. Foto: Wunder

Neunburg.Die mittlerweile rund 1000 Friedenssymbole umfassende Kollektion kann bis zur Adventszeit besichtigt werden. Damit ist die Reise der Tauben jedoch nicht zu Ende. Dem Kunstverein Unverdorben (KVU) liegt eine Anfrage eines Interessentenkreises aus Hessen vor, der die Neunburger Friedenstauben im Jahr 2020 in Kassel einer breiten Öffentlichkeit präsentieren möchte. Darüber hinaus gibt es Pläne, die Ausstellung ein weiteres Mal nach Klatovy (dt. Klattau) zu bringen und in der dortigen Russisch-Orthodoxen Kirche zu zeigen.

Die Fahrt in die Tschechische Republik vom 9. bis 12. August wurde in ein grenzüberschreitendes Kulturprojekt eingebunden, welches auch vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond gefördert wird. Zentrales Vorhaben war die Übersiedlung der Friedenstauben aus der Ahoj-18-Kunstausstellung von Neunburg vorm Wald an die tschechisch-polnische Grenze nach Neratov (dt. Bärnwald).

Die Sammlung nach einer Idee der aus Neunburg stammenden Künstlerin Miriam Ferstl entstand mit Schülern der Kunstschule Klatovy sowie der Schulen aus Neunburg, des Gymnasiums Oberviechtach, der örtlichen Kindergärten sowie von Asylbewerbern aus dem Übergangswohnheim Neunburg-Plattenberg. Jugendliche der Grundschule und Betreuungseinrichtung in Neratov und Bartošovice hatten sich kürzlich der Aktion angeschlossen und ebenfalls Friedenstauben gefertigt.

Am Abend des ersten Reisetages traf sich die KVU-Delegation in Brünn mit Prof. Karel Rechlik, einem Aussteller bei den Internationalen Kunstausstellungen „Ahoj 17 – Kunst und Glauben“ und „Ahoj 18 – Kunst und Frieden“. Er hatte die Kontakte zur nordböhmischen Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt hergestellt und gemeinsam mit Ingenieur Stanislav Skricka die Ausstellung in Neratov vorbereitet.

Skricka eröffnete die Vernissage am Sonntag, 11. August, in der Wallfahrtskirche. „Ich vermute, es gibt keinen besseren Ort für die Friedenstauben als gerade hier“, sagte er. Die Einwohner deutscher und tschechischer Nationalität hätten in Neratov Bärnwald Jahrhunderte hindurch zusammen in Frieden gelebt, es habe aber auch gewaltvolle Auseinandersetzungen gegeben.

Prof. Karel Rechlik würdigte in diesem Zusammenhang den KVU-Vorsitzenden Peter Wunder als „wichtigsten und unersetzlichen Initiator“. Dieser lud alle zur Vernissage der Internationalen Kunstausstellung „Ahoj 19 – Kunst und Natur“ am 13. September nach Neunburg ein.

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