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Region Schwandorf
Montag, 28. Mai 2018 27° 2

Feuerwehr

Ab drei Jahren kann man Mitglied werden

Die FFW Leonberg will das Interesse der Kinder am Feuerwehrdienst wecken. Derzeit bereiten sich neun Jugendliche vor.
Von Werner Amann

Bei der Verkehrssicherung der Primizfeier von Martin Popp war die Leonberger Wehr an zwei Tagen voll gefordert. Foto: Archiv

Leonberg.Mit Einsatzbereitschaft ist mit Sicherheit auf lange Sicht nicht zu rechnen, aber zumindest will man bei der Freiwilligen Feuerwehr schon das Interesse der Kinder am Feuerwehrdienst und damit für den Dienst am Nächsten frühzeitig wecken. Aus diesem Grund wurde bei der Jahreshauptversammlung im St. Clemenshaus mit großer Mehrheit eine Satzungsänderung beschlossen: Künftig kann Mitglied der Wehr jede Person werden, die das 3. Lebensjahr vollendet hat.

Bisher lag die Aufnahmegrenze bei sechs Jahren. Wie aus dem Bericht vom 2. Kommandanten Markus Mauerer hervorging, blieb die Leonberger Wehr im abgelaufenen Jahr von Großeinsätzen weitestgehend verschont. Das lag auch daran, dass die Leonberger Wehr als Folge von Personalknappheit aus der Einsatz-Tagesbereitschaft herausgenommen wurde. Die beruflichen Verpflichtungen vieler Aktiver machen es immer schwieriger, auch tagsüber für einen möglichen Einsatz bereit zu sein.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie im abgelaufenen Jahr, wo die Wehr bei der Verkehrssicherung der Primizfeier von Martin Popp an zwei Tagen voll gefordert war. Das hatte aber zugleich auch den Vorteil, dass die neuen digitalen Funkgeräte erfolgreich getestet werden konnten. In Bezug auf den Absperrmaßnehmen galt der Dank von Mauerer auch den Kameradinnen und Kameraden der Winkerlinger Wehr, die dabei hilfreich zur Seite standen.

Fleißig Hand angelegt wurde auch bei der Fassadenrenovierung des Gerätehauses. Innerhalb von fünf Tagen wurden sämtliche Arbeiten erledigt, vom Gerüstauf- und Abbau bis hin zu einem neuen Anstrich. In diesem Zusammenhang dankte Mauerer der Gerüstbaufirma Artmann aus Burglengenfeld, die das Gerüst zur Verfügung gestellt hatte und der Stadt Maxhütte, die das nötige Werkzeug und das Material besorgte. Auch in Sachen Ausbildung war es ein besonderes Jahr für die Wehr, wie Mauerer betonte. So wurden wegen der Einführung des neuen Digitalfunks etliche Stunden in Aus- und Fortbildung investiert und mit Stefan Breitfelder, Benjamin Kupfer und Martin Schmidberger legten drei Aktive mit Erfolg den BOS-Funkerlehrgang ab.

Mit Jürgen Breitfelder hat die Leonberger Wehr auch einen weiteren Atemschutzträger. Hoffnungsvoll gestaltet sich auch die Nachwuchsarbeit, so Jürgen Breitfelder. Derzeit bereiten sich hier neun Jugendliche auf ihren Aktivendienst vor. Dabei wurden im abgelaufenen Jahr 1047 Stunden an Aus- und Fortbildung erbracht. Dabei wurden von einigen von ihnen auch die Prüfungen für die Jugendflamme Stufe 1 und 3 und der Wissenstest erfolgreich absolviert.

Als besonderes Highlight bezeichnete Breitfelder die 24-Stundenübung, bei der die Jugendlichen einmal selbst „an die Front“ durften.

Unter Aufsicht der Jugendwarte und der Kommandanten wurden in diesen 24 Stunden rund um die Uhr eine Personensuche durchgeführt, eine Ölspur beseitigt und sogar ein Brand mit einer vermissten Person bekämpft, also alles inbegriffen, was einen wirklichen Feuerwehralltag ausmacht. Sogar ein Fehlalarm war mit beinhaltet.

In ihrem Grußwort dankte Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank allen Mitgliedern der Wehr, ob aktiv oder passiv, für ihre Bereitschaft, sich für die Belange der Mitbürger einzusetzen. Mit ihrer guten Nachwuchsarbeit sei die Leonberger Wehr auf dem richtigen Weg. 19 Neuaufnahmen seien ein weiterer Beweis dafür. Dazu passe, dass die Wehr von einer relativ jungen Truppe geführt werde. Sie bescheinigte der Wehr auch einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Vereinsvermögen, wie sich bei der Außenrenovierung des Gerätehauses zeigte. Es bleibe zu hoffen, dass die gute Jugendarbeit dazu beitrage, die Einsatzbereitschaft der Leonberger Wehr wieder auszubauen. Mit einem Gedenkgottesdienst wurde bereits am Vormittag der verstorbenen Mitglieder gedacht, der von der Jugendblaskapelle musikalisch umrahmt wurde.

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