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Kommunalpolitik

112 Ideen für Burglengenfeld

Der Bürgermeisterkandidat der BWG heißt Gregor Glötzl. Der 36-Jährige stellte sich und seine Ideen der Öffentlichkeit vor.
Von Stefan Barte

Der Bürgermeisterkandidat der Burglengenfelder Wählergemeinschaft, Gregor Glötzl, präsentierte seine 112 Ideen für Burglengenfeld. Foto: Stefan Barte
Der Bürgermeisterkandidat der Burglengenfelder Wählergemeinschaft, Gregor Glötzl, präsentierte seine 112 Ideen für Burglengenfeld. Foto: Stefan Barte

Burglengenfeld. Als Vorsitzender der Burglengenfelder Wählergemeinschaft (BWG) konnte Albin Schreiner am Sonntagvormittag zahlreiche Interessenten im Rittersaal des Gasthauses Sauerer empfangen. Sie alle warteten gespannt auf die Vorstellungsrunde des doch für viele etwas überraschend präsentierten Bürgermeisterkandidaten Gregor Glötzl. Zuvor skizzierte Schreiner aber noch die Erfolge der BWG und ließ keine Zweifel daran, dass die besten Ideen und Konzepte von den Freien Wählern gekommen seien. Er stellte dabei klar, niemals politische Gegner beleidigt zu haben, sondern immer anhand von Fakten und Tatsachen argumentiert wurde. Dem amtierenden Bürgermeister fehle zur Ausführung des Amtes die notwendige Kompetenz, was ebenfalls keine Beleidigung sei, sondern eine sachliche und richtige Feststellung.

„Manager mit Sachverstand“

Gregor Glötzl distanzierte sich in seiner sehr detaillierten Vorstellungsrunde deutlich vom bisherigen BWG-Kurs und sieht sich in der Funktion als Stadtoberhaupt als „Manager mit Sachverstand“, der weder das „Bürgerfest rocke“, noch in bester CSU-Manier Volksfeste eröffne. Er sei eine Person, der als einziger Bewerber aufgrund seiner Ausbildung, Forschung und Persönlichkeit die soziale, wirtschaftliche und stadtplanerische Entwicklung von Burglengenfeld voranbringen könne. Er sieht, dass die Stadt die Wachstumsschmerzen der letzten sechs Jahre ignoriert habe und die Pflichtaufgaben einer Kommune nicht erfüllt hätte. Dabei seien die Chancen des Wachstums nicht erkannt und genutzt worden.

Zur Person

  • Künftige Politikschwerpunkte:

    Neuer Ton, Sozialer Wohnungsbau, Nutzen des städtischen Wachstums, professionelle Aufgabenerfüllung.

Bei Glötzl gäbe es künftig keine Schuldzuweisungen, weil dieses Handeln nicht zielorientiert sei. Bei ihm würden Defizite analysiert, angesprochen und gelöst werden, immer mit dem Ziel, Burglengenfeld zu gestalten. Ein jüngstes Beispiel sei das TV-Gelände. Dieses Filetstück müsse im Gesamtzusammenhang mit dem VAZ und dem Weiß-Gelände und auch der Regensburger Straße gesehen werden. Hier fehle ein weitreichendes Gesamtkonzept. Bisher sei dies ein städteplanerischer Totalausfall.

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Auch Nachhaltigkeit und Natur seien ihm wichtig. Es sei ein durchdachter Klimaschutz nötig und kein hektischer Aktionismus. Beim Flächensparen sei die Stadt im Vergleich weit hinten dran. Auch für die Stadtwerke hatte Glötzl eine Idee. Durch eine Neustrukturierung solle der Betrieb als Erzeuger und Versorger ausgebaut werden und so eventuell die Konzession für ein eigenes Stromnetz zurückgeholt werden.

Angebot zur Kooperation

Ein weiterer Schwerpunkt ist für Glötzl der Soziale Wohnungsbau. Das bisher in der Stadt unbekannte Wohnraumförderungsprogramm des Freistaates werde leider nicht genutzt, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Insgesamt hat Glötzl einen Katalog mit 112 Ideen für die Stadt formuliert. Dabei seien viele Dinge einfach umsetzbar, kostengünstig und sollen zielgerichtet Burglengenfeld aus der selbstverschuldeten Untätigkeit herausholen. Dazu wolle er mit den anderen Parteien und insbesondere mit den „Lengenfeldern“ eng zusammen arbeiten und diese mit in die Zukunft nehmen.

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