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Engagement

1032 Mal für die Anwohner da

Die Nachbarschaftshilfe in Wackersdorf ist für die Gemeinde unverzichtbar. Die Vorstandschaft erhielt erneutes Vertrauen.
Von Johann Ippisch

Die gewählte Vorstandschaft mit den Schriftführern Werner Grünwald und Heike Kimmer-Fersch, stellvertretender Kassier Jochen Kramer, Gertraud Kerschner, 1. Kassier Günther Schmidt, Koordinatorin Elke Meier, 1. Vorsitzender Artur Gut und 1. Bürgermeister Thomas Falter (von links).  Foto: Johann Ippisch
Die gewählte Vorstandschaft mit den Schriftführern Werner Grünwald und Heike Kimmer-Fersch, stellvertretender Kassier Jochen Kramer, Gertraud Kerschner, 1. Kassier Günther Schmidt, Koordinatorin Elke Meier, 1. Vorsitzender Artur Gut und 1. Bürgermeister Thomas Falter (von links). Foto: Johann Ippisch

Wackersdorf.Rund sechs Jahre nach Gründung des Nachbarschaftshilfevereins Wackersdorf e. V. ist die Nachfrage nach deren Hilfe ungebrochen. Mit 1032 Einsätzen von 48 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sind dies rund vier Einsätze pro Woche. Koordiniert wird dies überwiegend von Elke Meier, die im Wackersdorfer Rathaus jeden Dienstag von 9 Uhr bis 10 Uhr erreichbar ist. Der Nachbarschaftshilfeverein hat sich auf die Fahne geheftet, älteren Menschen bei Dingen des alltäglichen Lebens behilflich zu sein, Einsamkeit zu lindern und sozialen Halt zu geben.

Der gemeinnützige Verein ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen, gewinnorientierten Zwecke. Dies scheint dem Verein auch im zurückliegenden Jahr 2019 wieder gelungen zu sein. 1. Vorsitzender Artur Gut gab bei der Generalversammlung in der Gaststätte Glück, einen positiven Bericht über das Geschäftsjahr 2019. Bei den geleisteten Einsätzen handelte es sich überwiegend um Besuchsdienste, kleine Hilfen im Haushalt, Fahr- und Begleitdienste, Hilfe im Garten, kleine handwerkliche Hilfen, Hilfe bei Vorsorgeleistungen, Einkaufen, Behördenangelegenheiten und so weiter.

Jeder Fünfte über 65 Jahre alt

Der Anteil der über 65-Jährigen liegt in der Gemeinde aktuell bei 19 Prozent, das heißt, der Anteil ist seit 2018 um zwei Prozent weiter angestiegen. „Wir, die Nachbarschaftshilfe Wackersdorf, sehen uns auch darin, das soziale Netz in Wackersdorf enger zu knüpfen sowie Versorgungslücken möglichst aufzufangen“, sagt Gut. Er sieht den Nachbarschaftshilfeverein zur Schaffung einer seniorengerechten Infrastruktur in der Gemeinde auch als Art „Feuerwehrfunktion“.

Nachdem bereits jeder fünte Wackersdorfer über 65 Jahre alt ist, hatte Gut auch noch einige Wünsche offen wie zum Beispiel Betreutes Wohnen, Einkaufsmöglichkeiten in Brückelsdorf, Verbesserung der Busverbindung nach Schwandorf, insbesondere am Wochenende, öffentliche Toilette am Marktplatz, Schneeräumen für ältere und gebrechliche Mitbürger, Zusammenarbeit aller im Seniorenbereich tätigen Vereine und Verbände.

Der Verein

  • Träger:

    Arbeiterwohlfahrt Ortsverband, VdK Ortsverband, Katholische Kirche, Gemeinde Wackersdorf, Eltern aktiv und Kath. Frauenbund.

  • Koordinatorin:

    Elke Meier, Sprechstunde jeweils Dienstag von 9 Uhr bis 10 Uhr im Rathaus. Telefonische Erreichbarkeit unter (0 15 20) 6 09 84 41 von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 11 Uhr und von 13 Uhr bis 15 Uhr

1. Bürgermeister Thomas Falter konnte in seinem Grußwort mit Fug und Recht behaupten, dass der Nachbarschaftshilfeverein ein unverzichtbarer Baustein im Sozialgefüge in der Gemeinde geworden ist. Er sah die Gemeinde als sozial gut aufgestellt, auch wenn diese noch einige Hausaufgaben wie Betreutes Wohnen, Nahversorgung, Barrierefreiheit und so weiter zu erledigen hat. Die ursprüngliche Skepsis nach Bedarf einer Nachbarschaftshilfe bei der Gründung im Jahr 2013 hat sich verworfen. Vom Bericht des Kassiers Günther Schmidt war auch zu entnehmen, dass die Gemeinde den Nachbarschaftshilfeverein jährlich mit 3000 Euro finanziell unter die Arme greift. Von einigen Beispielen aus dem täglichen Leben bei der Nachbarschaftshilfe berichtete Koordinatorin Elke Meier, in deren täglichen Arbeit es ihr auch nicht langweilig wird.

Artur gut bleibt Vorsitzender

Die Neuwahlen leitete 1. Bürgermeister Thomas Falter: 1. Vorsitzender wurde Artur Gut, 2. Vorsitzende Elke Meier, Schriftführerin Heike Kimmer-Fersch, Stellvertreter Werner Grünwald. Kassier Günther Schmidt, Stellvertreter Jochen Kramer, Koordinatorin Elke Meier. Zu Beisitzern wurden Pfarrer Christoph Melzl, 1. Bürgermeister Thomas Falter, Gertraud Kerschner und Josef Faderl gewählt. Die Kassenprüfung übernehmen Annelies Buttler und Ludwig Kuttner. Zum Schluss wies Gut auf die Veranstaltung „Urlaub ohne Koffer“ in den Osterferien, „Trickbetrug“ im März sowie auf das bayerisch-arabische Grillfest hin.

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