MyMz
Anzeige

Gesundheit

Asklepios: Jobs sind nicht in Gefahr

Die Klinik in Nabburg soll erhalten bleiben. Einzelne Mitarbeiter müssen vielleicht den Standort wechseln.
Von Hubert Heinzl

Der Linksherzkathetermessplatz soll von Nabburg nach Burglengenfeld verlegt werden. (Foto: H.C. Wagner)

Landkreis. Mit der geplanten Neuausrichtung des medizinischen Angebots am Klinik-Standort Nabburg kommen Veränderungen auf die Beschäftigten zu. Angst um den Arbeitsplatz muss aber keiner haben, wie Geschäftsführer Matthias Meier bekräftigt. „Keiner der derzeit in der Klinik beschäftigten 66 Mitarbeiter muss ernsthaft um den Arbeitsplatz fürchten, da der Klinikstandort unabhängig von seiner Ausrichtung weiter betrieben werden soll“, sagte er auf eine entsprechende Anfrage der MZ. Standortwechsel „im Einzelfall“ seien aber nicht ausgeschlossen, da „Kompetenzen und Funktionalitäten möglicherweise auf andere Kliniken verlegt“ würden.

Gemeint ist damit vor allem der Linksherzkathetermessplatz (LHKM), der von Nabburg nach Burglengenfeld verlegt und an die dortige Abteilung für Innere Medizin angegliedert werden soll. Das Herzstück der Kardiologie in Nabburg war offenbar zu wenig ausgelastet – CSU-Landtagsabgeordneter Otto Zeitler sprach bei einer Pressekonferenz am Freitag von gerade einmal 100 Patienten im Jahr.

Die Rechnung ging nicht auf

Auch die Verantwortlichen bei Asklepios machen kein Hehl daraus, dass die Rechnung, die Klinik Nabburg zum Herzzentrum auszubauen, nicht aufgegangen ist. „Allein mit der Ausrichtung als Kardiologische Klinik ist die Zukunft nicht gewährleistet“, heißt es entsprechend in einer am Wochenende verbreiteten Presseerklärung. Das Konzept für Nabburg habe überarbeitet werden müssen, „weil mit dem ursprünglich vorgegebenen und eingeschlagenen Weg auf absehbare Zeit keine betriebswirtschaftliche Konsolidierung möglich erschien“. Auf drei Millionen Euro bezifferte Abgeordneter Zeitler am Freitag das Defizit in Nabburg. Bei der Jahrespressekonferenz des Krankenhauskonzerns im Januar waren keine Zahlen genannt worden.

Die Wende in Nabburg soll jetzt eine stärkere Anbindung an den Klinikstandort Lindenlohe bringen. Ausgangspunkt der Überlegungen war offenbar der starke Aufwärtstrend in der dortigen Abteilung für Wirbelsäulenerkrankungen. Mit der Zunahme an Patienten stieg auch der Bedarf an einer abgestimmten Schmerztherapie auch über die direkte Nachbehandlung von Operationen hinaus.

In Nabburg sollen künftig also Schmerzpatienten behandelt werden, aber nicht nur solche aus dem Bestand der Nachbarklinik Lindenlohe. Nach den Worten von Geschäftsführer Meier ist der Ansatz umfassender. Er schließt „alle akuten Schmerztherapien im Zusammenhang mit Bewegungseinschränkungen“ ein, aber eben auch Krankheitsbilder, „die auf anderen organischen Fehlfunktionen beruhen“. Das Konzept sei interdisziplinär angelegt, auf die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen, so Meier. Hier finde, in eingeschränktem Umfang, auch künftig die Innere Medizin ihren Platz in Nabburg.

Die Vorarbeiten für das neue Klinikkonzept sind laut Meier bereits weit gediehen. Es hat Gespräche mit Vertretern der Krankenkassen und des Bayerischen Gesundheitsministeriums gegeben, und in der vergangenen Woche wurde bereits ein förmlicher Antrag für die Umstrukturierung des Standorts Nabburg in München eingereicht.

Entscheidung erst Mitte Mai

Bis zu einer Entscheidung kann es aber noch dauern. Mit einem Bescheid, sagt der Asklepios-Geschäftsführer, „kann im Rahmen des üblichen Genehmigungsverfahrens frühestens Mitte Mai gerechnet werden.“

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht