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Aschermittwoch

Andreas Feller hat ambitionierte Pläne

Schwandorfs OB denkt beim 23 Millionen Euro teuren Ganzjahresbad langfristig. Beim Breitbandausbau wäre er gerne weiter.
Von Rudolf Hirsch

Im Schärl-Saal in Neukirchen beendete die CSU ihren Kommunalwahlkampf. Oberbürgermeister Andreas Feller und die Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Martina Engelhardt-Kopf (links), warben um die Wählergunst.  Foto: Rudolf Hirsch
Im Schärl-Saal in Neukirchen beendete die CSU ihren Kommunalwahlkampf. Oberbürgermeister Andreas Feller und die Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Martina Engelhardt-Kopf (links), warben um die Wählergunst. Foto: Rudolf Hirsch

Schwandorf.Der politische Aschermittwoch hat Tradition in der CSU-Hochburg Neukirchen. Diesmal stand die Veranstaltung im voll besetzten Schärl-Saal ganz im Zeichen des Wahlkampfs. Der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Andreas Wopperer, nahm die Programme des politischen Gegners unter die Lupe und wunderte sich über „die Schlafmützigkeit der Mitbewerber“. Die meisten Forderungen seien nämlich bereits umgesetzt, vom Bau sozialer Wohnungen über die Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße und die Ausweisung von Baugebieten bis zur Erschließung neuer Gewerbeflächen.

Kommunalwahl

Wenn Wahlplakate zur Gefahr werden

In Schwandorf-Kronstetten wird die Wahlwerbung zum Verkehrshindernis. Das Ordnungsamt hat schon alle Parteien ermahnt.

Aus der „Phrasendrescherei der Konkurrenz“ zieht Andreas Wopperer die Quintessenz: „Den Herrschaften, die sich mehr oder weniger redlich um das Amt des Oberbürgermeisters bewerben, fehlt jegliche Kompetenz, eine Stadt wie Schwandorf zu führen.“

Feller: Bedeutung Schwandorfs wächst

OB Andreas Feller wurde konkret: „Wir haben in den letzten sechs Jahren die Schulden halbiert, die Rücklagen auf zwölf Millionen Euro aufgestockt und den Nährboden für die Ansiedlung 20 weiterer Betriebe und die Schaffung von 1500 neuen Arbeitsplätzen bereitet.“ Mit dem Bau zweier neuer Bankgebäude und den Investitionen in die Kliniken St. Barbara und Lindenlohe werde die Bedeutung der Großen Kreisstadt weiter wachsen.

Bei der Planung eines Ganzjahresbades denkt er in einem Zeitraum von zehn Jahren. „Bis dahin müssen wir einen finanziellen Grundstock für die 23-Millionen-Euro-Investition schaffen“, so Feller. Und er gibt zu: „Beim Breitbandausbau wäre ich gerne ein Stück weiter.“ Die Bewohner „der weißen Flecken“ vertröstet er auf die nächsten drei Jahre. Die Schaffung neuer Kita-Plätze und der Erstellung eines Schulkonzeptes seien in vollem Gange. „Auch das Landesjugendamt wird kommen“, verspricht Feller, „auch wenn es noch eine Zeit lang dauert“. Wie sehr Feller das Ehrenamt schätzt, verdeutlichte er stellvertretend an der Förderung der Feuerwehren, in die die Stadt unter seiner Ära elf Millionen Euro investiert habe.

Kunstrasen im Sepp-Simon-Stadion?

Warum in der Stadt keine Windkraftanlagen gebaut würden, wollte ein Diskussionsteilnehmer wissen. Der OB stellte klar: „Es gilt die 10H-Regelung.“ Sie und die Biotopverordnung würden so manche Baumaßnahme verhindern, erklärte der Oberbürgermeister. „Wann bekommt Schwandorf einen Kunstrasenplatz?“, war die nächste Frage. Für Andreas Feller hängt das von der Sanierung des Sepp-Simon-Stadions ab. „Ich kann mir gut vorstellen, dass aus einem der beiden Plätze ein Kunstrasenspielfeld wird.“ Und was wird aus den Flurbereinigungsstraßen? „Die Sanierung werden wir in den nächsten Jahren angehen, das verspreche ich“, so Feller. Womöglich mit einer eigenen Satzung.

Kandidaten

  • CSU-Bewerber:

    Christian Eimer, Benedikt Riedl, Tobias Obermeier, Robert Koller, Stephan Mändl, Marco Schindler, Christoph Götz, Hans Sieß, Peter Wilhelm, Tobias Viehauser, Jonas Rester, Gerda Ruscheinski, Alfred Merl, Tim Dirmeier, Thomas Schmid, Sonja Dietl, Andreas Wopperer und Martina Englhardt-Kopf stellten sich und ihre Ziele vor.

  • Landkreis:

    Die CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Martina Engl-hardt-Kopf, zog für den Landkreis „eine makellose Bilanz“. Unter Thomas Ebeling seien Schulden abgebaut, die Kreisumlage gesenkt und die Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Tourismus erhöht worden. Sie sieht die Stärke der CSU in „einer Politik aus einem Guss, von den Ministerien über die Landkreisverwaltung bis zu den Kommunen“.

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