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Entwicklung

60 Wohnungen aufs TWF-Gelände

Auf dem unbebauten Teil zur Schillerstraße hin soll auf dem Gelände in Schwandorf jetzt endlich gebaut werden.
Von Johannes Hartl

Zwischen Schillerstraße und den Geschäften auf dem TWF-Gelände liegt das Areal, auf dem 60 Wohneinheiten entstehen sollen. Foto: Hartl
Zwischen Schillerstraße und den Geschäften auf dem TWF-Gelände liegt das Areal, auf dem 60 Wohneinheiten entstehen sollen. Foto: Hartl

Schwandorf.Es ist ein Thema, das nicht zum ersten Mal im Planungs- und Umweltausschuss aufschlägt. In seiner Sitzung am Dienstag befasste sich das Gremium erneut mit einem Antrag der Firma CCS GmbH aus Alzey. Diese hat 2015 beantragt, auf dem östlichen Teilbereich des TWF-Geländes zur Schillerstraße hin eine Wohnbebauung zu realisieren. In der Folge hatte die Firma der Stadt sogar angeboten, auf eigene Kosten die Erschließung durchzuführen – dann aber geschah drei Jahre lang nichts. Jetzt hat das Unternehmen im Frühjahr abermals seine Bereitschaft erklärt, die Erschließung und Bebauung durchzuführen. Das Gebiet soll nach den Plänen über die Röls- und die Schillerstraße angeschlossen werden.

Auf dem Nordwestteil sehen die Planungen je sieben dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohneinheiten vor, im Süden beziehungsweise im Südosten außerdem neun zweigeschossige Doppelhäuser, die zusammen 18 Wohneinheiten beinhalten. Das neue Konzept weicht aber teils von den Festsetzungen im aktuellen Bebauungsplan ab. So ergaben sich Änderungen bei der Lage der Erschließungsstraße, bei Baulinien und Baumgrenzen. Aus Sicht der Verwaltung ist eine Umsetzung daher nicht mehr über eine Befreiung, sondern nur durch eine Änderung des Bebauungsplans möglich. Ein entsprechendes Verfahren müsste eingeleitet, ein Vertrag abgeschlossen werden.

Parkplatzsituation sorgte für Skepsis

Gegen das Projekt an sich hatten die Stadträte denn auch wenig einzuwenden, schließlich ist zusätzlicher Wohnraum dringend gefragt. Für Skepsis sorgte allerdings die Parkplatzsituation. Laut Satzung sind für Wohneinheiten dieser Größe 1,5 Stellplätze vorgesehen. Doch der Lebensrealität nach – das räumte auch Baudirektor Reinhard Schade ein – entfallen auf jede Wohnung mindestens zwei Pkw. In der Folge könnte die Straße zugeparkt werden, ein Durchkommen teils erschwert sein.

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SPD-Stadtrat Manfred Schüller etwa befürchtet dieselbe Situation wie in Krondorf, wo die Straßen oft dicht seien. Auch Kurt Mieschala teilte für die Unabhängigen Wähler diese Bedenken. Er verwies auf den Ausbau der Zenger- und Schillerstraße. „Die sind zu schmal. Wenn das genauso breit ist, können wir das nicht machen.“ Für die Grünen sah Marion Juniec-Möller sogar die Notwendigkeit, die Stellplatzsatzung zu überarbeiten, bevor neue Planungen genehmigt werden.

Den vorhabensbezogenen Bebauungsplan hat der Ausschuss, weil er die derzeit gültigen Vorgaben enthält, gegen die zwei Stimmen von UW und Grüne trotzdem abgesegnet. Aber immerhin: Die Überarbeitung der Stellplatz-Satzung wird wohl kommen. Die CSU hat nämlich gleich nach der Abstimmung einen entsprechenden Antrag eingebracht.

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