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Anrührender Gesang mit starker Wirkung

Der Kammerchor Vocanthus überzeugte in Nabburg mit weihnachtlicher Musik aus aller Welt – leise Töne, die lange nachhallen.
von Petra Beer-Dausch

Der Kammerchor Vocanthus unter Leitung von Jonathan Brell gestaltete in der weihnachtlichen Nabburger Stadtpfarrkirche ein eindrucksvolles Konzert.  Foto: Petra Beer-Dausch
Der Kammerchor Vocanthus unter Leitung von Jonathan Brell gestaltete in der weihnachtlichen Nabburger Stadtpfarrkirche ein eindrucksvolles Konzert. Foto: Petra Beer-Dausch

Nabburg.Oft sind es die leisen Töne, die noch lange nachhallen: Der Kammerchor Vocanthus schenkte den Konzertbesuchern in der gut besetzten Nabburger Stadtpfarrkirche mit seinem Konzert ein besonderes weihnachtliches Erlebnis, eine Stunde des Innenhaltens, die lange nachhallt. Die Klangschönheit der vielstimmigen Chorstücke aus aller Welt zog die Zuhörer vom ersten Ton an in ihren Bann, sorgte auch beim zweiten Konzert von Vocanthus für Gänsehautmomente.

Die Musik, anspruchsvoll zu singen, aber dennoch leicht zu hören, die festlich geschmückte Kirche im Schein der Kerzen – die Aufforderung von Stadtpfarrer Hannes Lorenz bei der Begrüßung – „Lassen Sie sich anrühren von der Musik und dem Kind in der Krippe“ – blieb nicht ungehört.

Erfahren Sie im Video mehr über das ungewöhnliche Konzept des Chors:

„Vocanthus“ hat ein ungewöhnliches Chorkonzept.

„O magnum mysterium“ (O großes Geheimnis) war das Weihnachtskonzert überschrieben. Gemeint ist das große Geheimnis der Geburt des Gottessohns als Kind im Stall, das die ausgewählten Stücke versuchen zu beschreiben. Chorleiter Jonathan Brell hatte für das knapp einstündige Konzert weihnachtliche anrührende a-cappella-Chormusik zusammengestellt, „eigentlich lauter Lieblingsstücke“ des Nabburger Kirchenmusikers. Neben Werken aus der Feder von etablierten Komponisten wie „Frohlocket ihr Völker“ von Felix Mendelssohn Bartholdy oder „O magnum mysterium“ von Thomas Luis de Victoria setzte Brell vor allem auf Chorstücke von Komponisten der Gegenwart wie Philip Stopford (geboren 1977), Niels La Cour (1944) oder Eric Whitacre (1970).

O magnum mysterium

  • Motto:

    „O magnum mysterium“ ist das vierte Responsorium (Wechselgesang) im Nachtgebet im Stundengebet der Liturgie an Weihnachten.

  • Text:

    O große Geheimnis und wunderbares Heiligtum, dass Tiere den geborenen Herrn sahen, in der Krippe liegend. Selig die Jungfrau, deren Leib würdig war, Christus den Herrn zu tragen. Halleluja.

  • Chorstücke:

    Beim Konzert präsentierte Vocanthus die Version von Tomás Luis de Victoria (1548-1611) und von Morten Lauridsen (*1943).

„Born in a Stable“ ließen die 19 Sängerinnen und Sänger eingangs – begleitet von Jonathan Brell an der Orgel – von der Empore erklingen, während das Kind vor dem Altar im Kerzenschein auf Stroh gebettet lag. In den Altarraum „zog“ der Chor dann für die weiteren Stücke um, die ohne Instrumentalbegleitung auskamen. Auf Deutsch, Lateinisch und Englisch, ja sogar auf Ukrainisch – beim „Schtschedryk“ von Mykola Leontowytsch – überzeugte die aufeinander abgestimmte Gemeinschaft von versierten Chorsängerinnen und Chorsängern, die sich der Schönheit des Klanges verschrieben hat.

Chorleiter steuert selbst zwei Stücke zum Konzert bei

Zwei Stücke steuerte der Chorleiter selbst zum Konzertprogramm bei – seine Interpretation des Klassikers „Es ist ein Ros’ entsprungen“ sowie die Vertonung des Luther-Textes „Was fürchtest Du, Feind Herodes, sehr“, den Walter Elberskirch zunächst vortrug.

Leise und zerbrechlich im Klang, aber laut und stark in der Botschaft beendete „The work of Christmas“ von Dan Forrest (geboren 1978) das knapp einstündige Konzertprogramm. „In dem Stück geht es um den konkreten Handlungsauftrag zur guten Tat an jeden einzelnen von uns, der aus der Weihnachtsbotschaft resultiert“, weiß Jonathan Brell. Lang anhaltender Applaus war der Dank des begeisterten Publikums. Wie schon beim ersten Konzert von Vocanthus im Sommer gab es eine Zugabe aus der Feder von Max Reger: „O Jesulein süß.“

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