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Brauchtumspflege.

65 Jahre im Knappenverein

Der Knappenverein dankte besonders Georg Dauerer, Alfred Kerschner und Horst Maier, die seit 65 Jahren Mitglied sind.
Von Max Schmid

Knappenvorstand Jürgen Müller (2. v. r.) ehrte gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Falter und stellvertretendem Landrat Jakob Scharf langjährige Mitglieder des Knappenvereins für zehn- bis 65-jährige Treue zum Verein.  Foto: Max Schmid
Knappenvorstand Jürgen Müller (2. v. r.) ehrte gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Falter und stellvertretendem Landrat Jakob Scharf langjährige Mitglieder des Knappenvereins für zehn- bis 65-jährige Treue zum Verein. Foto: Max Schmid

Wackersdorf.Es sei der Verdienst der Jubilare, dass die bergmännische Tradition im Knappenverein so intensiv weitergelebt werde, sagte Knappen-Vorstand Jürgen Müller bei der Jahresversammlung des Vereins im Schwimmbad-Café. Zum Auftakt der Versammlung spielte die Bergmannskapelle in kleiner Besetzung unter Leitung von Dirigent Andreas Königsberger bergmännisches Liedgut. Müller berichtete danach, dass dem Verein derzeit 301 Mitglieder angehören und führte diese erfreuliche Entwicklung auf eine aktive Mitgliederwerbung zurück. Dies lasse den Knappenverein zufrieden in die Zukunft blicken.

Der Redner informierte, dass sich der Knappen-Singkreis unter neuer Leitung trotz einiger altersbedingter Abgänge mit neuen Stimmen und durch die Unterstützung aus dem Kirchenchor gut etabliert habe. Auch die Bergmannskapelle begeistere bei jedem Konzert aufs Neue und biete eine hervorragende musikalische Qualität.

Knappentänzer gesucht

Lediglich für die Knappentanzgruppe suche man noch begeisterte Neueinsteiger, damit sich auch diese Gruppe als feste Größe im Verein etablieren könne, sagte Jürgen Müller. Über das abgelaufene Vereinsjahr berichtete er von der Beteiligung an der Vollversammlung des Landesverbands Bayerischer Bergmanns-, Knappen- und Hüttenmännischer Vereine sowie am Bayerischen Bergmannstag in Peißenberg. Der Knappenverein habe auch 2019 die beiden Berggeistwanderung mit jeweils rund 50 Teilnehmern durch das ehemalige Braunkohlerevier betreut. In fachkundiger Zusammenarbeit mit der Stadtmaus Regensburg habe man den Knappentanz aufgeführt und die Bewirtung der Besucher nach der Wanderung übernommen.

Die Ehrungen

  • Langjährige Treue:

    Zehn Jahre: Johann Kraus, Hannelore Münster, Josef Roidl, Rita Weiß, Alfred, Bernhard, Roland, Julian und Andreas Kerschner sowie Roman Kick; 25 Jahre: Hans-Peter Weiß; 50 Jahre: Johann Häckl, Ludwig Scharf und Josef Vetterl; 60 Jahre: Manfred Bückert, Heinrich Duscher, Hermann Huber und Adolf Paukner

  • Ehrenzeichen in Gold:

    Hans Gruber, Josef Meierhofer, Adolf Paukner und Hans Weiß.

2019 habe man außerdem eine weitere Berggeistwanderung nur für die Kindergruppe der Johanniter veranstaltet als Dankeschön für die Überlassung der Halle bei den Wanderungen. Müller informierte über die Mitwirkung der Knappen beim 30-jährigen BMW-Jubiläum und die Beteiligung am Volkstrauertag der Gemeinde. Höhepunkte waren das Barbarafest und die Mettenschicht, die man mit dem zehnjährigen Bestehen der Bergmannskapelle feiern konnte. Schließlich war der Verein auch bei der Übergabe des Friedenslichts durch die Wackersdorfer Partnergemeinde Alberndorf in der Pfarrkirche vertreten. Rückhalt habe der Verein durch eine traditionsbewusste Gemeinde, die sich zu ihren bergmännischen Wurzeln und zum Knappenverein bekenne.

Für die Knappentanzgruppe berichtete Rosemarie Roidl von sieben Auftritten im Jahr 2019, unter anderem auch im Seniorenheim Wackersdorf, und dem Züchterabend des Brieftaubenvereins Schwarzenfeld.

Dank an die Urban-Brüder

Roidl stattete den beiden Vereinsmusikanten Albert und Josef Urban ihren Dank ab, sie seien bei den Auftritten immer und jederzeit dabei. Sie verwies zudem auf den neu eingeführten Knappenstammtisch zur Kameradschaftspflege.

Bürgermeister Thomas Falter zeigte sich in seinem Grußwort stolz auf die Bergbautradition der Vergangenheit. Während sich derzeit in anderen Bergbauregionen die Bergleute für ihre Arbeit rechtfertigen müssten, sei der Übergang in Wackersdorf von der Bergbau- zur Industriegemeinde geschafft worden. Zur Traditionspflege des Vereins zähle er neben dem Barbarafest und der Mettenschicht auch die Berggeistwanderungen.

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf sprach den Kohleabbau in der Klimadiskussion an, der Ausstieg werde kommen, das Problem sei aber der Zeitfaktor. Das Feuer des Bergbaus werde in den Museen weiterbrennen.

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