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Soziales

Angebot ist attraktiv

Die Krankenpflegevereine verzeichnen wieder Zulauf.
von Werner Artmann

Die Vorstandschaften der Krankenpflegevereine Teublitz und Saltendorf mit Pfarrer Michael Hirmer (1. v. l.), stellvertretender Pflegedienstleiterin Christina Meier (3. v. l.) und dem Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation, Albert Krieger (5. v. l.)  Foto: Werner Artmann
Die Vorstandschaften der Krankenpflegevereine Teublitz und Saltendorf mit Pfarrer Michael Hirmer (1. v. l.), stellvertretender Pflegedienstleiterin Christina Meier (3. v. l.) und dem Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation, Albert Krieger (5. v. l.) Foto: Werner Artmann

Teublitz.„Wie unterscheidet sich christliche Krankenpflege von gewinnorientierter?“ Mit dieser Frage begrüßte Pfarrer Michael Hirmer als Vorsitzender der Krankenpflegevereine Teublitz und Saltendorf die zahlreich erschienen Mitglieder zur Jahresversammlung. „Denn“, so der Seelsorger weiter, „wenn wir kranke und alte Menschen pflegen, erfüllen wir einen Auftrag Jesu Christi.“

Schon Anfang der 80er-Jahre haben sich im Bereich der Pfarrgemeinde Herz Jesu zwei Krankenpflegevereine gegründet und sich noch lange vor Pflegeversicherung und Co die Aufgabe gestellt, Kranke menschenwürdig zu pflegen. So entstand eine Solidargemeinschaft, die gerade in Zeiten des Pflegenotstands wieder attraktiv wird.

„Meine Frau und ich sind seit mehreren Jahrzehnten beim Krankenpflegeverein in Saltendorf mit dabei“, berichtet Andreas Förg. „Wir haben jedes Jahr ein paar Euro bezahlt und können jetzt das volle Angebot der Caritas Sozialstation nützen.“ In der Tat haben sich die Pfarrgemeinde und Krankenpflegevereine des Städtedreiecks zusammengeschlossen und eine professionell arbeitende Sozialstation unter dem Dach der Caritas aufgebaut.

Hier würden alle Patienten aufgenommen, nicht nur solche, die Gewinn versprechen, erklärte der Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation Albert Krieger. Die stellvertretende Pflegeleitung Christiane Meier ergänzt: „In Sachen Pflege arbeiten wir mit 100 Prozent Fachpersonal.“ Allein im Bereich der Pfarrgemeinde Teublitz betreut die Caritas-Sozialstation derzeit 44 Patienten davon 21 Mitglieder der Krankenpflegevereine, die 2018 bei 7878 Hausbesuchen gepflegt wurden.

Pfarrer Michael Hirmer erinnerte die anwesenden Mitglieder an die Serviceleistungen, welche diese über die Caritas beziehen können. „Wenn sie Fragen haben oder Hilfe im Bereich häuslicher Pflege brauchen, berät sie unsere Caritas-Sozial-Station kostenlos.“ Mitglieder der Krankenpflegevereine würden auch bevorzugt durch die Caritas angekommen. „Gerade in Zeiten des Pflegenotstandes ist die Caritas wichtiger Kooperationspartner für uns und unsere Kranken und Alten.“, ergänzte der Pfarrer. So sei es auch nicht verwunderlich, dass seit Jahren die Mitgliederzahlen der Krankenpflegevereine ansteigen.

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