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Region Schwandorf
Montag, 23. April 2018 21° 8

Berufe

82 Lehrstellen sind noch unbesetzt

Schwandorf hat ein breites Angebot an Ausbildungsberufen, sagt die Junge Union. Aber der Fachkräftemangel wird spürbar.

Die Junge Union Schwandorf hat bereits zum 13. Mal einen Lehrstellenspiegel erarbeitet. Foto: JU-Ortsverband Schwandorf

Schwandorf.Bereits zum 13. Mal skizzierte die Junge Union Schwandorf die Lehrstellensituation in der Großen Kreisstadt. Zahlreiche Praktikastellen und 82 Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt. 130 von 610 angeschriebenen Betrieben gaben Rückmeldung, über freie und besetzte Stellen. Leonard Larisch, Ersteller des Lehrstellenspiegels, erklärte dessen Prinzip. „Wir haben eine alphabetische Aufstellung von A wie Anlagenmechaniker bis Z wie Zahnmedizinische Fachangestellte erstellt. Anforderungen, Lehrzeit und Ansprechpartner sind sofort ersichtlich. Auch exotischere Berufe wie Tanzlehrer, Kaufleute für Feinkost oder Produktionstechnologe können in Schwandorf erlernt werden. Die Auswahl ist vielfältig und entspricht unterschiedlichsten Anforderungsprofilen.“

In der Übersicht sind zudem bereits besetzte Lehrstellen, Praktikastellen und Betriebe, die nicht ausbilden, enthalten, um die Bewerbungen der Schüler effizienter zu gestalten. Zudem wurde in diesem Jahr die Möglichkeit der Ferienarbeit aufgenommen, denn unter Schülern wird es immer beliebter, in den Ferien erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln.

Traumlehrstelle finden

Der ursprüngliche Gedanke des Lehrstellenspiegels war es, den Schülern eine Hilfestellung an die Hand zu geben, die zu Beginn des Jahres noch auf der Suche nach ihrer Traumlehrstelle sind. Heute jedoch, so JU-Ortsvorsitzende Christina Graf, verschärfe sich der Mangel an Nachwuchskräften. Bis vor wenigen Jahren gab der Lehrstellenspiegel überwiegend freie Lehrstellen in kleineren Handwerksbetrieben preis. Allerdings blieben oft Lehrstellen, deren Dienstleistungen im täglichen Leben benötigt werden, unbesetzt. Der aktuelle Lehrstellenspiegel zeigt, dass inzwischen auch Banken und größere Industriebetriebe um junge Nachwuchskräfte buhlen.

Ab sofort zu haben

  • Der Lehrstellenspiegel

    wird jetzt an die Schulen verteilt. Er kann zudem im Internet unter www.ju.-schwandorf.de als pdf-Datei heruntergeladen werden.

  • Per E-Mail

    kann der Lehrstellenspiegel angefordert werden unter Christina.Graf@ju-schwandorf.de.

JU-Kreisvorsitzende Christina Bauer ermuntert junge Menschen dazu, eine Ausbildung zu machen: „Bayerns Schulsystem ist keine Einbahnstraße. Junge Facharbeiter sind auf dem Jobmarkt heiß begehrt. Eine Ausbildung ist ein stabiles Fundament für jede Karriere.“ Sie will die Lehrstellenspiegel der Ortsverbände sammeln und eine Börse für den Landkreis herausgeben.

Jugend an Schwandorf binden

Aus Sicht der Stadt merkte 3. Bürgermeisterin Martina Engelhardt-Kopf an, dass es eine gute Sache sei, wenn Betriebe und junge Schwandorfer zusammengebracht werden. „So können wir Schwandorfer Schülern eine Perspektive in ihrer Heimat bieten und eine Abwanderung junger Familien in Großstädte verhindern.“

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