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Region Schwandorf
Freitag, 25. Mai 2018 22° 8

Löscheinsatz

100 000 Euro Schaden nach Kellerbrand

Aktive von sechs Feuerwehren waren am Montag in Burglengenfeld gefordert. Die Polizei vermutet einen Kurzschluss als Ursache.
Von André Baumgarten

  • Sechs Feuerwehren rückten an, um den Kellerband in der Robert-Schumann-Straße in Burglengenfeld zu löschen. Foto: Baumgarten
  • Kreisbrandinspektor Thomas Schmid und Kreisbrandmeister Markus Dechant waren ebenfalls vor Ort. Foto: ba
  • Einsatzleiter Bernd Zimmermann (links) koordinierte die Arbeiten bei dem brenzligen Einsatz in Burglengenfeld. Foto: ba
  • Ein Innenangriff durch die Haustür war nicht möglich – die Atemschutzgeräteträger drangen durch eine Kellertür zum Brandort vor. Foto: ba

Burglengenfeld. Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass sich der Brand nicht weiter ausdehnte: Am Montagfrüh waren die Ehrenamtlichen von sechs Feuerwehren aus dem Städtedreieck bei einem Kellerbrand in der Robert-Schumann-Straße gefordert. Gegen 8.30 Uhr ging der Alarm bei der Integrierten Leitstelle (ILS) ein – „Brand Keller, Person in Gefahr“. Letzteres klärte sich schnell am Einsatzort; die Bewohner konnten sich selbst rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt.

Bei Eintreffen der Retter quoll bereits starke Rauch aus der Eingangstür des Anwesens. Unter schwerem Atemschutz drangen drei Feuerwehrleute im Erstangriff in den Keller vor, wo ein offener Brand wütete und schon aus dem Fenster schlugen. Unterstützung bekamen sie von zwei weiteren Einsatztrupps, die dann gemeinsam gegen die Flammen kämpften. Einsatzleiter Bernd Zimmermann berichtete von „Null Sicht“; das ganze Wohnhaus sei stark verraucht gewesen. Die Einsatzkräfte der Burglengenfelder Feuerwehr seien aufgrund eines vorangegangenen Alarms schnell vor Ort gewesen – sie waren gerade von einem unter Wasser stehenden Keller wieder im Feuerwehrhaus angekommen.

In dem Kellerraum im hinteren Bereich des Hauses brach das Feuer aus. Foto: ba

Die Ehrenamtlichen waren alles bekleidet und mussten nur die Fahrzeuge wechseln. „Das war das große Glück bei diesem Einsatz“, betonte Zimmermann. Durch das frühe Eingreifen sei der Brand schnell unter Kontrolle gebracht worden. Durch das Haus konnten die Atemschutzgeräteträger nicht vordringen – sich nutzten einen eigenen Eingang zum Keller, um im Inneren die Flammen zu löschen. Bewährt habe sich, dass zusätzliche Kräfte im Zementwerk mit zu dem Einsatz in der Robert-Schumann-Straße eilten.

Rauch zog durch das ganze Haus

Laut den ersten Ermittlungen der Polizei könnte der Brand durch einen technischen Defekt ausgelöst worden sein. Nach einem Unwetterschaden war im Keller ein Trocknungsgerät in Betrieb, das vermutlich einen Kurzschluss hatte. Den Schaden bezifferten die Beamten der Polizeiinspektion in Burglengenfeld vorerst auf mindestens 100 000 Euro. Das gesamte Haus des betroffenen Ehepaars aus Burglengenfeld wurde durch die Rauchentwicklung in Mitleidenschaft gezogen.

Rund 90 Aktiven rückten nach dem Alarm zum Einsatzort aus. Foto: ba

Das BRK war mit dem regulären Rettungswagen sowie dem „Hintergrund-Retter“ der Burglengenfelder Bereitschaft im Einsatz. Zudem wurden ein Notarzt und der „Helfer vor Ort“ aus Maxhütte-Haidhof alarmiert. Sie bekamen jedoch nichts zu tun: Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Sie blieben zur Absicherung der rund 90 eingesetzten Feuerwehrleute aus Burglengenfeld, Teublitz, Maxhütte-Winkerling, Pirkensee, Münchshofen und Meßnerskreith aber vor Ort. Den Einsatz unterstützten zudem Kreisbrandinspektor Thomas Schmid und Kreisbrandmeister Markus Dechant.

Ein Video vom Löscheinsatz in Burglengenfeld sehen Sie hier:

Video: Baumgarten/MZ

Der Einsatz in Zahlen

  • Feuerwehr:

    Sechs Feuerwehren rückten nach dem Alarm gegen 8.30 Uhr an. Insgesamt waren rund 90 Ehrenamtliche im Einsatz. Auch Kreisbrandinspektor Thomas Schmid und Kreisbrandmeister Markus Dechant waren vor Ort.

  • Rettungsdienst:

    Mit zwei Rettungswagen war das BRK an der Einsatzstelle, dazu ein Notarzt und der „Helfer vor Ort“ aus Maxhütte-Haidhof sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst – sie alle bekamen keine Arbeit. (ba)

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