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Ehrenamt

Ärger bei der Wasserwacht Maxhütte

1900 Stunden Wachdienst wurden in der Tegelgrube geleistet. Bürger beschwerten sich aber trotzdem über zu wenig Präsenz.
Von Norbert Wanner

Das Naturbad Tegelgrube ist ein beliebter Badeplatz. Foto: Anita Alt
Das Naturbad Tegelgrube ist ein beliebter Badeplatz. Foto: Anita Alt

Maxhütte-Haidhof.Auf ein ereignisreiches Jahr konnte Benedikt Saller, Vorsitzender der Wasserwacht-Ortsgruppe, bei der Jahreshautversammlung im BRK-Haus zurückblicken. 4350 Stunden waren insgesamt an ehrenamtlicher Zeit aufgebracht worden. Die Zahl der Wachstunden betrug knapp 1900. Trotzdem gab es unschöne Begegnungen für die Freiwilligen.

Saller dankte allen Aktiven, die ihre Freizeit dafür opferten, um über die Sicherheit der Badegäste zu wachen. Die Hauptlast der Wachstunden ruhe auf einer „überschaubaren Personalzahl“. Daher werde es immer schwieriger, eine hohe Stundenzahl zu halten. Saller appellierte an die Mitglieder, den Wachdienst zu unterstützen. Auch im gesellschaftlichen Bereich war man aktiv. Das alljährliche Weinfest ist inzwischen so beliebt, dass ein zweites Zelt aufgebaut werden musste und trotzdem kein Tisch frei blieb. Flagge zeigte die Wasserwacht mit einem Stand am Christkindlmarkt.

227 Mitglieder hat die Maxhütter Wasserwacht

Bericht Nummer zwei kam vom Technischen Leiter Sebastian Jobst. Die Mitgliederzahl beträgt derzeit 227. Es wurden 24 Kinderschwimmkurse angeboten und eine Vielzahl an Rettungsschwimmerabzeichen abgelegt. Jobst dankte hier Michael Lehnerer, der die Ausbildung führt. Zwei Einsätze waren mit der Schnelleinsatzgruppe zu absolvieren, 14-mal musste in der Tegelgrube vor Ort Erste-Hilfe geleistet werden. Laut Jobst wurde einiges investiert. Größte Anschaffung war ein Seecontainer zur Lagerung der Einsatzmittel. Aber auch das Boot musste repariert oder neues Schulungsmaterial beschafft werden.

„Eigentlich sollte man meinen, wir würden ein gutes Ansehen in der Stadt genießen.“

Sebastian Jobst, Technischer Leiter

Abschließend ließ Jobst sein Herz sprechen und da hatte sich einiges an Ärger aufgestaut. „Eigentlich sollte man meinen, wir würden ein gutes Ansehen in der Stadt genießen.“ Leider komme es immer wieder vor, dass Mitglieder, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit Wachdienst leisteten, nach einem langen Arbeitstag, wenn sie in der Tegelgrube ihren Dienst antreten, von Bürgern folgendermaßen begrüßt würden: „Ach, die Wasserwacht findet auch mal wieder den Weg in die Tegelgrube.“ „Um 17 Uhr ist fast nicht mehr nötig, dass überhaupt noch jemand kommt.“ Oder: „Die meiste Zeit ist die Wachstation ja sowieso zu, für was brauchen wir euch denn?“

Solche Vorkommnisse hätten ihn extrem beschäftigt, sagte Jobst. Da müsse er sich persönlich schon überlegen, „ob ich mich nicht auch lieber bei 35 Grad im Schatten auf ein Handtuch lege und mit Freunden quatsche, anstatt schwitzend, Tag für Tag, Wochenende für Wochenende, unentgeltlich Wachdienst zu halten“.

Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank (Dritte von links) erhielt die Ehrenplakette in Silber der Wasserwacht überreicht, auf dem Bild Magdalena Engel (von links), Joachim Seeliger, Dr. Susanne Plank, Michael Arnold, Benedikt Saller, Sebastian Jobst.  Foto: Georg Duschinger
Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank (Dritte von links) erhielt die Ehrenplakette in Silber der Wasserwacht überreicht, auf dem Bild Magdalena Engel (von links), Joachim Seeliger, Dr. Susanne Plank, Michael Arnold, Benedikt Saller, Sebastian Jobst. Foto: Georg Duschinger

Zu Gast war Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank. Sie bedankte sich mit Blick auf ihr Ausscheiden aus dem Amt für die langjährige gute Zusammenarbeit mit der Wasserwacht. Ihr wurde für die Unterstützung der Wasserwacht die Ehrenplakette in Silber überreicht.

Ehrungen

  • Besonderes langjähriges Engagement:

    Elisabeth Rupprich, Erika Jobst, Renate Klier, Alois Jobst.

  • Neue Rettungsschwimmer:

    Constantin Kerres, Johannes Weiß, Luise Bomertl. (bxh)

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