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Als Künstlerin lernt man immer dazu

Die Teublitzer Hobbymalerin Sylvia Dörfler liebt neben der Aquarell-, die Acryl- und jetzt insbesondere die Abstraktmalerei.
Von Werner Artmann

Die Teublitzer Hobbymalerin Sylvia Dörfer bei ihrem neuesten Werk Foto: Werner Artmann
Die Teublitzer Hobbymalerin Sylvia Dörfer bei ihrem neuesten Werk Foto: Werner Artmann

Teublitz.„Mit meiner abstrakten Malerei genieße ich die schöpferische Freiheit und die unendlichen Möglichkeiten der Kunst, die weit über das Realistische und Vorstellbare hinausreichen.“ Diese Aussage machte in einem Gespräch mit der MZ die Teublitzer Hobbymalerin Sylvia Dörfler, die angefangen von den kreativen und klassischen Landschaftsbildern nun bei der abstrakten Malerei angekommen ist. Ihr größtes und schönstes Werk dürfte in mehreren aneinanderreihenden Bildern die „Schöpfung Gottes“ sein.

Die „Schöpfung Gottes“ von Sylvia Dörfler Foto: Thomas Dörfler
Die „Schöpfung Gottes“ von Sylvia Dörfler Foto: Thomas Dörfler

Das Zeichnen, so die 47-jährige Sylvia Dörfler, stammend aus Lenting bei Ingolstadt, wurde ihr nicht „in die Wiege“ gelegt. Trotzdem ist ihr das Malen angeboren, denn schon in der Schul- und Jugendzeit zeichnete sie liebend gern mit dem Bleistift Motive aus Landschaft, Stadtansichten, Stillleben und Menschen. Nach der Lehre als Industrieelektronikerin und dem Abitur studierte sie an der Fachhochschule Regensburg Elektrotechnik und fand bei Infineon (damals noch Siemens) in Regensburg eine Anstellung. Dort lernte sie auch ihren Mann kennen und lieben, den sie auch heiratete und ihm zwei Töchter schenkte. Im Jahre 1998 erwarben beide ein Wohnhaus in der Regensburger Straße in Teublitz und haben sich dort sehr gut eingelebt.

Die Sehnsucht nach dem Malen erwachte wieder

Zwischenzeitlich entwickelte sich nach einer längeren Pause bei Sylvia Dörfler wieder die Sehnsucht nach dem Malen. Sie besuchte den VHS-Kurs „Dienstagsmaler“ und später dann auch die „Montagsmaler“ in Schwandorf mit der Absicht, das Mischen mit Aquarellfarben, Einsatz von Licht und Schatten sowie die Grundlagen der Kompositionen verbunden mit dem Zeichnen zu erlernen. Hier fand sie nach einigen Jahren keine Möglichkeit mehr zur Weiterentwicklung und schließlich nahm sie im Jahre 2008 Kurse für Aquarell und Mischtechniken mit Tusche und Pastellkreide bei der Malerin Christine Grassl-Soller.

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Im Atelier des Schönschreibkünstlers

Johann Maierhofer tüftelt bei Neunburg an Werken. In der alten Glasschleife hat er sich eine Werkstatt eingerichtet.

Anfänglich stand das Aquarellmalen vorwiegend aus klassischen Aquarellbilder mit Landschaften, Bäumen und Blumen im Mittelpunkt. Dann folgte drei Jahre später der Start mit abstrakteren Themen, und der Weg über Acryl- zur Abstraktmalerei machte ihr viel Freude. Dabei steht die Natur als Inspiration bis heute im Mittelpunkt. Ihren Bildern gibt sie bewusst keine Namen, denn sie möchte den Betrachtern ermöglichen, unvoreingenommen ihre eigenen Emotionen und Gedanken zu entwickeln.

„Erst denken, dann machen ist die Devise!“

Sylvia Dörfler, Hobbykünstlerin

Die Hobbykünstlerin liebt kräftige, klare Farben, die ihren großformatigen Acrylbildern Lebendigkeit und Leuchtkraft verleihen. Keines ihrer Werke entsteht zufällig. Sie findet ein Thema, dann entsteht der Plan für die künstlerische Umsetzung. Wenn dieses Vorhaben ausgereift ist, beginnt erst der eigentliche Schaffensprozess. Sie verfolgt den Ansatz, dass der Künstler erst ein Konzept entwickeln müsse, um echte Kunst schaffen zu können. Das ist nur einer der Grundsätze, die das kreative Arbeiten von Sylvia Dörfler bestimmen. „Erst denken, dann machen ist die Devise!“

Die abstrakte Malerei

  • Begriff:

    Abstrakte Malerei ist ein Sammelbegriff für verschiedene Strömungen nicht gegenstandsbezogener Malweisen der klassischen Moderne.

  • Ausführung:

    Abstrakte Malerei ist ein Ordnen oder Komponieren mit Farben, Kontrasten, Linien und geometrischen Formen ohne absichtliche Abbildung von Gegenständen oder das gestische Auftragen von Farben auf Leinwand. (bat)

Einen kleinen Erfolg brachte die Serie der Acrylbilder von der „Schöpfung Gottes“, die in der Osternacht 2014 während der Lesung in der Pfarrkirche Teublitz gezeigt wurde. „Auch heute bin ich immer noch am Lernen, denn ein Maler der behauptet, er sei mit seiner künstlerischen Entwicklung am Ende, den gibt es nicht,“ stellte Sylvia Dörfler fest. „Ich habe auch nicht vor, ein großer und bekannter Künstler zu werden, und möchte auch weiterhin die Malerei als beruflichen Ausgleich, als Hobby, betreiben! Ich muss kein Künstler sein, ich darf es.“

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