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Altbürgermeister Bawidamann gestorben

20 Jahre war Stefan Bawidamann Bürgermeister von Burglengenfeld. Am Montag starb er im Alter von 94 Jahren.
von Josef Schaller

Altbürgermeister Stefan Bawidamann im Dezember 2015 bei seinem 90. Geburtstag  Foto: Josef Schaller
Altbürgermeister Stefan Bawidamann im Dezember 2015 bei seinem 90. Geburtstag Foto: Josef Schaller

Burglengenfeld.Die Stadt Burglengenfeld trauert um ihren Altbürgermeister Stefan Bawidamann. Er starb in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 94 Jahren. Wie der CSU-Vorsitzende Peter Singerer der Mittelbayerischen mitteilte, soll er kurz nach Mitternacht, seinem hohen Alter geschuldet, friedlich „eingeschlafen“ sein.

Stefan Bawidamann wurde am 26. Dezember 1925 in Mörslingen (Landkreis Dillingen) geboren. 1952 kam er als Notargehilfe nach Burglengenfeld. 1954 trat er dem CSU-Ortsverband bei. 1960 wurde er zum ersten Mal in den Stadtrat gewählt. Zehn Jahre später wurde er mit 68 Prozent der Stimmen zum ersten CSU-Bürgermeister in Burglengenfeld gewählt. Nach 20 Jahren im Amt musste er 1990 den Bürgermeisterstuhl an seinen Nachfolger Heinz Karg abtreten. Zu seinen wichtigsten Projekten gehörten unter anderem der Bau der beiden Naabbrücken, der Bau der Umgehungsstraße, der Bau des städtischen Freibades, die Sicherstellung der Wasserversorgung, der Umbau der Kläranlage sowie die Einrichtung von Gewerbe- und Industriegebieten, wie er im Dezember 2015 anlässlich seines 90. Geburtstages in einem Gespräch mit der Mittelbayerischen erwähnte.

„Burglengenfeld verliert mit Stefan Bawidamann eine große Persönlichkeit.“

Bürgermeister Thomas Gesche

Parteikollege und amtierender Bürgermeister Thomas Gesche sagte zu der Nachricht von Bawidamanns Tod: „Burglengenfeld verliert mit Stefan Bawidamann eine große Persönlichkeit.“ Er habe für seine Stadt alles gegeben und sei über alle Parteigrenzen geschätzt worden. Persönlich habe er den Verstorbenen als lebensfreudigen Menschen kennengelernt. Auch der derzeitige CSU-Vorsitzende Peter Singerer bezeichnete Stefan Bawidamann als einen „sehr sympathischen, umgänglichen und netten Menschen“.

„Sein Idealziel ist es immer gewesen, jedem gerecht zu werden.“

Georg Plecher zu Bawidamanns 90. Geburtstag

Bereits am Montagmorgen um sieben Uhr wurden in Burglengenfeld wegen des Todes des Altbürgermeisters die Flaggen gehisst. Im Rathaus liegt ab Montagnachmittag ein Kondolenzbuch aus, wie Bürgermeister Thomas Gesche der Mittelbayerischen mitteilte. Der Wunsch des Verstorbenen sei es gewesen, auf Kranzniederlegungen an seinem Grab zu verzichten und stattdessen an die Kriegsgräberfürsorge zu spenden. Der Grund: Drei seiner Brüder waren im Zweiten Weltkrieg gefallen.

Viele seiner Wegbegleiter werden sich noch an die Geburtstagsfeier zu seinem 90. Jubeljahr im VAZ erinnern. Die Schlange der Gratulanten war lang: Über 100 Gäste waren gekommen, um Bawidamann die Ehre zu erweisen. Sein Parteikollege Georg Plecher würdigte ihn damals mit den Worten: „Sein Idealziel ist es immer gewesen, jedem gerecht zu werden.“

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