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Jubiläum

50 000 Stunden über den See gewacht

Die Wasserwacht am Steinberger See feierte 30-jähriges Bestehen an der Wachstation. Zugleich wurde der neue Steg eröffnet.
von Max Schmid

Zum 30-jährigen Gründungsfest wurden bei der BRK-Wasserwacht Ortsgruppe am Steinberger See Gründungsmitglieder geehrt und ein neuer Steg (rechts) in Betrieb genommen. Foto: smx
Zum 30-jährigen Gründungsfest wurden bei der BRK-Wasserwacht Ortsgruppe am Steinberger See Gründungsmitglieder geehrt und ein neuer Steg (rechts) in Betrieb genommen. Foto: smx

STEINBERG AM SEE.Engelbert Ehbauer, ehemaliger Kreisvorsitzender der BRK-Wasserwacht ist der Gründervater der Wachstation am Steinberger See. Seine Zielsetzung vor 30 Jahren lautete „Vorsorge und Bekämpfung des Ertrinkungstodes am Steinberger See“.

Ortsgruppenvorsitzender Thomas Meier entbot ihm und seinen vier Vorgängern Josef Großer, Christoph Daschner, Peter Grünheit und Markus Tröster seinen besonderen Gruß bei der Jubelfeier. 1988 habe man im Vorfeld alle notwendigen Gespräche zur Gründung einer Ortsgruppe geführt, ein Jahr später den Wachdienst „auf der grünen Wiese“ aufgenommen und die Ausrüstung in einem Anhänger verstaut, sagte Meier. Mit dem Bau der ersten Wachstation, die aus Containern bestand, wurde 1990 begonnen. In diesem Jahr stellte der Kreisverband ein zweites Hartschalenschlauchboot zur Verfügung, nachdem das erste Boot durch einen Surfer versenkt worden war. Bereits ein Jahr später wurde ein größeres Hartschalenboot angeschafft und auf den Namen „Loibl“ getauft. Dieses Rettungsboot wurde 2012 durch die „Loibl 2.0“ ersetzt.

Über 2000 Wachstunden jährlich

Einen herben Rückschlag habe man 1998 durch den Brand in der Wachstation erlebt, berichtete Thomas Meier. Durch einen technischen Defekt sei das Gebäude niedergebrannt. Dennoch konnte dies den Tatendrang der Mitglieder nicht stoppen. Nach Klärung aller Formalitäten und der Finanzierung wurde eine neue Rettungsstation gebaut, die heute als größtes Ausbildungszentrum im Bezirk Oberpfalz-Niederbayern gelte. Hier würden sogar Landesausbildungen für Taucher, Motorbootführer und Wasserretter durchgeführt. Meier dankte in dem Zusammenhang der Gemeinde Steinberg am See für die langjährige Unterstützung.

Er informierte, dass der Ortsgruppe derzeit 236 Mitglieder angehören und pro Jahr weit über 2000 Wachstunden am Steinberger See abgeleistet würden. Mit Blick in die Zukunft prognostizierte Meier im Hinblick auf die Eröffnung weiterer Freizeiteinrichtungen einen Anstieg dieser Wachstunden und damit natürlich Mehrarbeit für die Wasserwacht. Dieser Herausforderung wolle man mit fundierter Ausbildung, Förderung des Nachwuchses und Werbung neuer Mitglieder entgegentreten.

Thomas Meier verwies auch auf den Bau einer neuen Steganlage und dankte der Arbeitsgruppe „Steg“ sowie dem technischen Leiter Lukas Zweck für das beim Stegbau gezeigte Engagement. Beim 20. Taucherwochenende vergangene Woche habe der Steg bereits seine Feuertaufe erhalten, zum Jubiläum wurde er offiziell in Betrieb genommen. Gemeinsam mit den Ehrengästen nahm Meier die Mitgliederehrungen vor. Zugleich wurde das Rettungsschwimmabzeichen in Silber an Birgit Wieland, Veronika Hahn und Sabrina Bauer überreicht. BRK-Kreisvorsitzender Landrat Thomas Ebeling lobte das 30-jährige ehrenamtliche Engagement der Wasserretter am größten See Ostbayerns und überreichte ein Geldgeschenk zum Jubiläum.

Viel Lob für die Ortsgruppe

Bürgermeister Harald Bemmerls Hochrechnung brachte eine stattliche Zahl: In 30 Jahren seien hier rund 50 000 Wachstunden absolviert worden, was Dank und Anerkennung verdiene. Bemmerl verwies auf den Anstieg der Aufgaben der Wasserwacht durch die anstehenden Eröffnungen von der größten Holzkugel der Welt und dem „Adventure-Golfplatz“. Damit würden weit mehr Besucher an den Steinberger See kommen, als bisher. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der BRK-Wasserwacht, Reinhard Hösl, bezeichnete die Wasserwacht am Steinberger See als „kleine aber feine und sehr leistungsfähige“ Ortsgruppe. Er hob die Bedeutung der Wachstation für die überregionale Ausbildung hervor.

Kreisvorsitzender Wolfgang Dantl würdigte die Initiative von Gründervater Engelbert Ehbauer und lobte die bisherigen Vorsitzenden für den Auf- und Ausbau von Ortsgruppe und Wachstation. Als sehr positiv bewertete er die Zusammenarbeit mit BRK, Feuerwehr und Gemeinde.

Ehrungen: 35 Jahre: Christine und Christof Daschner, Josef und Pia Großer, Peter Grünheit, Georg Pfandler jun. und sen., Sabrina Pfandler, Jakob und Sandra Scharf, Dr. Hartmut und Petra Schwarz; 30 Jahre: Herbert Hecht;

25 Jahre: Lena Großer, Roswitha Korn, Daniela, Ines und Yvonne Leibl; 20 Jahre: Tobias und Florian Korn; 15 Jahre: Birgit Ahrends, Sonja Öchsner; 10 Jahre: Elisabeth Staimer, Lukas Patrick, Magdalena Maier.

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