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Region Schwandorf
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Soziales

25 Jahre gegen sexuellen Missbrauch

Der Arbeitskreis feierte sein Jubiläum im Keller No.10. Statt eines Festaktes stand die Musik im Vordergrund.
Von Josef Schaller

„Marleen Berger & Friends“, hier mit Jonathan Farnbacher, musizierten zum 20-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises „Sexueller Missbrauch“. Foto: Schaller
„Marleen Berger & Friends“, hier mit Jonathan Farnbacher, musizierten zum 20-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises „Sexueller Missbrauch“. Foto: Schaller

Burglengenfeld.Es gibt Jubiläen, die man lieber nicht feiern würde. Und es gibt Einrichtungen, von denen wir uns eigentlich wünschen, dass wir sie nicht bräuchten. Der Arbeitskreis (AK) gegen sexuellen Missbrauch gehört hier dazu. Vergangenen Freitag feierte der AK im Keller No.10 sein 25-jähriges Bestehen.

„Wir wollten zum Jubiläum keinen Festakt veranstalten“, sagte Helga Forster, die als Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schwandorf seit mittlerweile 20 Jahren für die Koordination und Öffentlichkeitsarbeit des AK zuständig ist. „Es sollte ein Abend sein mit weniger Worte, dafür mit viel Musik und mit gebührender Aufmerksamkeit für unsere Arbeit.“ Bei ihrer Begrüßungsrede lobte sie die gute Zusammenarbeit im Arbeitskreis und bezeichnete diese als „unschätzbar wertvoll“.

Der AK ist ein Zusammenschluss von Beratungseinrichtungen und staatlichen Stellen, die im Landkreis Schwandorf mit dem Thema „Sexueller Missbrauch“ befasst sind. Das Netzwerk geht von der Erziehungsberatungsstelle, dem Sozialpsychiatrischen Dienst über das Landratsamt bis hin zur Polizei und den Jugendsozialarbeitern an den Schulen. Etwa 25 Stellen haben sich diesem Netzwerk angeschlossen. Der dadurch ermöglichte Erfahrungs- und Informationsaustausch kommt der Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zu Gute.

Konzert und Ehrung

  • Einnahmen:

    Das Konzert im Keller No.10 war ausverkauft. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern und dem Verkauf von Getränken und Speisen kommen der Präventionsarbeit des Arbeitskreises zu Gute.

  • Ehrung:

    In der Konzertpause wurde die Gleichstellungsbeauftragte Helga Forster für ihr 20-jähriges Engagement bei der Koordination und der Öffentlichkeitsarbeit des Arbeitskreises geehrt.

Die damalige Gleichstellungsbeauftragte Marille Müller sei es gewesen, wie ihre Nachfolgerin anmerkte, die vor 25 Jahren das Netzwerk aufgebaut habe.

Mit „Marleen Berger & friends“ (Martin Kristel, Michael Oberberger und Jonathan Farnbacher) ist eine vierköpfige Formation auf der Bühne gestanden, die sich eigens für dieses Konzert gegründet hatte. Die Sängerin und gelegentlich auch Gitarristin der Band, Marleen Berger, ist als Jugendsozialarbeiterin an der Kreuzbergschule in Schwandorf selbst Mitglied dieses Arbeitskreises. Sechs Jahre lang hatte die Musikerin nicht mehr auf der Bühne gestanden. Zum Jubiläum nahm sie das Gesangsmikro und die Gitarre wieder zur Hand.

Zumeist waren es handgemachte Songs aus ihrer Feder. Schon in jungen Jahren hatte sie ihre ersten Texte zu Papier gebracht und vertont. Dabei hat sie vor allem persönliche Gefühle und Erlebnisse verewigt. Mit ihrem ersten Song „Only You“ beschrieb sie zum Beispiel ihren Liebeskummer als Teenager. Es war ein schwermütiges Lied, dass sie mit ihrer ausdrucksstarken Stimme durch das Mikro schickte und dabei das Erlebte mit ihre ganze Ohnmacht zum Ausdruck brachte.

Auch Joachim Hanisch war gekommen, um als Stellvertreter des Landrates die Arbeit des Arbeitskreise zu würdigen.

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