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Verkehrsausschuss

1075 Fahrzeuge waren zu schnell dran

770 Autofahrer erhielten in Schwandorf einen Bußgeldbescheid. Mehrheit stimmt für Sperrung der Uferstraße an der Naab.

Seit in der Zielheimer Straße in Klardorf das Tempo-30-Schild steht und Geschwindigkeitskontrollen stattfinden, wird auf dieser „Rennstrecke“ langsamer gefahren. Foto: xih
Seit in der Zielheimer Straße in Klardorf das Tempo-30-Schild steht und Geschwindigkeitskontrollen stattfinden, wird auf dieser „Rennstrecke“ langsamer gefahren. Foto: xih

Schwandorf.Kaum ein Autofahrer hielt sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung, als Oberbürgermeister Andreas Feller im vergangenen Jahr die Aktion in der Zielheimer Straße in Klardorf die Aktion „Tempo 30 bei Schulen“ vorstellte. Da war ihm sofort klar: „Wir müssen kontrollieren“. Ein Schild allein reiche nicht aus. Die Stadt trat dem „Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz“ bei und beauftragte ihn mit Geschwindigkeitskontrollen. IM Verkehrsausschuss wurden nun Zahlen genannt. Im letzten Quartal 2017 waren die „Blitzer“ insgesamt 72 Stunden lang an zehn Stellen vor Ort. Von den 20 753 Fahrzeugen, die die Kontrollbereiche durchfuhren, waren 1075 zu schnell dran.

Bei 770 der beanstandeten Autofahrer lag die Überschreitung zwischen sechs und 15 km/h, beim Rest darüber. Sie erhielten einen Bußgeldbescheid. Ordnungsamtsleiter Stefan Schamberger registrierte bei der Sitzung des Verkehrsausschusses am Mittwoch besonders viele Verstöße an der St.-Vitalis-Straße vor der Ettmannsdorfer Grundschule. Dort waren bei einer Kontrolle 135 von 330 gemessenen Fahrzeugen zu schnell. Die Messungen haben die Stadt bislang rund 20 500 Euro gekostet. Etwa den gleichen Beitrag erwartet Schamberger von den Autofahrern zurück, die sich verkehrswidrig verhalten haben. „Eine Gelddruckmaschine ist es also nicht geworden“, stellte Oberbürgermeister Andreas Feller fest.

Die Sperrung der Uferstraße an der Naab entlang zwischen Dachelhofen und Ettmannsdorf für motorisierte Fahrzeuge war schon einige Male Thema in den Gremien. Daran erinnerte Franz Schindler angesichts eines Antrags, der nun von einem Bürger eingebracht wurde. Die Verkehrsbedeutung sei mit täglich 200 Fahrzeugen eher gering, so Ordnungsamtsleiter Schamberger. Die Freigabe für den landwirtschaftlichen Verkehr und die Sportangler sei über klappbare Absperrpfosten zu regeln. Hans Sieß (CSU) sprach sich gegen eine Sperrung aus. Der Rest des Ausschusses sah das anders. Gerade im Sommer werde der Weg von vielen Radlern genutzt, weil er Teil des Naabtalradwegs ist. Außerdem, so fügte Peter von der Sitt (UW) an, sei die Straße Teil des Schulwegs. Auch Oberbürgermeister Feller sprach sich für die Sperrung aus und stimmte mit SPD, FW, ÖDP und UW dafür. Nun sind Bauausschuss und Stadtrat gefordert, die die Gemeindeverbindungsstraße umwidmen müssen. Erst dann sei eine Sperrung möglich, so Schamberger. (xih)

Erfahrungen und Anregungen

  • Der Klardorfer Stadtrat

    Hans Sieß (CSU) berichtete von seinen Erfahrungen mit den Geschwindigkeitskontrollen vor Ort.

  • Seit Beginn der

    Kontrollen werde in der Zielheimer Straße deutlich langsamer gefahren.

  • Franz Schindler (SPD)

    will vor einer Bewertung abwarten, bis es mehr Daten gibt.

  • Matthias Kuhn (SPD)

    regte an, die Aussiger Straße als Kontrollpunkt aufzunehmen. Das wird geschehen.

  • Einig war sich Ausschuss

    darüber, das Rothlindenviertel weitgehend als Tempo-30-Zone auszuweisen.

  • Die Regelung gilt

    für die Ehrlich-, Behring-, Nußbaum-, Virchow-, Robert-Koch-, Pettenkofer-, Rothlinden-, Röntgen- und Werthstraße sowie einen Teil der Flurstraße. (xih)

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