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Schule

Alle Kinder sollen schwimmen können

Eine Schwimminitiative zum Schuljahresende startet mit 50 Kindern. Schwimmmeister fördern die Überlebensfähigkeit im Wasser.

Der Schwimmintensivkurs war effektiv und machte Spaß. Foto: Schuster
Der Schwimmintensivkurs war effektiv und machte Spaß. Foto: Schuster

Schwarzenfeld.Ältere Menschen können es gar nicht glauben, dass heutzutage in manchen Regionen bis zu 40 Prozent der Schüler und Schulabgänger nicht schwimmen können. Vor 50 Jahren war man schon einmal weiter und fast alle Menschen lernten in der Schulzeit das Schwimmen. Doch mit dem Verschwinden von immer mehr Hallenbädern hängt das Erreichen der Schwimmkompetenz oft von den Eltern ab, was nicht immer und überall funktioniert.

In der Region sieht es besser aus und speziell in Schwarzenfeld wird das Hallenbad ab der zweiten Klasse in den Stundenplan integriert und so können dort seit Jahren am Ende ihrer Grundschulzeit fast alle Kinder schwimmen.

Und weil dieses ‚fast‘ dem Sportbeauftragten Martin Gradl und der Schulleitung nicht genug war, haben sie zum Schuljahresende eine ganz spezielle Schwimmintensiv-Woche angesetzt, zu der sie den Ausbilder der Wasserwacht Schwarzenfeld, Alfons Greil und den Schwarzenfelder Bademeister Tobias Bauer engagiert hatten. Die beiden haben hier zu jeder Zeit äußerst engagiert, fachtechnisch orientiert und mit pädagogischem Geschick absolut professionelle und anerkennenswerte Arbeit geleistet! Sie sorgten gleichzeitig für Spaß und mit Nachdruck für die richtige Haltung und Schwimmbewegung. Unterstützt wurden sie von schulischen Kräften, nämlich Fachlehreranwärter Sebastian Wilhelm und Förderlehrer Matthias Hitzl.

Schwimm-Können

  • Unfälle:

    Bei Kindern unter 15 Jahren ist das Ertrinken leider immer noch die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen.

  • Fähigkeiten:

    In manchen Regionen Deutschlands können bis zu 40 Prozent der Schüler und Schulabgänger nicht schwimmen.

Ca. 50 Grundschüler aus den Jahrgangsstufen 2 bis 4 aus Schwarzenfeld, Stulln und Fensterbach, die beim Schwimmen noch unsicher waren oder dies überhaupt noch nicht beherrschten, wurden in der aktuellen Woche im Hallenbad Schwarzenfeld intensiv beschult. Für die Kinder galt es – in Kleingruppen, die, je nach Lernerfolg, sukzessive immer weiter abgekoppelt wurden – tagtäglich zwei Schulstunden im Wasser zu absolvieren. Nach einem von Sportfachberater Gradl ausgeklügelten Zeitplan wurden die Kinder aus zehn unterschiedlichen Klassen gebracht und zurückgeleitet. Auch der Fensterbacher Grundschule wurde die Gelegenheit gegeben, ihre ‚Noch-nicht-Schwimmer‘ zu trainieren.

Ermöglicht wurde dies auch durch die Freistellung Bauers für diese Intensivwoche, die Bürgermeister Manfred Rodde von der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld auf Antrag der Schule verfügt hatte. Der Erfolg kann sich jedenfalls sehen lassen: Bis zum Ende der Woche schafften es fast alle Schülerinnen und Schüler, eine 25-Meter-Bahn komplett frei ohne Hilfsmittel zu schwimmen.

Deswegen geben die Schwimmlehrer den noch Eltern den Rat, gleich jetzt in den bevorstehenden Sommerferien „am Ball zu bleiben“ und die geübten Grundlagen zeitnah mit ihren Kindern in den umliegenden Frei- und Hallenbädern oder am Urlaubsort fortzuführen! Am Ferienende sollte dann möglichst in Absprache mit dem Badepersonal das „Frühschwimmerabzeichen Seepferdchen“ oder das „Jugendschwimmabzeichen Bronze“ für die Kinder stehen. (bsh)

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